FWG Garath/Hellerhof

FWG Garath/Hellerhof FREIE WÄHLER DÜSSELDORF: Vertreten im Rat, Ausschüssen, Bezirksregierung, Bezirksvertretung, Landschaftsverband LVR, Behindertenrat und weitere...

Zweck der politischen Vereinigung FWG Garath/Hellerhof (FREIE WÄHLER gemeinschaft) ist die Einflussnahme auf die politische Willensbildung im Sinne einer sachbezogenen, nicht an Ideologie und Gruppenegoismen orientierter Politik für Garath und Hellerhof. Unsere Mitglieder kommen aus allen beruflichen Bereichen und sozialen Schichten. Sie bilden somit einen repräsentativen Bevölkerungsschnitt. Wir

sind u.a. im Regionalrat, in der Landschaftsversammlung (LVR) und ihren Fachausschüssen vertreten. In der Bezirksvertretung und im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung (APS) setzen wir uns seit mehreren Jahren erfolgreich für eine sachbezogene und bürgerorientierte Politik ein, um Entscheidungen, welche die Kommunen und die Bürger tagtäglich betreffen, zu gestalten und zu beeinflussen. Wir sind nicht an Weisungen aus Landes- oder Bundesparteizentralen gebunden und entscheiden demokratisch von unten nach oben - aus Überzeugung und zum Nutzen unserer Bürgerinnen und Bürger. Denn Ihre Bedürfnisse z.B. nach mehr Sicherheit, bessere Gesundheitsversorgung, mehr Arbeitsplätze, bezahbaren Wohnraum, bessere Bildungschancen und mehr sozialer Gerechtigkeit müssen wieder mehr in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden. Als FREIE WÄHLER stehen wir für solide Finanzen, Verlässlichkeit und Transparenz in der Politik und setzen uns nachdrücklich für den Erhalt gewachsener Traditionen ein. Unsere Politik stellt den Menschen und sein Wohl in den Mittelpunkt. Frei von parteipolitischen oder ideologischen Zwängen machen wir Politik mit gesundem Menschenverstand und stehen somit für eine neue sachbezogene, unabhängige und bürgernahe Kultur in der Politik.

2004 wurde die heutige FW Garath/Hellerhof unter dem Namen „Parteilose Wähler Gemeinschaft“ (P.W.G.) aus der Taufe gehoben. Unsere Gründungsmitglieder kamen fast alle aus verschiedenen Parteien. Viele waren unzufrieden, weil die demokratische Willensbildung innerhalb ihrer Parteien immer mehr auf der Strecke blieb und von den Parteifunktionären bestimmt wurde. Unter dem Motto "Politik von Bürgern für Bürger" gewährleisten wir größtmögliche Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger an unserer politischen Arbeit für Düsseldorf und Garath-Hellerhof.

2009 schafften wir mit dem jetzigen Bezirksvertreter und Seniorenrat Peter Ries, ein Mandat für die Bezirksvertretung 10 zu holen. Für die Ratsgruppe Tierschutz-FREIE WÄHLER Düsseldorf setzen wir uns seit 2014 in mehreren Ausschüssen und im Seniorenrat für die Belange der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger ein. Bei der Kommunalwahl im Mai 2014 und 2019 erreichten wir mit Peter Ries erneut einen Sitz in der Bezirksvertretung Garath/Hellerhof. Peter Ries ist in folgenden Gremien:

Bezirksvertreter für Garath und Hellerhof
Zust. Seniorenrat für Garath und Hellerhof
Mitgl. Behindertenrat
Mitgl. Kriminalpräventiver Rat
Mitgl. Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz der LHS Düsseldorf
Ehrenrichter am Sozialgericht Düsseldorf
Mitgl. im Vorstand VdK Sozialverband Düsseldorf
Mitgl. VdK Sozialverband Benrath-Garath: (Sachbearbeiter i.S.d. Behindertenrechts Anträge u. Beratung, Öffentlichkeitsarbeit und IT)
Für seine über 35-jährige ehrenamtliche Tätigkeiten in verschiedenen Sparten, wurde Peter Ries 2013 mit dem LVR-Ehrenpreis- und 2018 mit dem Martinstaler der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. Dr. Hans-Joachim Grumbach (Vorsitzender der FW Garath/Hellerhof) arbeitet seit 2009 als ordentliches Mitglied im Regionalrat der Bezirksregierung Düsseldorf und als sachkundiger Bürger in verschiedene Ausschüsse der Landschaftsversammlung des LVR sowie als Beisitzer im Vorstand der Landesvereinigung FREIE WÄHLER NRW mit. Die FREIEN WÄHLER bekennen sich zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

🇩🇪 𝗦𝗽𝗿𝗮𝗰𝗵𝗲𝗿𝗵𝗮𝗹𝘁 𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁 𝗚𝗲𝗻𝗱𝗲𝗿- 𝗭𝘄𝗮𝗻𝗴: 𝗙𝗼𝗸𝘂𝘀 𝗮𝘂𝗳 𝗕𝗶𝗹𝗱𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝗿 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿Die Debatte um das Gendern reißt nicht ab. Während ...
16/03/2026

🇩🇪 𝗦𝗽𝗿𝗮𝗰𝗵𝗲𝗿𝗵𝗮𝗹𝘁 𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁 𝗚𝗲𝗻𝗱𝗲𝗿- 𝗭𝘄𝗮𝗻𝗴: 𝗙𝗼𝗸𝘂𝘀 𝗮𝘂𝗳 𝗕𝗶𝗹𝗱𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝗿 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿

Die Debatte um das Gendern reißt nicht ab. Während Befürworter von Gerechtigkeit sprechen, empfinden viele Bürger die sprachlichen Veränderungen als künstlich, elitär und unnötig kompliziert ...

Von Peter Ries



Die Debatte um das Gendern reißt nicht ab. Während Befürworter von Gerechtigkeit sprechen, empfinden viele Bürger die sprachlichen Veränderungen als künstlich, elitär und unnötig kompliziert.

🔴 Brexit, Exit, DexitDie Frage nach einem „Dexit“ – dem Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union – ist politisch...
08/03/2026

🔴 Brexit, Exit, Dexit
Die Frage nach einem „Dexit“ – dem Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union – ist politischer Zündstoff, der weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinauswirken würde.

Während das Thema im Bundestag vor allem von der AfD als Option ins Spiel gebracht wird, ist die aktuelle politische Realität unter der Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz eine deutlich andere.

​Hier ist meine Einschätzung der Lage aus politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht:

​1. Die politische Front: Stabilitätsanker vs. Oppositionskurs
​In der aktuellen Debatte im Bundestag (Stand 2026) steht die Bundesregierung unter Friedrich Merz fest zum europäischen Projekt. Merz betont regelmäßig, dass Deutschland nur in einem starken Europa wirtschaftlich und geopolitisch gegenüber den USA und China bestehen kann. Sein Kurs ist jedoch pragmatischer geworden: Er pocht auf mehr Wettbewerbsfähigkeit und eine Reform der EU-Bürokratie, lehnt aber einen Austritt kategorisch ab.
​Die Forderung nach einem Austritt bleibt eine isolierte Position der AfD, die den EU-Binnenmarkt eher durch eine lose Interessengemeinschaft ersetzen möchte. Da jedoch die überwältigende Mehrheit der anderen Parteien (Union, SPD, Grüne, FDP) die EU als unverzichtbar ansieht, gibt es im Parlament derzeit keine realistische Mehrheit für solche Bestrebungen.

