27/05/2026
Brand bei Entsorgungsbetrieb – Aufwendiger Löscheinsatz bis in den späten Abend
Am gestrigen Nachmittag wurde der Löschbezirk Innenstadt um 15:57 Uhr zu einem gemeldeten "Brand 1 – Unrat" auf das Gelände eines Dillinger Entsorgungsbetriebs alarmiert. Aufgrund der besonderen Einsatzörtlichkeit rückten wir nicht wie üblich nur mit dem HLF aus, sondern direkt mit allen wasserführenden Fahrzeugen.
Bereits vor unserem Eintreffen hatten Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmens erste Löschmaßnahmen eingeleitet und sich dabei vorbildlich verhalten. Dieses schnelle und besonnene Handeln trug dazu bei, die Lage nicht weiter eskalieren zu lassen.
Nach der ersten Lageerkundung zeigte sich, dass eine Box voller Altpapier in Brand geraten war. Durch die Hitzeentwicklung drohte das Feuer rasch auf die benachbarten Boxen überzugreifen. Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurde sofort eine Riegelstellung aufgebaut: Zwei C‑Rohre sowie der Dachwerfer des TLF 4000 kamen zum Einsatz. Parallel wurde das Alarmstichwort auf Brand 3 erhöht, wodurch der Löschbezirk Diefflen nachalarmiert wurde.
Die eingeleiteten Maßnahmen zeigten schnell Wirkung. Die Brandausbreitung konnte gestoppt und das Feuer auf die betroffene Box begrenzt werden. Durch die starke Wasserdampfbildung wurde vorsorglich eine Warnmeldung über die NINA‑App abgesetzt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand jedoch nicht. Auf der angrenzenden Landstraße kam es aufgrund der Rauchentwicklung kurzzeitig zu Behinderungen.
Für die Brandbekämpfung war eine stabile Wasserversorgung zwingend erforderlich. Die eingesetzten Strahlrohre, mobilen Werfer und der Dachwerfer benötigten zusammen über 3.000 Liter Wasser pro Minute. Der TLF 24/50 entnahm Wasser aus einem Löschwasserbecken auf dem Firmengelände. Zusätzlich verlegten Einsatzkräfte zwei B‑Leitungen über mehrere hundert Meter zu einem weiteren Löschwasserbehälter einer benachbarten Firma. Ein Hydrant wurde ebenfalls genutzt; die Stadtwerke Dillingen erhöhten hierfür kurzfristig den Druck im Netz.
Nachdem die Wasserversorgung gesichert war, konnte der Brand vollständig bekämpft werden. Dazu musste der Müllberg mit einem Greifer auseinandergezogen und Stück für Stück abgelöscht werden. Auch hierbei unterstützten die Mitarbeiter des Entsorgungsbetriebs tatkräftig, indem sie beim Auseinanderziehen und Abtransportieren des Materials halfen. Ein Radlader transportierte die abgelöschten Reste anschließend ab.
Die Arbeiten gestalteten sich bei über 30 Grad Außentemperatur und nahezu keinem Schatten äußerst kräftezehrend. Ein Feuerwehrmann kollabierte während des Einsatzes und wurde mit dem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Der DRK‑Ortsverein Dillingen übernahm im Verlauf des Einsatzes die Absicherung der Einsatzkräfte und löste den Regelrettungsdienst ab.
Gegen 21:00 Uhr waren die Nachlöscharbeiten beendet und der umfangreiche Rückbau begann. Da mehrere hundert Meter Schlauchmaterial, zahlreiche Gerätschaften und alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht werden mussten, endete der Gesamteinsatz erst gegen 23:15 Uhr. Am späten Abend wurde die Einsatzstelle erneut kontrolliert, um mögliche Glutnester auszuschließen.
Im Einsatz waren beide Löschbezirke der Feuerwehr Dillingen mit insgesamt über 40 Einsatzkräften und 13 Fahrzeugen, unterstützt durch den Rettungsdienst, den DRK‑OV Dillingen und den Kreisverband Saarlouis sowie die Polizei.