09/10/2026
🚑 𝐆𝐫𝐨ß𝐚𝐧𝐠𝐞𝐥𝐞𝐠𝐭𝐞 𝐊𝐚𝐭𝐚𝐬𝐭𝐫𝐨𝐩𝐡𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐮𝐭𝐳ü𝐛𝐮𝐧𝐠 𝐦𝐢𝐭 𝐫𝐮𝐧𝐝 𝟑𝟎𝟎 𝐁𝐞𝐭𝐞𝐢𝐥𝐢𝐠𝐭𝐞𝐧 𝐢𝐦 𝐁𝐞𝐫𝐜𝐡𝐭𝐞𝐬𝐠𝐚𝐝𝐞𝐧𝐞𝐫 𝐋𝐚𝐧𝐝
Ende September fand in den Bereichen Laufen und Freilassing eine großangelegte Katastrophenschutzübung statt, bei der rund 300 Einsatzkräfte, Beobachter und Verletztendarsteller gemeinsam den Ernstfall trainierten. Auch der IMS Rettungsdienst war mit einem Rettungswagen sowie einem Einsatzleiter Rettungsdienst an der ganztägigen Übung beteiligt.
Ziel der Übung war es, die medizinische Versorgung einer großen Anzahl verletzter und betroffener Personen unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren. Dabei standen insbesondere die schnelle Einschätzung der Einsatzlage, die Sichtung und Versorgung von Verletzten sowie die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Hilfsorganisationen und Behörden im Mittelpunkt.
Das erste Übungsszenario führte die Einsatzkräfte auf das Freizeitgelände am Abtsdorfer See. Dort wurde ein plötzlich aufziehendes schweres Gewitter simuliert, bei dem ein Blitz mitten in einen Zeltplatz eingeschlagen war. Zahlreiche Menschen wurden dabei verletzt, weitere Betroffene standen unter Schock oder benötigten psychosoziale Unterstützung.
Insgesamt 40 aufwendig geschminkte Verletztendarsteller waren auf dem weitläufigen Gelände verteilt. Für die Einsatzkräfte galt es zunächst, sich einen Überblick über die unübersichtliche Schadenslage zu verschaffen, Verletzte aufzufinden, nach ihrer Behandlungsdringlichkeit einzustufen und medizinisch zu versorgen. Anschließend mussten die Patientinnen und Patienten für den weiteren Transport vorbereitet werden.
Doch damit war der Übungstag noch lange nicht beendet. Am Nachmittag wartete bereits das nächste anspruchsvolle Szenario auf die Einsatzkräfte.
🚨 𝟖𝟑 𝐕𝐞𝐫𝐥𝐞𝐭𝐳𝐭𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐁𝐞𝐭𝐫𝐨𝐟𝐟𝐞𝐧𝐞 𝐛𝐞𝐢 𝐤𝐨𝐦𝐩𝐥𝐞𝐱𝐞𝐫 𝐒𝐜𝐡𝐚𝐝𝐞𝐧𝐬𝐥𝐚𝐠𝐞
Nach dem ersten Übungsszenario am Abtsdorfer See wurden die beteiligten Rettungskräfte am Nachmittag erneut gefordert. Diesmal wurde eine besonders komplexe Schadenslage an einer Schule im Raum Freilassing simuliert, bei der insgesamt 83 verletzte und betroffene Personen dargestellt wurden.
Eine besondere Herausforderung bestand darin, dass die zuerst eintreffenden Rettungskräfte zunächst nicht unmittelbar mit der medizinischen Versorgung beginnen konnten. Erst nachdem die Polizei den Gefahrenbereich gesichert und freigegeben hatte, war ein gefahrloses Vorgehen möglich.
Im Schulgebäude und auf dem umliegenden Gelände trafen die Einsatzkräfte anschließend auf zahlreiche unterschiedlich schwer verletzte Personen. Auch Todesopfer waren Teil des realitätsnah gestalteten Szenarios. Unter erheblichem Zeitdruck mussten die Verletzten gesichtet, entsprechend ihrer medizinischen Dringlichkeit eingeteilt und den jeweiligen Patientenablagen zugeführt werden.
Neben der medizinischen Erstversorgung stellte insbesondere die Organisation der anschließenden Transporte eine wichtige Aufgabe dar. Die verfügbaren Rettungsmittel mussten koordiniert und die Patientinnen und Patienten auf geeignete Kliniken verteilt werden, ohne deren Aufnahmekapazitäten zu überlasten.
Auch die psychosoziale Betreuung von Betroffenen und Angehörigen war Bestandteil der Übung. Durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Einsatzorganisationen konnten wichtige Abläufe für einen sogenannten Massenanfall von Verletzten, kurz MANV, unter realistischen Bedingungen trainiert werden.
🚑 𝐆𝐞𝐦𝐞𝐢𝐧𝐬𝐚𝐦 𝐟ü𝐫 𝐝𝐞𝐧 𝐄𝐫𝐧𝐬𝐭𝐟𝐚𝐥𝐥 𝐯𝐨𝐫𝐛𝐞𝐫𝐞𝐢𝐭𝐞𝐭!
Für den IMS Rettungsdienst war die Teilnahme an der großangelegten Katastrophenschutzübung eine wertvolle Gelegenheit, gemeinsam mit zahlreichen Partnerorganisationen die Bewältigung außergewöhnlicher Einsatzlagen zu trainieren.
Mit einem Rettungswagen sowie einem Einsatzleiter Rettungsdienst unterstützte der IMS die Übung und brachte sich in die organisationsübergreifende Zusammenarbeit ein. Gerade bei größeren Schadensereignissen mit einer Vielzahl verletzter Personen kommt es nicht nur auf eine schnelle medizinische Versorgung an. Ebenso entscheidend sind klare Führungsstrukturen, eine funktionierende Kommunikation und die reibungslose Abstimmung aller beteiligten Einsatzkräfte.
An der Übung wirkten neben dem IMS Rettungsdienst unter anderem die BRK-Bereitschaften und der reguläre Rettungsdienst aus mehreren Landkreisen, , verschiedene Feuerwehren, die Polizei, die , die sowie weitere Behörden und Organisationen mit.
Die realitätsnah dargestellten Szenarien machten deutlich, welche Herausforderungen bei einem Massenanfall von Verletzten entstehen können. Solche Übungen helfen dabei, bestehende Abläufe zu überprüfen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und insbesondere die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen weiter zu stärken.
Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren des BRK Berchtesgadener Land, die diese umfangreiche Übung über viele Monate hinweg vorbereitet haben. Ebenso bedanken wir uns bei allen beteiligten Einsatzkräften, Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Verletztendarstellern, die mit ihrem Engagement zum Gelingen beigetragen haben.
Denn im Ernstfall zählt vor allem eines: eine starke und eingespielte Zusammenarbeit! 💪🚑