​2. Wirtschaftliche Konsequenzen:
Ein riskantes Experiment
​Ökonomen sind sich weitgehend einig, dass ein Dexit für Deutschland weitaus schmerzhafter wäre als der Brexit für Großbritannien.

​Wohlstandsverlust:
Studien (z. B. vom Institut der deutschen Wirtschaft) schätzen, dass ein Austritt nach nur fünf Jahren zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um etwa 5,6 % führen könnte. Das entspricht einem Verlust von rund 690 Milliarden Euro.

​Arbeitsmarkt:
Es wird gewarnt, dass bis zu 2,5 Millionen Arbeitsplätze gefährdet wären, da Deutschland als Exportnation extrem tief in die europäischen Lieferketten integriert ist.

​Währung:
Die Rückkehr zu einer nationalen Währung würde Exporte durch einen wahrscheinlich massiv aufwertenden „neuen DM“-Nachfolger drastisch verteuern.

​3. Gesellschaftliche Stimmung
​Trotz aller Kritik an Brüsseler Bürokratie bleibt die deutsche Bevölkerung mehrheitlich pro-europäisch. Repräsentative Umfragen zeigen stabil, dass rund 80 % bis 87 % der Deutschen für einen Verbleib in der EU sind.

Selbst in der Anhängerschaft rechter Parteien ist die Frage des Austritts oft umstritten. Die Vorteile wie Reisefreiheit, Wegfall von Roaming-Gebühren und die gemeinsame Währung sind im Alltag der Menschen fest verankert.

​Fazit
​Ein Dexit ist eher ein populistisches Schlagwort als eine ernsthafte politische Option. Die „Erschütterung Europas“, von der oft gesprochen wird, rührt eher aus der Sorge her, dass eine Lähmung der EU durch interne Blockaden Deutschland schwächen könnte. Die aktuelle Regierung setzt daher auf „Heilung durch Reform“ statt auf „Heilung durch Abbruch“.

Wer auf Dexit setzt, sollte sich vorher erst einmal Schlau machen, statt nur Populismus zu betreiben.

Bild: P.Ries
Autor/Journalist
Kommunalpolitiker
FREIE WÄHLER (FWG)
Sozialberater im Behindertenrecht

➡️ 𝗡𝗶𝗻𝗮 𝗪𝗮𝗿𝗸𝗲𝗻 (𝗖𝗗𝗨) 𝘀𝗲𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗺 6. 𝗠𝗮𝗶 2025 𝗕𝘂𝗻𝗱𝗲𝘀𝗺𝗶𝗻𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿𝗶𝗻 𝗳𝘂̈𝗿 𝗚𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗵𝗲𝗶𝘁 𝗶𝗺 𝗞𝗮𝗯𝗶𝗻𝗲𝘁𝘁 𝘃𝗼𝗻 𝗕𝘂𝗻𝗱𝗲𝘀𝗸𝗮𝗻𝘇𝗹𝗲𝗿 𝗙𝗿𝗶𝗲𝗱𝗿𝗶𝗰𝗵 𝗠𝗲𝗿𝘇 ...
14/02/2026

➡️ 𝗡𝗶𝗻𝗮 𝗪𝗮𝗿𝗸𝗲𝗻 (𝗖𝗗𝗨) 𝘀𝗲𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗺 6. 𝗠𝗮𝗶 2025 𝗕𝘂𝗻𝗱𝗲𝘀𝗺𝗶𝗻𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿𝗶𝗻 𝗳𝘂̈𝗿 𝗚𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗵𝗲𝗶𝘁 𝗶𝗺 𝗞𝗮𝗯𝗶𝗻𝗲𝘁𝘁 𝘃𝗼𝗻 𝗕𝘂𝗻𝗱𝗲𝘀𝗸𝗮𝗻𝘇𝗹𝗲𝗿 𝗙𝗿𝗶𝗲𝗱𝗿𝗶𝗰𝗵 𝗠𝗲𝗿𝘇 𝘄𝗮𝗿𝗻𝘁 𝘃𝗼𝗿 𝗞𝗿𝗶𝗲𝗴𝘀𝘀𝘇𝗲𝗻𝗮𝗿𝗶𝗲𝗻 𝗶𝗺 𝗚𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗵𝗲𝗶𝘁𝘀𝘄𝗲𝘀𝗲𝗻.

𝙒𝙖𝙧𝙪𝙢 𝙋𝙤𝙡𝙞𝙩𝙞𝙠 𝙙𝙚𝙣 𝙀𝙧𝙣𝙨𝙩𝙛𝙖𝙡𝙡 𝙗𝙚𝙨𝙘𝙝𝙬𝙤̈𝙧𝙩, 𝙬𝙖̈𝙝𝙧𝙚𝙣𝙙 𝙙𝙚𝙧 𝘼𝙡𝙡𝙩𝙖𝙜 𝙠𝙤𝙡𝙡𝙖𝙗𝙞𝙚𝙧𝙩

𝘝𝘰𝘯 𝘗𝘦𝘵𝘦𝘳 𝘙𝘪𝘦𝘴
𝘒𝘰𝘮𝘮𝘶𝘯𝘢𝘭𝘱𝘰𝘭𝘪𝘵𝘪𝘬𝘦𝘳

1. Die Ankündigung von Nina Warken, das Gesundheitswesen müsse sich auf „Kriegsszenarien“ einstellen, ist kein Beweis für eine bevorstehende militärische Eskalation. Sie ist vielmehr ein Offenbarungseid der Politik:

2. Der Staat hat über Jahre versäumt, sein Gesundheitssystem krisenfest zu halten – und entdeckt die Vorsorge erst, als die Weltlage rauer wird. Sachlich ist der Befund korrekt. Deutschland verfügt weder über belastbare Echtzeitdaten zu Versorgungsressourcen noch über eingeübte Strukturen für Massenanfall von Verletzten.

3. Katastrophenmedizin, Zivilschutz und koordinierte Krisensteuerung wurden seit Jahrzehnten zurückgebaut. Dass dieses Defizit nun benannt wird, ist überfällig.

4. Politisch problematisch ist jedoch die Reihenfolge. Ein System, das im Regelbetrieb Pflegekräfte verbrennt, Notaufnahmen überlastet und Patientinnen und Patienten monatelang warten lässt, taugt nicht als Fundament für den Ausnahmezustand.

5. Wer den Ernstfall beschwört, ohne den Normalfall zu reparieren, erzeugt Misstrauen – und liefert unnötige Angriffsflächen für Alarmismus.
Hinzu kommt die kommunikative Schieflage:

6. Der Begriff „Kriegsszenarien“ emotionalisiert, ohne zu erklären. Gemeint ist Resilienzplanung – nicht Mobilmachung. Doch diese Differenzierung unterbleibt. So entsteht der Eindruck einer Militarisierung der Gesundheitsversorgung, obwohl es um nüchterne Zivilschutzlogik geht.

7. Der Kern des Problems liegt woanders: Vorsorge darf nicht als neues Großprojekt verkauft werden, während strukturelle Missstände ungelöst bleiben.

