24/08/2022
Der CDU-Landtagskandidat im Wahlkreis 57 "Geestland" ist wohl noch etwas grün hinter den Ohren. Er tritt zum ersten Mal für den Landtag an und weiß wohl noch nicht, was der eigene Spitzenkandidat beruflich macht.
Worum geht's?
Die CDU plakatiert für die niedersächsische Landtagswahl am 9. Oktober fleißig Plakate mit der Aufschrift "Raus aus der Kreidezeit - Schulen digitalisieren".
Hat Niedersachsen einen Digitalminister?
Tatsächlich! Bernd Althusmann ist Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr UND DIGITALISIERUNG. Dabei hat Althusmann in seinem Ministerium auch noch extra einen Digitalisierungsstrategie-Staatssekretär.
Nebenbei ist Althusmann übrigens auch noch Spitzekandidat der CDU bei der Landtagswahl am 9. Oktober.
Passt das zusammen?
Nee. Wenn die CDU die fehlende Digitalisierung der Schulen kritisiert, diese aber selber seit Jahren verschläft, ist das ziemlich scheinheilig. Darauf hat unsere Genossin Elke zurecht hingewiesen, wir ihr in dem Screenshot in den Kommentaren lesen könnt.
Was sagt die CDU dazu?
Der CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis 57 "Geestland" zeigt in seiner Reaktion auf Elkes Hinweis, dass er sich auf Landesebene nicht auskennt. Er behauptet, für die Digitalisierung der Schulen sei der Kultusminister (SPD) zuständig.
Das ist falsch. Natürlich wird auch im Kultusministerium an Digitalisierungs-Themen gearbeitet. Dafür, dass die Digitalisierungs-Infrastruktur aber überhaupt erst in den Schulen ankommt, ist Althusmann zuständig. Und der macht seinen Job ziemlich mies.
Noch bis 9. Oktober hat der CDU-Kandidat Zeit, seinen Spitzenkandidaten zu fragen, was der denn so beruflich macht. Dann wird Minister Althusmann nämlich abgewählt.