02/09/2026
Fakten statt Populismus: Die Aktuelle Stunde zur „Coesfeld-Liste“ im Kölner Rat
In der heutigen Aktuellen Stunde des Rates haben wir über die Vorwürfe rund um den Umgang der Kölner Ausländerbehörde mit der „Coesfeld-Liste“ debattiert. Danke an Stadtdirektorin Prof. Dr. Dörte Diemert für die sachliche Aufarbeitung und umfassende Darstellung! Das Ergebnis ist eindeutig: Das Bild, das in manchen Medien gezeichnet wurde, entspricht nicht den Tatsachen.
Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:
🔹 Keine pauschale Ablehnung: Die Ausländerbehörde hat Einzelfallprüfungen wie rechtlich vorgeschrieben durchgeführt. Es gab Rückführungen und die Unterstützung der ZAB wurde genutzt, wo es rechtlich möglich war.
🔹 Zuständigkeits-Chaos bei der NRW-Landesregierung: Die Verteilung der Listen durch die ZABs am regulären Dienstweg (über die Bezirksregierung) vorbei hat landesweit für Chaos und Mehraufwand gesorgt.
🔹 Bessere Kommunikation notwendig: Ja, eine abgestimmte Gesamtrückmeldung hätte erfolgen müssen. Nein, das bedeutet nicht, dass Akten unbearbeitet blieben.
Viele Fragen rund um die Straffälligkeit der Teilnehmer des Bleiberechtsprogramms sind für uns noch ungeklärt. Aber Handlungsbedarf erkennen wir schon jetzt: Wir müssen das Kriterium Straffreiheit so definieren, wie der Begriff zu verstehen ist: Wer Straftaten begeht, kann nicht Teil des Kölner Bleiberechtsprogramm werden bzw. bleiben.
Denn unsere politische Haltung ist dabei unverändert: Wer sich an Recht und Gesetz hält, sich bei uns integriert und seinen Beitrag leistet, ist willkommen und verdient eine faire Bleibeperspektive. Das Kölner Bleiberechtsprogramm eröffnet Chancen – mit klaren Regeln und ohne falsche Toleranz bei Straffälligkeit.
Wir stehen für eine Migrationspolitik mit Herz und mit konsequenten Regeln: Integration fördern, Recht durchsetzen! 🌹
(RF)