8. Erst Personalbindung, Finanzierungssicherheit, funktionierende IT und klare Zuständigkeiten schaffen Krisenfestigkeit. Alles andere ist Symbolpolitik.

➡️ Fazit:
Vorsorge ist notwendig. Panikrhetorik nicht. Wer Verantwortung trägt, muss zuerst den Alltag stabilisieren – dann ist der Ernstfall kein politischer Schreckgespenst mehr, sondern eine beherrschbare Aufgabe.

𝙒𝙚𝙧 𝙪̈𝙗𝙚𝙧 𝘼𝙪𝙨𝙣𝙖𝙝𝙢𝙚𝙯𝙪𝙨𝙩𝙖̈𝙣𝙙𝙚 𝙨𝙥𝙧𝙞𝙘𝙝𝙩, 𝙢𝙪𝙨𝙨 𝙯𝙪𝙚𝙧𝙨𝙩 𝙋𝙛𝙡𝙚𝙜𝙚, 𝙆𝙡𝙞𝙣𝙞𝙠𝙚𝙣 𝙪𝙣𝙙 𝙑𝙚𝙧𝙨𝙤𝙧𝙜𝙪𝙣𝙜 𝙨𝙩𝙖𝙗𝙞𝙡𝙞𝙨𝙞𝙚𝙧𝙚𝙣 𝙪𝙣𝙙 𝙠𝙚𝙞𝙣𝙚 𝙎𝙮𝙢𝙗𝙤𝙡𝙥𝙤𝙡𝙞𝙩𝙞𝙠 𝙗𝙚𝙩𝙧𝙚𝙞𝙗𝙚𝙣.

̈hler

Siehe auch: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-02/gesundheitssystem-bundesgesundheitsministerin-nina-warken-gesetz-kriegsfall-gxe

𝗟𝗶𝗻𝗶𝗲𝗻𝘃𝗲𝗿𝗸𝗲𝗵𝗿: 𝗗𝘂̈𝘀𝘀𝗲𝗹𝗱𝗼𝗿𝗳𝘀 𝗳𝗮𝗹𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗣𝗿𝗶𝗼𝗿𝗶𝘁𝗮̈𝘁𝗲𝗻 - Mobilität am Limit: Wenn das System Mensch und Maschine verschleißt 𝑫...
28/01/2026

𝗟𝗶𝗻𝗶𝗲𝗻𝘃𝗲𝗿𝗸𝗲𝗵𝗿: 𝗗𝘂̈𝘀𝘀𝗲𝗹𝗱𝗼𝗿𝗳𝘀 𝗳𝗮𝗹𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗣𝗿𝗶𝗼𝗿𝗶𝘁𝗮̈𝘁𝗲𝗻 - Mobilität am Limit: Wenn das System Mensch und Maschine verschleißt

𝑫𝒖̈𝒔𝒔𝒆𝒍𝒅𝒐𝒓𝒇𝒔 𝑴𝒐𝒃𝒊𝒍𝒊𝒕𝒂̈𝒕 𝒔𝒕𝒆𝒉𝒕 𝒗𝒐𝒓 𝒅𝒆𝒎 𝑲𝒐𝒍𝒍𝒂𝒑𝒔, 𝒅𝒐𝒄𝒉 𝒅𝒊𝒆 𝑨𝒏𝒕𝒘𝒐𝒓𝒕 𝒅𝒆𝒓 𝑽𝒆𝒓𝒂𝒏𝒕𝒘𝒐𝒓𝒕𝒍𝒊𝒄𝒉𝒆𝒏 𝒆𝒓𝒔𝒄𝒉𝒐̈𝒑𝒇𝒕 𝒔𝒊𝒄𝒉 𝒊𝒏 𝒎𝒂𝒕𝒕𝒆𝒏 𝑨𝒖𝒔𝒓𝒆𝒅𝒆𝒏 𝒖̈𝒃𝒆𝒓 𝑬𝒓𝒔𝒂𝒕𝒛𝒕𝒆𝒊𝒍𝒎𝒂𝒏𝒈𝒆𝒍 𝒖𝒏𝒅 𝑼𝒏𝒇𝒂𝒍𝒍𝒔𝒕𝒂𝒕𝒊𝒔𝒕𝒊𝒌𝒆𝒏.

Von Peter Ries

Düsseldorfs Mobilität steht vor dem Kollaps, doch die Antwort der Verantwortlichen erschöpft sich in matten Ausreden über Ersatzteilmangel und Unfallstatistiken. Während Fahrgäste an den Bahnsteigen stehen gelassen werden, stellt sich drängender denn je die Frage nach der politischen Prioritätensetzung. Es geht um die notwendige Daseinsvorsorge für die Menschen in dieser Stadt – eine Aufgabe, die derzeit sträflich vernachlässigt wird.

Düsseldorf ist ohnehin eine Staustadt, die unter unzähligen Baustellen ächzt. In dieser Situation ist der Verweis auf den Individualverkehr blanker Hohn: Wer pünktlich zur Arbeit oder zum Arzt muss, findet im PKW derzeit genauso wenig Verlässlichkeit wie im maroden ÖPNV. Wenn beide Systeme gleichzeitig versagen, droht der Stadt der logistische Infarkt.

🔸️Hausgemachte Krise und chronische Unterfinanzierung

Das Management der Rheinbahn und die Politik müssen sich der unangenehmen Wahrheit stellen, dass die aktuelle Krise hausgemacht ist. Bei einem Gesamthaushalt von rund 4,4 Milliarden Euro wirken die Investitionen in den ÖPNV-Bestand fast schon homöopathisch. Wenn über 60 Prozent der Mittel in Prestigeprojekte wie die U81 fließen, bleibt für die Instandsetzung dessen, was täglich rollen muss, kaum etwas übrig.

Dass zehn Prozent der Flotte wegen fehlender Komponenten monatelang stillstehen, ist ein Managementfehler, der durch eine mutlose Budgetierung im Rathaus erst ermöglicht wurde. Ein resilienter Betrieb braucht Werkstattkapazitäten und eine Bevorratung, die nicht beim ersten Lieferkettenschluckauf kapituliert.

🔸️Das Personal als Blitzableiter

Doch der Verschleiß betrifft nicht nur die Technik. Das Rückgrat der Rheinbahn – das Fahrpersonal – arbeitet unter Bedingungen, die an die Substanz gehen.Ständige Wechselschichten, chronische Überarbeitung und ein massiver Mangel an echter Freizeitführen zu einem Teufelskreis aus Belastung und hohem Krankenstand.

Verschärft wird die Lage durch ein vergiftetes soziales Klima:Fahrgäste reagieren ihren verständlichen Frust über Verspätungen oft in inakzeptabler Unfreundlichkeit und Aggressivität am Personal ab.Die Fahrerinnen und Fahrer werden zum Blitzableiter für politische Versäumnisse, für die sie nichts können. Wenn der Dienst am Bürger zur psychischen Zerreißprobe wird, darf man sich über den Fachkräftemangel nicht wundern.

🔸️Inklusion ohne Fundament

Es ist den Menschen nicht mehr zu vermitteln, warum die Priorität nicht bei der Basisinfrastruktur liegt.Inklusion und Barrierefreiheit werden zur bloßen Sonntagsrede, wenn Senioren, Menschen mit Behinderungen und Eltern mit Kinderwagen an den Bahnsteigen zurückbleiben, weil Kapazitäten fehlen oder Züge verkürzt werden. Ein barrierefreier Nahverkehr ist kein Luxusgut, sondern die Grundvoraussetzung für die Teilhabe am städtischen Leben.

