11/09/2026
Gestern fand das Seminar „KI, Datenschutz und digitale Kontrolle im Betrieb – Rechte und Hand-lungsmöglichkeiten für Beschäftigte“ im DGB-Haus in Mönchengladbach statt. Der Stadtverband hatte gemeinsam mit dem DGB-Bildungswerk NRW dazu eingeladen. Im Mittelpunkt stand die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung in der Arbeitswelt.
Der Seminarraum war voll und zeigte damit die große Relevanz des Themas für die betriebliche Praxis. Zahlreiche Betriebsrät*innen nutzten die Gelegenheit, sich über die aktuellen Entwicklungen rund um KI, Digitalisierung und Datenschutz zu informieren und ihr Wissen für die eigene Arbeit im Betrieb zu erweitern.
Deutlich wurde, dass der Einsatz von KI nicht ausschließlich eine technische oder wirtschaftliche Frage ist. Digitale Systeme können unmittelbare Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen, Leistungs- und Verhaltenskontrolle sowie den Datenschutz der Beschäftigten haben.
Für die Interessenvertretung ist es daher wichtig, frühzeitig zu erkennen, welche Systeme im Betrieb eingesetzt werden oder künftig eingesetzt werden sollen. Besonders in den Blick genommen werden muss dabei die Frage, welche Daten verarbeitet werden und welche konkreten Auswirkungen der Einsatz solcher Systeme auf die Beschäftigten und ihre Arbeitsbedingungen hat.
In einer Zeit, in der die Digitalisierung immer schneller voranschreitet, wird es zunehmend wichtiger bei Einsatz von KI- und digitalen Systemen klare Regelungen zu schaffen und frühzeitig einen wirksamen Schutz der Beschäftigten sicherzustellen. Gerade deshalb ist Mitbestimmung bei der digitalen Transformation wichtige Voraussetzung dafür, dass technischer Fortschritt im Interesse der Beschäftigten gestaltet wird.
„Beim Einsatz von KI treffen zwei Interessen aufeinander: Auf der einen Seite stehen Systeme, die möglichst viele Daten benötigen, auf der anderen Seite steht der Anspruch der Beschäftigten auf Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung. Genau hier braucht es klare Regeln und eine starke Mitbestimmung. Es darf nicht sein, dass technische Möglichkeiten unkontrolliert Daten von Beschäftigten erheben und verarbeiten", Patrick Stock, Stadtverbandsvorsitzender.