24/02/2026
+++ Gebäudebrand in der Hauensteiner Straße – 53 Personen evakuiert +++
Mit dem Stichwort „Rauchentwicklung aus Gebäude unklar“ wurden die Dahner Feuerwehrangehörigen am Sonntagabend gegen 20 Uhr von den heimischen Polstermöbeln aufgescheucht, an einem Abend, an dem der kalte Dauerregen nicht unbedingt zu einem Outdoorausflug einlud. Unmittelbar nach Eintreffen des Einsatzleitwagens musste auf das Stichwort Gebäudebrand mit Personenrettung erhöht werden, mehrere Personen waren noch im Gebäude, einige an den Balkonen und Fenstern. Schon aus dieser Beschreibung lässt sich schließen, dass dies kein alltäglicher Einsatz werden würde.
Einsätze wie dieser sind der Grund, warum wir uns jeden Freitag und fast jeden Montag zur Übung und Weiterbildung treffen.
Einsätze wie dieser sind der Grund, warum die Anforderungen an die Atemschutzgeräteträger (AGT) so immens hoch sind.
Einsätze wie dieser sind der Grund, weshalb in Dahn eine Drehleiter (DLK) stehen muss.
Einsätze wie dieser sind der Grund, weshalb wir härter üben als der Großteil unserer Einsätze es verlangt.
Einsätze wie dieser sind der Grund, weshalb so viel Zeit und Ressourcen in die Ausrüstung und Weiterbildung der Feuerwehr investiert werden.
Einsätze wie dieser sind der Grund, weshalb wir solch einen großen Personalstamm brauchen.
In solchen Situationen macht sich das alles bezahlt. Bei Einsätzen wie diesem, bei denen Sekunden zählen. Bei denen Routine und Übung den Unterschied machen, auch wenn die Einsatzlage keine Routine ist. Im betroffenen Gebäude haben wir in der Vergangenheit eine Übung mit einem fast identischen Szenario durchgeführt, was in der Einsatzlage Gold wert war.
Für genau solche Einsätze ist die Feuerwehreinheit Dahn ausgerüstet, dimensioniert und ausgebildet. Und das hat sich an diesem Sonntagabend bezahlt gemacht: In großartiger Teamarbeit mit den nachgeforderten Feuerwehreinheiten, der Polizei und dem Rettungsdienst konnten alle 53 Personen rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Und letztendlich sind es solche Erfolge, die uns daran erinnern, weshalb wir unser Hobby lieben. Drei Bewohner und ein Feuerwehrangehöriger wurden leicht verletzt – ihnen wünschen wir von Herzen eine schnelle und vollständige Genesung.
Bei der Erkundung durch Kräfte des Einsatzleitwagens hatte sich Brandrauch aus dem Keller bereits über den Treppenraum in sämtliche Flure des weitläufigen Gebäudekomplexes ausgebreitet. Mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz wurden daraufhin zur Brandlokalisation und -bekämpfung in den Keller entsandt. Parallel dazu retteten Einsatzkräfte über tragbare Steckleitern und die DLK mehrere Personen von ihren Balkonen im Obergeschoss. Weitere Bewohner wurden von Atemschutztrupps mithilfe sogenannter Fluchthauben sicher durch den verrauchten Flur ins Freie geführt. Anschließend wurde das Gebäude mit mehreren Hochleistungslüftern entraucht.
Die in Sicherheit gebrachten Bewohner wurden entsprechend der Reihenfolge ihrer Rettung durch den Rettungsdienst registriert und medizinisch gesichtet. Anschließend erfolgte der Transport mit Fahrzeugen von Rettungsdienst und Polizei in das Alte E-Werk der Stadt Dahn, wo eine Betreuungs- und Verpflegungsstelle eingerichtet worden war.
Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte mit 50 Fahrzeugen am Einsatzerfolg beteiligt. Die Feuerwehren der VG Dahner Felsenland bedanken sich ausdrücklich für die schnelle und umfangreiche Unterstützung der umliegenden Wehren.
Reaktionen auf den Beitrag beziehen wir auf die Berichterstattung, nicht auf den Sachverhalt.