🔸️Die Lösung erfordert eine sofortige Umkehr

Wir müssen die Mittel so gewichten, dass die Rheinbahn von der reinen Mangelverwaltung zu einer robusten Krisenvorsorge übergehen kann:

🔸️Sonderfonds für Bestandsinvestitionen:

🔸️Massive Stärkung der Werkstatt-Infrastruktur und der Ersatzteillager.

🔸️Entlastung des Personals:Attraktivere Dienstmodelle und Schutzmaßnahmen, um die menschliche Komponente des Verkehrsbetriebs zu stabilisieren.

🔸️Flächengerechtigkeit:Bahnen müssen baulich konsequent vom Individualverkehr getrennt werden, um die Zahl der Kollisionen zu senken und den Stress für das Personal zu reduzieren.

Nur wenn wir die verlässliche Daseinsvorsorge an erste Stelle setzen, wird der ÖPNV in Düsseldorf wieder seinem Auftrag gerecht.

̈sseldorf ̈PNV


Referenzbild: p.ries

𝗖𝗗𝗨-𝗧𝗲𝗶𝗹𝘇𝗲𝗶𝘁𝘀𝘁𝗼𝗽𝗽: 𝗗𝗮𝘀 𝗘𝗻𝗱𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗯𝗲𝘀𝘁𝗶𝗺𝗺𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗲𝘀 𝗲𝗵𝗿𝗲𝗻𝗮𝗺𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗘𝗻𝗴𝗮𝗴𝗲𝗺𝗲𝗻𝘁𝘀Von Peter Ries Die Forderung des Wirt...
26/01/2026

𝗖𝗗𝗨-𝗧𝗲𝗶𝗹𝘇𝗲𝗶𝘁𝘀𝘁𝗼𝗽𝗽: 𝗗𝗮𝘀 𝗘𝗻𝗱𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗯𝗲𝘀𝘁𝗶𝗺𝗺𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗲𝘀 𝗲𝗵𝗿𝗲𝗻𝗮𝗺𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗘𝗻𝗴𝗮𝗴𝗲𝗺𝗲𝗻𝘁𝘀

Von Peter Ries

Die Forderung des Wirtschaftsflügels der CDU (MIT), den Rechtsanspruch auf Teilzeit faktisch abzuschaffen, ist mehr als nur eine wirtschaftspolitische Fehleinschätzung – es ist ein fundamentaler Angriff auf die soziale Infrastruktur unseres Landes. Wer Arbeitnehmer unter den Generalverdacht der „Arbeitsunlust“ stellt und Teilzeit zur begründungspflichtigen Ausnahme erklären will, verkennt die Realität derer, die diesen Staat jenseits der DAX-Konzerne am Laufen halten.

Sicherlich mag es eine kleine Gruppe von Menschen geben, die aus reinem Privileg weniger oder gar nicht arbeiten wollen – doch diese trifft ein solcher Vorstoß am wenigsten. Getroffen werden stattdessen jene, die ihr Leben lang hart arbeiten und die Teilzeit als notwendiges Instrument nutzen, um Beruf, Gesundheit und Familie zu vereinbaren. Es ist zudem eine Frage der persönlichen Freiheit: In einer Marktwirtschaft bestimmen mündige Bürger selbst, ob sie mit dem geringeren Gehalt einer Teilzeitstelle auskommen oder nicht. Der Staat hat hier nicht den Vormund zu spielen.

In meiner täglichen Praxis als ehrenamtlicher Sozialberater beim VdK Sozialverband und als Kommunalpolitiker sehe ich die Gesichter hinter den Statistiken, die Friedrich Merz so bereitwillig als „zu wenig arbeitend“ abstempelt. Es sind die pflegenden Angehörigen, die ihre Stunden reduzieren müssen, weil ein Heimplatz unbezahlbar oder schlicht nicht vorhanden ist. Ohne die Flexibilität der Teilzeit würde die häusliche Pflege, die tragende Säule unseres Gesundheitssystems, über Nacht kollabieren.

Die Union fordert hier eine Vollzeit-Präsenz, die faktisch zur Vernachlässigung der Schwächsten in unserer Gesellschaft führen würde. Besonders perfide wirkt dieser Vorstoß mit Blick auf die Inklusion. Für viele Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen ist Teilzeit kein Lifestyle-Modell, sondern die einzige Möglichkeit, überhaupt am ersten Arbeitsmarkt teilzuhaben. Wer diese Hürden nun erhöht, betreibt Exklusion durch die Hintertür. Ein „Ende des Rechtsanspruchs“ bedeutet, dass Betroffene künftig ihre privatesten gesundheitlichen oder familiären Belastungen vor dem Arbeitgeber rechtfertigen müssen, um ihr Leben organisieren zu können. Das ist ein paternalistischer Rückschritt in eine Arbeitswelt des letzten Jahrhunderts, die Leistung nur nach physischer Präsenzzeit bemisst.

Massiv unterschätzt die Union dabei die ökonomische Kraft des bürgerschaftlichen Engagements. Das Ehrenamt bescherte dem Staat bereits in der Vergangenheit Jahr für Jahr eine Wertschöpfung in zweistelliger Milliardenhöhe – Schätzungen auf Basis von Lohnersatzkosten beziffern diesen Wert regelmäßig auf über 90 𝗠𝗶𝗹𝗹𝗶𝗮𝗿𝗱𝗲𝗻 𝗘𝘂𝗿𝗼 𝗷𝗮̈𝗵𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵. Dies ist eine gigantische Summe, die durch keine Steuererhöhung der Welt kurzfristig kompensierbar wäre. Lokale Politik, Rettungsdienste, Vereinsarbeit und soziale Dienste in unseren Quartieren leben von Menschen, die eben nicht 40 oder mehr Stunden im Büro feststecken.

𝗠𝗮𝗻 𝗺𝘂𝘀𝘀 𝗲𝘀 𝗶𝗻 𝗮𝗹𝗹𝗲𝗿 𝗗𝗲𝘂𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗸𝗲𝗶𝘁 𝘀𝗮𝗴𝗲𝗻: Ohne das Ehrenamt würde dieses Land schlicht stillstehen. Wenn die CDU nun die „Arbeitsmoral“ beklagt, sollte sie sich fragen, wer künftig noch die Zeit findet, sich für das Gemeinwohl zu engagieren, wenn das starre 40-Stunden-Diktat jede freie Minute frisst.

Zwang produziert keine Produktivität, sondern Burnout und Resignation. Anstatt die Ursachen für hohe Krankenstände in prekären Arbeitsbedingungen und einer überlasteten sozialen Infrastruktur zu suchen, wählt die Union den Weg der Restriktion. Das ist kein mutiger Reformkurs, sondern ein ideologisch motivierter Schlag gegen die Selbstbestimmung und den sozialen Zusammenhalt. Hier zeigt die Union unter Merz ihr wahres Gesicht.

