Borkenberge

Borkenberge Die Borkenberge von Dülmen, Haltern am See und Lüdighausen Die Borkenberge
Borkenberge·Samstag, 11. (...) Sehr umweltbewusst zeigten sich die Briten dabei nicht.

Januar 2020·
In der Zeit danach wurden die Borkenberge nicht mehr militärisch genutzt, sondern dienten mit ihrer Heidelandschaft und einem kargen Baumbestand – überwiegend Nadelhölzer – insbesondere als Weideflächen für Schafherden, die in der damaligen Zeit in größerer Zahl von Sythener und auch Hullerner Bauern gehalten wurden. Sie besaßen dort Parzellen, die in Hullern als „Nummern“ bezeichnet

wurden. Zudem waren die Borkenberge auch ein beliebtes Wandergebiet. So hat Hermann Kusch, der Vorsitzende des Wegeausschusses des Sauerländer Gebirgsvereins – Bezirk Emscher-Lippe mit Sitz in Gelsenkirchen – in den 1920er- und 30er-Jahren in verschiedenen vom ihm herausgebrachten Wanderführern etliche Touren durch das heutige Halterner Stadtgebiet, so auch durch die Borkenberge, beschrieben. Damit war es vorbei, als nach dem Zweiten Weltkrieg die Briten die Borkenberge und auch das Gebiet zwischen Lavesum und Hülsten zu Truppenübungsplätzen machten. Sie setzten sich zunächst im ehemaligen Nobelhotel „Overrater Hof“ fest, das sie über Jahre als Einsatzzentrale für ihre hiesigen Aktivitäten nutzten und zogen von dort erst Mitte der 1950er-Jahre in das Camp an der Ecke Sythener Straße und der heutigen K 8 (sogenannte Sidney-Pincher-Straße), wo sie die ersten festen Unterkünfte gebaut hatten, die in späteren Jahren weiter ausgebaut wurden. An einem Samstag im Mai 1955 hatten sie dem Grafen von Westerholt mitgeteilt, dass sie am folgenden Montag einen Teil seines Waldes am Rand der Borkenberge zur Errichtung eines Barackenlagers abholzen würden. Dabei hatten sie wohl übersehen, dass die Bundesrepublik gerade ihre staatliche Souveränität zurückerhalten hatte. Der Graf klagte und bekam durch eine richterliche Verfügung des damals noch bestehenden Halterner Amtsgerichts Recht. Diese Verfügung wurde den Engländern präsentiert, die daraufhin auch tatsächlich die bereits begonnene Abholzung einstellten. (weiter)....Quellen: https://borkenberge.de.tl/Kurzgeschichte.htm

13/03/2026
Diese Kiefer ist verdurstet. Überall ist das der Fall. Diese Strobe (Pinus strobus), auch Weymouth-Kiefer, Weymouthskief...
19/01/2026

Diese Kiefer ist verdurstet. Überall ist das der Fall. Diese Strobe (Pinus strobus), auch Weymouth-Kiefer, Weymouthskiefer oder Seidenkiefer genannt, können eigentlich bis zu 500 Jahre alt werden. Der englischen Entdecker und Schriftsteller George Weymouth, brachte die Kiefer 1605 nach Europa.

Wir hatten die Seidenkiefer immer als Weihnachtsbaum zuhause. War auch gut, denn die Nadeln der Kiefer piksen nicht. Mein Nachbar nannte daher die Kiefer immer "Baum mit Gras".
Kommentare / Fotos: Burkhard Lüning

13/01/2026
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08/01/2026

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01/01/2026

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08/12/2025

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„WINTERLOCH TEIL 17!“ Im Winter 1943 wurde nach Aussagen einer damaligen Bewohnerin aus der Geisheide ein Wolf erschossen.

Der Wolf hat im Leben des Menschen seit 200 Jahren keine Rolle mehr. Doch plötzlich taucht er fast überall wieder auf. Und er wird von vielen Menschen wie damals als Bösewicht dargestellt, dabei ist seine Kinderstube schuld, wie bei uns Menschen. Dort lernen die kleinen Wölfe Aggressivität, Machtkämpfe usw., aber auch Liebe und Angst.