𝔻𝕖𝕦𝕥𝕤𝕔𝕙𝕝𝕒𝕟𝕕𝕤 𝕜𝕣𝕒𝕟𝕜𝕖: ℙ𝕒𝕥𝕚𝕖𝕟𝕥 ℤ𝕨𝕖𝕚𝕥𝕖𝕣 𝕂𝕝𝕒𝕤𝕤𝕖 Vorwort:𝙏𝙚𝙧𝙢𝙞𝙣-𝘾𝙝𝙚𝙘𝙠 𝙨𝙩𝙖𝙩𝙩 𝙈𝙚𝙙𝙞𝙯𝙞𝙣-𝘾𝙝𝙚𝙘𝙠: 𝙒𝙞𝙚 𝙙𝙖𝙨 𝙕𝙬𝙚𝙞-𝙆𝙡𝙖𝙨𝙨𝙚𝙣-𝙎𝙮𝙨𝙩𝙚𝙢 𝙪𝙣𝙨𝙚𝙧𝙚...
16/01/2026

𝔻𝕖𝕦𝕥𝕤𝕔𝕙𝕝𝕒𝕟𝕕𝕤 𝕜𝕣𝕒𝕟𝕜𝕖: ℙ𝕒𝕥𝕚𝕖𝕟𝕥 ℤ𝕨𝕖𝕚𝕥𝕖𝕣 𝕂𝕝𝕒𝕤𝕤𝕖

Vorwort:

𝙏𝙚𝙧𝙢𝙞𝙣-𝘾𝙝𝙚𝙘𝙠 𝙨𝙩𝙖𝙩𝙩 𝙈𝙚𝙙𝙞𝙯𝙞𝙣-𝘾𝙝𝙚𝙘𝙠: 𝙒𝙞𝙚 𝙙𝙖𝙨 𝙕𝙬𝙚𝙞-𝙆𝙡𝙖𝙨𝙨𝙚𝙣-𝙎𝙮𝙨𝙩𝙚𝙢 𝙪𝙣𝙨𝙚𝙧𝙚 𝙂𝙚𝙨𝙪𝙣𝙙𝙝𝙚𝙞𝙩 𝙨𝙥𝙖𝙡𝙩𝙚𝙩

von Peter Ries

Wer in Deutschland schnell gesund werden will, braucht oft nicht nur einen guten Arzt, sondern vor allem die richtige Versicherungskarte. Während Kassenpatienten monatelang warten, genießen Privatversicherte Vorfahrt. Doch das Problem sitzt tiefer: Ein kaputtes Honorarsystem und der dramatische Pflegenotstand gefährden die Versorgung für uns alle. Ein Plädoyer für mehr Fairness, bessere Bezahlung für Fachkräfte und das Ende der Medizin nach Kassenlage.

𝗗𝗮𝘀 deutsche Gesundheitssystem schmückt sich gerne mit dem Prädikat der Weltklasse. Doch wer heute versucht, einen Termin beim Kardiologen oder Hautarzt zu bekommen, erlebt eine bittere soziale Wahrheit:

Die medizinische Versorgung ist längst zur Frage des Kontostands verkommen. Während das Grundgesetz die körperliche Unversehrtheit als hohes Gut garantiert, entscheidet in der Realität der Wartezimmer oft der Versicherungsstatus über die Geschwindigkeit der Heilung. Die Parallelexistenz von gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist kein Ausdruck von Wahlfreiheit, sondern ein tiefer Riss im Fundament unserer Gesellschaft.

Diese Spaltung beginnt bereits am Telefon. Privatversicherte rücken bei der Terminvergabe im Schnitt fast einen Monat schneller vor als jene, die auf die gesetzliche Solidargemeinschaft angewiesen sind. Doch der Zeitdiebstahl endet nicht am Empfangstresen.

Wenn ein Arzt für einen Privatpatienten doppelt so viel Zeit aufbringen kann wie für ein Kassenmitglied, ist das keine Effizienz, sondern eine medizinisch bemäntelte Diskriminierung. Dass innovative Therapien und moderne Medikamente für Privatpatienten oft sehr viel früher zugänglich sind, macht den Unterschied im Ernstfall zu einer Frage über Leben und Tod. Wir haben ein System geschaffen, in dem Fortschritt erst dann bei der breiten Masse ankommt, wenn er sich für die private Klientel bereits ausgezahlt hat.

Um eines klarzustellen: Wir brauchen exzellente Ärzte, und diese müssen für ihre enorme Verantwortung auch gut verdienen dürfen. Das Problem ist nicht das ärztliche Einkommen, sondern eine Honorarstruktur, die Mediziner in ein Korsett aus Budgetierung und Fallpauschalen zwängt. Dieses System bestraft die Zeit, die sich ein Arzt für seinen Patienten nimmt, finanziell.

Wir müssen den Ärzten deutlich mehr Mittel zukommen lassen, um sie im System zu halten und ihnen die Freiheit zu geben, Medizin nach Notwendigkeit statt nach Abrechnungsziffern zu betreiben. Nur wer fair und verlässlich bezahlt wird, kann sich vollends auf das Patientenwohl konzentrieren, ohne durch ökonomischen Druck zur Fließbandarbeit gezwungen zu werden.

𝗣𝗲𝗿𝘀𝗼𝗻𝗮𝗹𝗺𝗮𝗻𝗴𝗲𝗹 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗳𝗹𝗲𝗴𝗲:

Die gleiche fatale Logik frisst sich wie ein Krebsgeschwür durch die Pflege. Der dramatische Personalmangel in Kliniken und Heimen ist kein Schicksalsschlag, sondern die Folge eines Systems, das Rendite über Respekt stellt. Während Milliarden in einem ineffizienten dualen Versicherungssystem versickern, fehlt es an der Basis an Anerkennung und einer Bezahlung, die der existenziellen Bedeutung der Pflegearbeit gerecht wird. Wir erleben eine Flucht aus den Pflegeberufen, weil die Menschen dort nicht mehr bereit sind, ihre eigene Gesundheit für ein System zu opfern, das ihre Leistung finanziell und ideell entwertet.

𝙒𝙚𝙧 𝙙𝙞𝙚 𝙕𝙬𝙚𝙞-𝙆𝙡𝙖𝙨𝙨𝙚𝙣-𝙈𝙚𝙙𝙞𝙯𝙞𝙣 𝙗𝙚𝙠𝙡𝙖𝙜𝙩, 𝙙𝙖𝙧𝙛 𝙯𝙪𝙢 𝙋𝙛𝙡𝙚𝙜𝙚𝙣𝙤𝙩𝙨𝙩𝙖𝙣𝙙 𝙣𝙞𝙘𝙝𝙩 𝙨𝙘𝙝𝙬𝙚𝙞𝙜𝙚𝙣

Die finanzielle Architektur dieses Dualismus ist zudem zynisch. Während junge Gutverdiener in der privaten Versicherung von niedrigen Beiträgen profitieren, schlägt im Alter oft die Kostenfalle unerbittlich zu. Gleichzeitig wird der Kassenpatient durch eine Flut von Zuzahlungen belastet, die besonders chronisch Kranke an den Rand ihrer Existenz treiben. Wenn zum Beispiel ein ordentlicher Zahnersatz zum Luxusgut wird, ist das ein Armutszeugnis für einen sich weltweit rühmenden Sozialstaat. Auch die wachsende Macht der "IGeL-Leistungen", die bar auf die Hand gezahlt werden müssen, macht Praxisräume zum Marktplatz, auf dem die Ethik gegen betriebswirtschaftliche Optimierung eingetauscht wird.

𝙀𝙞𝙣 𝘽𝙡𝙞𝙘𝙠 𝙪̈𝙗𝙚𝙧 𝙙𝙞𝙚 𝙂𝙧𝙚𝙣𝙯𝙚𝙣 𝙯𝙚𝙞𝙜𝙩, 𝙙𝙖𝙨𝙨 𝙚𝙨 𝙖𝙣𝙙𝙚𝙧𝙨 𝙜𝙚𝙝𝙩:

Länder wie Schweden oder Kanada beweisen, dass Einheitssysteme funktionieren. Die Lösung erfordert den Mut zur politischen Konfrontation: Wir brauchen eine Bürgerversicherung, die alle Einkommensarten einbezieht, und eine Honorarreform, die den Arzt für seine Leistung fair bezahlt - völlig unabhängig vom Versicherungsstatus des Gegenübers. Gleichzeitig muss die Aufwertung der Pflegeberufe zur nationalen Priorität werden, um den Kollaps der Versorgung abzuwenden.

Eine gerechte Gesundheitsversorgung für alle ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht. Wenn die Politik weiterhin davor die Augen verschließt, bleibt die Gesundheit weiterhin eine Ware, deren Qualität sich streng nach der Dicke des Portemonnaies richtet.



ᵇⁱˡᵈ: ᵖᵏᵛ ᵛˢ: ᵍᵏᵛ
ᵈᵉʳ ᵘⁿᵗᵉʳˢᶜʰⁱᵉᵈ ⁱᵐ ʷᵃʳᵗᵉᶻⁱᵐᵐᵉʳ
ᵖ.ʳⁱᵉˢ/ᵏⁱ-ᵍᵉⁿᵉʳʳⁱᵉʳᵗ

💠 𝗩𝗲𝗿𝗺𝘂̈𝗹𝗹𝘂𝗻𝗴 𝗶𝗻 𝗪𝗼𝗵𝗻𝗾𝘂𝗮𝗿𝘁𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻: 𝗘𝗶𝗻 𝗞𝗿𝗲𝗶𝘀𝗹𝗮𝘂𝗳 𝗮𝘂𝘀 𝗗𝗲𝘀𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗲𝘀𝘀𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗭𝘂𝘀𝘁𝗮̈𝗻𝗱𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁𝘀𝗽𝗿𝗼𝗯𝗹𝗲𝗺𝗲𝗻Die Sauberkeit und Ordnung i...
29/12/2025

💠 𝗩𝗲𝗿𝗺𝘂̈𝗹𝗹𝘂𝗻𝗴 𝗶𝗻 𝗪𝗼𝗵𝗻𝗾𝘂𝗮𝗿𝘁𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻: 𝗘𝗶𝗻 𝗞𝗿𝗲𝗶𝘀𝗹𝗮𝘂𝗳 𝗮𝘂𝘀 𝗗𝗲𝘀𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗲𝘀𝘀𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗭𝘂𝘀𝘁𝗮̈𝗻𝗱𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁𝘀𝗽𝗿𝗼𝗯𝗹𝗲𝗺𝗲𝗻

Die Sauberkeit und Ordnung in lokalen Wohnquartieren wird zunehmend durch ein unübersehbares Problem getrübt: Vermüllung!

Was als kleine Unachtsamkeit beginnt, entwickelt sich vielerorts zu einer chronischen Belastung für das Wohnumfeld:

Überfüllte Müllcontainer prägen das Bild, während Abfall, der bereits bei der Entleerung von den Containern fällt, vom Entsorger oft achtlos liegengelassen wird. Besonders kritisch zeigt sich der Zustand der Containerboxen, die seit geraumer Zeit nicht mehr gereinigt werden und so zur Geruchsbelästigung beitragen. Die Ursachenforschung für diesen Zustand ist vielschichtig. Ein zentraler Punkt ist die offensichtliche Unterkapazität: Es stehen schlichtweg zu wenige Müllcontainer für eine zu hohe Anzahl an Mietern zur Verfügung.

Verschärft wird die Situation durch menschliches Fehlverhalten. Beobachtungen zeigen, dass Müll teilweise achtlos von Kindern entsorgt wird, ohne dass Eltern einschreiten, gepaart mit einem generellen Desinteresse an Ordnung und Sauberkeit. Besonders frustrierend für engagierte Anwohner ist die mangelnde Resonanz der Verantwortlichen. Meldungen über missbräuchliche Zustände verhallen oft ungehört.

Weder die Entsorgungsunternehmen noch der Dienstleister für die Wartung der Müllcontainer scheinen sich in der Verantwortung zu sehen, die Zuständigkeiten werden hin- und hergeschoben.

Auch digitale Lösungsansätze wie die App "Düsseldorf bleibt sauber" bieten keine verlässliche Abhilfe, da Meldungen dort nach Berichten zahlreicher Bürger gar nicht oder nicht rechtzeitig bearbeitet werden.
In der Konsequenz bleibt nach den Leerungen regelmäßig Restmüll auf den Gehwegen oder neben den Containern liegen. Dies beeinträchtigt nicht nur die Ästhetik des Wohnortes für Besucher, sondern führt zu einem weitaus ernsteren Problem: Die Vermüllung zieht verstärkt Ratten an und wird so zu einer hygienischen Gefahr.

Ein identisches Bild zeichnet sich beim Sperrmüll ab. Regelmäßig werden Gegenstände an die Straße gestellt, die entweder nicht angemeldet wurden oder die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht mitgenommen werden. Da sich auch hier niemand für die Nachreinigung zuständig fühlt, bleiben die Überreste oft über lange Zeiträume am Straßenrand liegen und verschlimmern den Eindruck der Quartiers Verwahrlosung.

Um diesen negativen Trend zu stoppen, sind zielführende Maßnahmen unumgänglich. Ein sauberes Wohnquartier erfordert eine Kombination aus verstärkter Mieteraufklärung, einer bedarfsgerechten Aufstockung der Containerkapazitäten und einer effektiven, koordinierten Mitwirkung durch die Entsorgungsunternehmen (Vertragsanpassung). Nur durch eine klare Übernahme aller von Verantwortung kann die fortschreitende Vermüllung der Quartiere dauerhaft verhindert werden.

🔸️PS:
Es stellt sich die Frage, ob der Vertrag zwischen Stadt und der Müllentsorgungsunternehmen so erweitert werden kann, dass Abfall, der von einem überfüllten Container gefallen ist, zwingend mit entsorgt werden muss?