Wölfe in unserer Heimat. Bei einer solchen Nachricht gehen die Gedanken des Chronisten automatisch zurück. Wie anders erging es da unseren Vorfahren, die mit Wolfsplagen zu kämpfen hatten. Wölfe gab es auch in unserer Heimat. In den weiten, öden Heideflächen, Sumpfgebieten oder den großen Wäldern zwischen den einzelnen Dörfern fanden sie ihren Unterschlupf. So auch zwischen Recklinghausen und Münster. Besonders zwischen Sythen und Dülmen am Hellweg (heute sind dort die Silberseen) war um 1700 bis zum 1800. Jahrhundert eine Wolfshochburg. Sie waren eine Gefahr für das weidende Vieh und für die anderen Wildtiere, sogar für den Menschen. Im Winter brachen sie in Ställe ein, um Schafe zu reißen. Wenn es ganz schlimm wurde, fielen sie sogar Menschen an. Richtig sicher fühlte sich besonders im Winter niemand, wenn er im Dunkeln auf einem der einsamen Wege, wie etwa dem Hellweg, zwischen Sythen und Hausdülmen unterwegs war. Hier in der Gegend wurden sogar zwei Schluchten als Wolfsschluchten beschrieben.

So schrieb ein Wegeschreiber im Winter 1799:
Als ich mit einer Postkutsche den Hellweg zwischen Sythen und Dülmen befuhr, hörte ich in der Ferne Wolfsgeheul. Ich und die anderen Mitfahrer hatten große Angst. Denn wir kannten die Geschichten um den Wolf. Dann war es plötzlich still. Ich sah aus dem Kutschenfenster. Der Wolfsmond am Himmel schien hell, er war fast weiß. Der restliche Schnee glitzerte in seiner Helligkeit. Die Heide wirkte mit den verkrüppelten Bäumen und dem bizarren Schatten gespenstisch. Das plötzliche Wiehern der Pferde und das Geschrei des Kutschers rissen mich aus meinen Gedanken. Auch die anderen Fahrgäste schreckten hoch. Dann sah ich sie – Wölfe –, sie kamen von einem Hügel (der Wolfshügel war durch den Hellweg getrennt). Die rechte Seite gibt es noch. Die Linke musste dem Silbersee 3 weichen. Es waren zehn an der Zahl. Mit lautem Geheul und fletschenden Zähnen gingen sie auf die vier Pferde los. Der Kutscher versuchte, sie mit der Peitsche zu vertreiben. Er traf auch einige Wölfe, die dann heulend zurückwichen, aber sie griffen wieder an. Die Kutsche flog über den Hellweg. Für die Pferde gab es kein Halten mehr. Ich und die Mitfahrer hüpften teilweise bis unter das Kutschendach.
Plötzlich ein Knarren an den rechten Kutschenrädern! Oje – auch das noch. Wenn ein Rad bricht, werden die Pferde durchgehen und die Wölfe werden uns alle zerfleischen! Es waren nicht die Räder, die da knarrten, sondern das Eis in der Spurrinne barst. Dann zog einer der Mitfahrer eine Waffe, es war ein Revolver mit einem Sechskantlauf. Ein Schuss, ein Aufheulen – Treffer – dachte ich. Dann ließen die Wölfe ab. Anscheinend haben sie das Blut von ihrem getroffenen Artgenossen gewittert.

Im 30-jährigen Krieg waren Wölfe eine echte Landplage, so dass man sie mit Eifer verfolgte und jagte.

In manchen Gegenden, so wie zwischen Sythen, Reken und Münster, waren sogenannte Wolfsbläser, „Wulftüter“, angestellt, die zur Sicherheit der Wege des Abends durch Hörnblasen die Wölfe verscheuchten. Zum Fang der Wölfe verwendete man früher auch Wolfsangeln, ein Gerät, das manchem Fuchs ebenfalls zum Verhängnis wurde. Auch Wolfsjagden waren keine Seltenheit. Die dem Hause Sythen untertänigen Bauern wurden oftmals zu dieser Treibjagd aufgeboten. Diese Treibjagden waren nicht nur ein Vergnügen für die adligen Herren, sondern lagen auch im Interesse der Bauern zum Schutz ihrer Viehherden. Bei der Treibjagd versuchte man, die Wölfe in das Wolfsgarn zu treiben. Die hineingetriebenen Wölfe wurden durch Schuss- und Stichwaffen getötet. Eine weitere Art und Weise, die Wölfe zu erlegen, war die Wolfsfanggrube. Mit Lockspeisen sollten die Wölfe angelockt werden, um sie dann zu fangen oder zu erlegen. Viele Wolfsfanggruben gab es auch entlang des Hellwegs.

Um der Wolfsplage Herr zu werden, wurden große Treibjagden angesetzt. Als Folge wurde der Bestand der Wölfe immer geringer. Im ausgehenden 18. Jahrhundert war die Gefahr weitgehend gebannt. In der Nacht vom 11. zum 12. September 1826 gelang es einem Schäfer aus Haltern am See, den letzten Wolf in der Schmaloer Heide zu erlegen.