Peter Ries

Bezirksvertreter für Düsseldorf 10 Garath-Hellerhof
Mitgl. im Ausschuss: Öffentliche Einrichtungen - Stadtökologie - Abfallmanagement u. Bevölkerungsschutz

̈llentsorgung ̈sseldorf

𝗗𝗮𝘀 𝗯𝗶𝘁𝘁𝗲𝗿𝗲 𝗦𝘆𝗺𝗯𝗼𝗹𝗯𝗶𝗹𝗱 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗡𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 𝗶𝗺 𝗥𝘂̈𝗰𝗸𝘄𝗮̈𝗿𝘁𝘀𝗴𝗮𝗻𝗴 🤔Kommentar Peter Ries Dass in einer Stadt wie Cottbus die Busse s...
26/12/2025

𝗗𝗮𝘀 𝗯𝗶𝘁𝘁𝗲𝗿𝗲 𝗦𝘆𝗺𝗯𝗼𝗹𝗯𝗶𝗹𝗱 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗡𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 𝗶𝗺 𝗥𝘂̈𝗰𝗸𝘄𝗮̈𝗿𝘁𝘀𝗴𝗮𝗻𝗴 🤔

Kommentar Peter Ries

Dass in einer Stadt wie Cottbus die Busse stillstehen, weil die Kraftstoffversorgung nicht gesichert ist, klingt wie ein schlechter Scherz, ist aber die traurige Realität im "neuen" Deutschland. Es ist das Ergebnis einer fatalen Fehlentwicklung, die unser Land vom Innovationsführer zur weltweiten Lachnummer 😁 degradiert.

𝗗𝗮𝘀 𝗛𝗮𝘂𝗽𝘁𝗽𝗿𝗼𝗯𝗹𝗲𝗺 𝗶𝘀𝘁 𝗵𝗮𝘂𝘀𝗴𝗲𝗺𝗮𝗰𝗵𝘁: Wir erleben eine Generation von Führungskräften, deren Ausbildung jeglichen Bezug zur Praxis verloren hat. In den Chefsesseln sitzen heute oft Theoretiker, die zwar jede Excel-Tabelle auf Kostenersparnis trimmen können, aber vom operativen Kerngeschäft keine Ahnung mehr haben. Wo früher Praktiker mit Bodenhaftung das Erbe unserer Väter aufbauten, verwalten heute "Manager- Nachkommen" den Mangel.

Wer nur in sterilen Hörsälen gelernt hat, wie man Boni maximiert, vergisst am Ende eben die einfachste Grundregel: Ohne Tankstelle fährt kein Bus. Doch selbst die fähigen Köpfe, die es noch gibt, werden durch einen monströsen Bürokratie-Apparat gelähmt. Deutschland erstickt an Vorschriften, Dokumentationspflichten und Genehmigungsverfahren.

Diese überbordende Regulierungswut macht jedes schnelle Handeln unmöglich und lässt selbst einfache logistische Aufgaben zu unüberwindbaren Hürden werden. Wir verwalten uns zu Tode, während die Infrastruktur zerfällt. Es ist eine Schande für den Standort Deutschland.

"𝗠𝗮𝗱𝗲 𝗶𝗻 𝗚𝗲𝗿𝗺𝗮𝗻𝘆" 🇩🇪 war einmal ein Versprechen für Qualität und Intelligenz. Heute ist es eine Warnung vor einem Land, das vor lauter Paragraphen den Weg nicht mehr findet.

Wenn wir nicht schleunigst zurück zur praktischen Vernunft finden und diesen bürokratischen Wasserkopf radikal stutzen, wird Cottbus nur der Anfang vom Ende unserer einstigen Wirtschaftsmacht sein.

Wir brauchen keine "Wirtschafts- Analphabeten" in Führungs- positionen, sondern Macher, die Verantwortung nicht nur buchstabieren, sondern auch tragen!

Zum Artikel:
https://m.bild.de/regional/berlin/brandenburg-busse-stehen-rum-weil-es-keine-tankstelle-gibt-69493e23ba368aa0126a0cf4?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

💠 𝕁𝕒𝕙𝕣𝕖𝕤𝕣𝕦̈𝕔𝕜𝕓𝕝𝕚𝕔𝕜 2️⃣0️⃣2️⃣5️⃣ 𝔻𝕖𝕣 𝕋𝕣𝕚𝕦𝕞𝕡𝕙 𝕕𝕖𝕣 𝕍𝕖𝕣𝕟𝕦𝕟𝕗𝕥 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕤𝕠 𝕒̈𝕙𝕟𝕝𝕚𝕔𝕙)Von Peter Ries Willkommen zum Rückblick auf d...
07/12/2025

💠 𝕁𝕒𝕙𝕣𝕖𝕤𝕣𝕦̈𝕔𝕜𝕓𝕝𝕚𝕔𝕜 2️⃣0️⃣2️⃣5️⃣
𝔻𝕖𝕣 𝕋𝕣𝕚𝕦𝕞𝕡𝕙 𝕕𝕖𝕣 𝕍𝕖𝕣𝕟𝕦𝕟𝕗𝕥 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕤𝕠 𝕒̈𝕙𝕟𝕝𝕚𝕔𝕙)

Von Peter Ries

Willkommen zum Rückblick auf das Jahr 2025, das Jahr, in dem wir alle gelernt haben, dass Stabilität die aufregendste Form des Chaos ist. Wir haben die großen Herausforderungen der Welt nicht nur ignoriert, sondern sie zu unseren besten Freunden erklärt.

🔸️𝗣𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝗸: 𝗗𝗲𝗿 𝗔𝘂𝗳𝘀𝘁𝗮𝗻𝗱 𝗱𝗲𝗿 𝗡𝗼𝗿𝗺𝗮𝗹𝗶𝘁𝗮̈𝘁

In den USA war die Rückkehr von Lügenbaron Donald Trump als Präsident so sanft und unaufgeregt wie eine Achterbahnfahrt auf dem Mount Everest. Die versprochene Mauer wurde endlich fertiggestellt - allerdings nicht aus Beton, sondern als ein 3.000 Kilometer langer, solarbetriebener LED-Bildschirm, der 24/7 die besten Clips seiner Amtszeit abspielt. Wirtschaftlich lief es blendend: Die Inflation wurde besiegt, indem die Regierung einfach verkündete, dass hohe Preise ein Zeichen für "luxuriösen Wohlstand" seien. Das internationale Ansehen der USA war so hoch, dass man es von der Erde aus sehen konnte. Also, fast.

🔸️𝗗𝗶𝗲 𝗹𝗲𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗩𝗲𝗿𝘀𝗽𝗿𝗲𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗯𝗹𝘂̈𝗵𝗲𝗻: 𝗕𝗲𝗿𝗹𝗶𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗕𝗿𝘂̈𝘀𝘀𝗲𝗹

In Deutschland feierte Kanzler Merz den "Aufbruch der Mitte" mit der Ankündigung, dass die Wirtschaft 2026 wieder wachsen würde, solange wir alle fest daran glauben. Die Erfüllung seiner zentralen Wahlversprechen war spektakulär: Er versprach, die Bürokratie zu bekämpfen, und prompt wurde ein neues Bundesamt für "Bürokratie- Reduktion- Überwachung" gegründet.

Der Koalitionspartner "Die Grünen", rettete derweil das Klima mit dem verpflichtenden "Veggie-Donnerstag" in allen Amtsstuben. Der Ausbau der Windkraft scheiterte zwar an der neuen Bundesvorschrift, dass die Anlagen nicht höher sein dürfen als der kleinste Gartenzwerg im Umkreis von 5 Kilometern, aber moralisch waren wir ganz vorne.