Im Winter 1943 wurde nach Aussagen einer damaligen Bewohnerin aus Sythen/Geisheide (sie wohnte damals, wo das Heimkehrerlager war, in der Baracke, sie steht heute noch da) ein Wolf erschossen. Der Wolf verfolgte uns Kinder immer auf dem Weg zur Schule nach Hausdülmen. Wir dachten erst, es wäre ein alter Hund gewesen. Doch als er die toten Haustiere ausbuddelte, wurde uns klar, dass es kein Hund, sondern ein Wolf war. Ein Heger von den Quarzwerken hat die Wolfsspuren verfolgt und zwischen der L 551 und Silbersee 2 den Wolf erschossen.
Story von: Autor Burkhard Lüning / Co-Autor Walter Wübbe
Angriff der Wölfe am Hellweg 1877 Grafik / Zeichnung (c) Burkhard Lüning 2006
Drei Seiten ( 25-27 ) in der neuen Lokallust Haltern / 09.12.2017
Hier eine Probe!
https://www.lokallust.de/Ausgaben/Ausgaben_Haltern_2017/Haltern_am_See_12_2017/files/assets/basic-html/index.html #25

Militär-Nutzung ist GlücksfallPanzer schützen natürliches Kleinod BorkenbergeLüdinghausen1800 Hektar ist der Truppenübun...
04/12/2025

Militär-Nutzung ist Glücksfall
Panzer schützen natürliches Kleinod Borkenberge
Lüdinghausen1800 Hektar ist der Truppenübungsplatz Borkenberge groß. Es handelt sich dank des militärischen Schutzes um ein herausragendes Heide- und Moorgebiet. Fachleute aus Politik, Forstwirtschaft und Umweltschutz diskutieren bereits über den Schutz nach der militärischen Nutzung.

1800 Hektar ist der Truppenübungsplatz Borkenberge groß. Es handelt sich dank des militärischen Schutzes um ein herausragendes Heide- und Moorgebiet. Fachleute aus Politik, Forstwirtschaft und Umweltschutz diskutieren bereits über den Schutz nach der militärischen Nutzung.

26/11/2025

Illegale Fahrten im Naturschutzgebiet Borkenberge bei Haltern: Polizei und Behörden führten wieder eine Kontrolle durch. Mehrere Personen wurden gefasst.

01/11/2025

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Dülmen
45721

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Die Borkenberge

In der Zeit danach wurden die Borkenberge nicht mehr militärisch genutzt, sondern dienten mit ihrer Heidelandschaft und einem kargen Baumbestand – überwiegend Nadelhölzer – insbesondere als Weideflächen für Schafherden, die in der damaligen Zeit in größerer Zahl von Sythener und auch Hullerner Bauern gehalten wurden. Sie besaßen dort Parzellen, die in Hullern als „Nummern“ bezeichnet wurden. (...) Zudem waren die Borkenberge auch ein beliebtes Wandergebiet. So hat Hermann Kusch, der Vorsitzende des Wegeausschusses des Sauerländer Gebirgsvereins – Bezirk Emscher-Lippe mit Sitz in Gelsenkirchen – in den 1920er- und 30er-Jahren in verschiedenen vom ihm herausgebrachten Wanderführern etliche Touren durch das heutige Halterner Stadtgebiet, so auch durch die Borkenberge, beschrieben.

Damit war es vorbei, als nach dem Zweiten Weltkrieg die Briten die Borkenberge und auch das Gebiet zwischen Lavesum und Hülsten zu Truppenübungsplätzen machten. Sie setzten sich zunächst im ehemaligen Nobelhotel „Overrater Hof“ fest, das sie über Jahre als Einsatzzentrale für ihre hiesigen Aktivitäten nutzten und zogen von dort erst Mitte der 1950er-Jahre in das Camp an der Ecke Sythener Straße und der heutigen K 8 (sogenannte Sidney-Pincher-Straße), wo sie die ersten festen Unterkünfte gebaut hatten, die in späteren Jahren weiter ausgebaut wurden.

Sehr umweltbewusst zeigten sich die Briten dabei nicht. An einem Samstag im Mai 1955 hatten sie dem Grafen von Westerholt mitgeteilt, dass sie am folgenden Montag einen Teil seines Waldes am Rand der Borkenberge zur Errichtung eines Barackenlagers abholzen würden. Dabei hatten sie wohl übersehen, dass die Bundesrepublik gerade ihre staatliche Souveränität zurückerhalten hatte. Der Graf klagte und bekam durch eine richterliche Verfügung des damals noch bestehenden Halterner Amtsgerichts Recht. Diese Verfügung wurde den Engländern präsentiert, die daraufhin auch tatsächlich die bereits begonnene Abholzung einstellten. (weiter)....Quellen: https://borkenberge.de.tl/Kurzgeschichte.htm