🔸️𝗦𝗸𝗮𝗻𝗱𝗮𝗹𝗯𝗲𝘄𝗮̈𝗹𝘁𝗶𝗴𝘂𝗻𝗴, 𝗔𝗯𝘄𝗲𝗵𝗿 𝘂𝗻𝗱 𝗕𝘂̈𝗿𝗴𝗲𝗿𝗴𝗲𝗹𝗱:

Das Ermittlungsverfahren zum undurchsichtigen Maskengeschäft des ehemaligen Gesundheitsministers wurde 2025 offiziell eingestellt. Begründung: Die juristische Komplexität sei so hoch gewesen, dass die Akten nunmehr als immaterielles Kulturerbe gelten und nicht angetastet werden dürfen. Problem gelöst!

Ein großer Triumph deutscher Ingenieurskunst zeigte sich jedoch beim Bürgergeld. Die Politik schaffte es, das heilige Recht auf ungestrafte Arbeitsverweigerung erfolgreich zu verteidigen. Dank übermächtiger Bürokratie scheiterten alle Sanktionen, und die "Leistungs-Minimalisten" können nun weiterhin ungestört die staatlich finanzierte Muße genießen, während sie ihre Netflix-Empfehlungen aktualisieren. Ein leuchtendes Beispiel dafür, dass der Staat Probleme auch auf lange Sicht verwalten kann.

Die Bundeswehr sicherte sich derweil ihren Nachwuchs durch die revolutionäre Taktik, Rekruten nicht mit Idealismus, sondern mit der Subventionierung des Pkw-Führerscheins zu locken. Denn nichts schreckt den Feind im Ernstfall mehr ab als ein perfekt eingeparktes Militärfahrzeug, während man auf den öffentlichen Nahverkehr wartet.

In Europa verbrachten wir den Rest des Jahres damit, uns kollektiv darauf zu einigen, dass wir uns bei nichts einig sind. Die größten EU-Gipfel endeten mit der bahnbrechenden Entscheidung, die Sitzordnung zu ändern. Putin hingegen lieferte eine Meisterleistung der geopolitischen Stasis: Das große globale Konfliktgebiet befand sich 2025 in einer Art meditativem Schwebezustand. Nichts bewegte sich, niemand gewann, aber alle bekamen regelmäßig Updates über Telegram. Es war der Beweis, dass eine echte Patt-Situation auch eine Form des Friedens ist.

🔸️𝗞𝗹𝗶𝗺𝗮: 𝗗𝗶𝗲 𝗴𝗿𝗼ß𝗲 𝗔𝗯𝗸𝘂̈𝗵𝗹𝘂𝗻𝗴 (𝗱𝗲𝗿 𝗗𝗲𝗯𝗮𝘁𝘁𝗲)

Das Klima war 2025 der eigentliche Star. Nach dem heißesten Sommer in der Geschichte der Menschheit, der uns Rekordtemperaturen von nur 45 Grad bescherte, verkündeten die führenden Köpfe der Welt den Triumph der Anpassung. Wir haben das Klima nicht gerettet, aber wir haben gelernt, uns fantastisch anzuziehen, während wir schmelzen.

Die Umweltschutzbewegung feierte ihren größten Sieg: Die weltweite Umstellung von Plastikstrohhalmen auf essbare Plastikstrohhalme. Problem gelöst! Gleichzeitig wurden die schmelzenden Gletscher offiziell als "erweiterte Wasserstraßen für Luxus-Kreuzfahrtschiffe" umgewidmet. Ein Win-Win für die Wirtschaft und die Umwelt. Wer braucht schon Eis, wenn man eine bessere Aussicht hat?

🔸️𝗚𝗲𝘀𝗲𝗹𝗹𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁 & 𝗧𝗲𝗰𝗵𝗻𝗼𝗹𝗼𝗴𝗶𝗲: 𝗘𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵 𝗲𝗵𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵

Die Technologie lieferte den perfekten Soundtrack zum Wahnsinn. Der neue Social-Media-Trend war die "Authentizitäts-Challenge", bei der Nutzer posteten, wie glücklich sie wirklich waren - was natürlich zu einem globalen Wettbewerb im passiv-aggressiven Glücklichsein führte.

Zum wiederholten Male feierten Millionen von Menschen die ergebnislose Forderung nach der Abschaffung der Zeitumstellung.
Die EU-Kommission versprach, das Thema nun "mit der gebotenen Eile" in der nächsten Dekade zu prüfen, während alle pünktlich im März eine Stunde Lebenszeit verloren und im Oktober wiederfanden - was beides gleichermaßen als sinnlos empfunden wurde.

🔸️𝗔𝗿𝗺, 𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗲𝗸𝗮𝗱𝗲𝗻𝘁

Armut als Prime-Time-Hit
Kulturell erlebten wir den Zenith der Gesellschaftsanalyse. Sendungen wie Armes Deutschland und Hartz Rot Gold erreichten Rekordquoten, weil sie uns jeden Abend auf faszinierende Weise bewiesen, dass Armut ein zutiefst unterhaltsamer Lebensstil ist, solange man ihn nur lang genug filmt. Parallel dazu boten Die Geissens, die wohlhabendste Komikerfamilie des Planeten, den nötigen Kontrast: Sie bewiesen täglich, dass Reichtum die höchste Form der Performance-Kunst ist, die keine tatsächlichen Witze erfordert - nur Yachten und goldene Wasserhähne.

🔸️𝗥𝗲𝘁𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗿 𝗟𝗮𝗻𝗴𝗲𝘄𝗲𝗶𝗹𝗲

Und natürlich: Elon Musk. Das Jahr begann damit, dass er Twitter, pardon, X, in 'X Æ A-12' umbenannte, nur um es zwei Wochen später wieder in 'The Good Old Days App' zurückzubenennen. Sein größter Coup war die erfolgreiche Entsendung eines Tesla Cybertrucks zum Mars, beladen mit 10.000 Flaschen seines eigenen Energy-Drinks. Der Cybertruck landete perfekt, lieferte die Ladung ab und sendete ein letztes Lebenszeichen: "Battery Low." Er bewies damit einmal mehr, dass die Lösung für ein Problem, das niemand hat, stets ein Raketenstart ist.

Der heimliche Gewinner des Jahres war jedoch der KI-Ohrhörer. Er lieferte jedem Träger eine personalisierte, auf seine Ängste zugeschnittene Verschwörungstheorie in Echtzeit. Die Menschheit war nie zuvor so gut informiert und so herrlich verunsichert.

Am Ende war 2025 das Jahr, in dem wir erkannten, dass die größte Bedrohung nicht die globale Erwärmung oder der Krieg ist, sondern die unaufhaltsame Flut mittelmäßiger Berichterstattungen und Nachrichten, die wir alle so sehr lieben und natürlich auch wegen der zahlreich - mittelmäßigen Protagonisten.

𝗗𝗶𝗲 𝗛𝗼𝗳𝗳𝗻𝘂𝗻𝗴 𝗮𝘂𝗳 𝗲𝗶𝗻 𝗯𝗲𝘀𝘀𝗲𝗿𝗲𝘀 𝗝𝗮𝗵𝗿 𝘀𝘁𝗶𝗿𝗯𝘁 𝘇𝘂𝗹𝗲𝘁𝘇𝘁 𝗲𝘁𝘄𝗮 𝘀𝗼 𝗴𝗲𝗴𝗲𝗻 𝗘𝗻𝗱𝗲 2️⃣0️⃣2️⃣6️⃣ 🎊

Da politisch bis Jahresende sowieso nichts Bahnbrechendes mehr passiert, wurde der Rückblick bereits im Dezember 25 von mir erstellt.

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