Bündnis gegen Antisemitismus - BgA Köln

Bündnis gegen Antisemitismus - BgA Köln Fighting Antisemitism in Cologne (Germany)

Leider muss die Veranstaltung mit Luise Henckel am 20.11.2025 aufgrund von Krankheit abgesagt werden. Wir informieren ze...
20/11/2025

Leider muss die Veranstaltung mit Luise Henckel am 20.11.2025 aufgrund von Krankheit abgesagt werden. Wir informieren zeitnah über einen Ersatztermin!

https://www.instagram.com/p/DRQSk-pCD1y/

Zwischen dem 28.10.2025 und dem 29.11.2024 finden die diesjährigen Veranstaltungen der Kölner Aktionswochen gegen Antise...
21/10/2025

Zwischen dem 28.10.2025 und dem 29.11.2024 finden die diesjährigen Veranstaltungen der Kölner Aktionswochen gegen Antisemitismus statt. Organisiert werden die Aktionswochen gegen Antisemitismus vom Bündnis gegen Antisemitismus Köln in Kooperation mit dem AStA der Uni Köln und der Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Köln.

Hier die Übersicht über alle Veranstaltungen:

28.10.2025, 19:30 Uhr
Referent: Stephan Grigat
Titel: Kritische Theorie und Zionismus – Befreite Gesellschaft und Israel
Veranstaltungsort: Hörsaal VI, Hauptgebäude Uni Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

06.11.2025, 19.30:
Referent: Jakob Baier
Titel: Illuminati, Rothschilds, Zionisten. Antisemitismus im deutschen Gangsta-Rap
Veranstaltungsort: Hörsaal VI, Hauptgebäude Uni Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

10.11.2025, 19.30
Referent: Niklaas Machunsky
Titel: Buchvorstellung zu Alain Finkielkrauts »Revisionismus von links: Überlegungen zur Frage des Genozids«
Veranstaltungsort: Hörsaal VI, Hauptgebäude Uni Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

20.11.2025, 19.30
Referent: Olaf Kistenmacher
Titel: »Gegen den Geist des Sozialismus« - Anarchistische und kommunistische Kritik der Judenfeindschaft in der KPD zur Zeit der Weimarer Republik
Veranstaltungsort: Hörsaal VI, Hauptgebäude Uni Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

21.11.2025, 19.30
Referentin: Luise Henckel
Titel: Zur anachronistischen Wiederkehr des Antiimperialismus – Manichäismus, Autoritarismus und Antisemitismus in roten Gruppen
Veranstaltungsort: Hörsaal VI, Hauptgebäude Uni Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

26.11.2025, 19.30
Referent: Sven Ellmers
Titel: Kulturelle Konstante oder Bruch? Judenfeindschaft vor und in der Moderne
Veranstaltungsort: Hörsaal VI, Hauptgebäude Uni Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

29.11.2025, 14.00 - 18.00
Referent: Nikolas Lelle
Titel: „It’s Complicated – Workshop zur schwierigen Beziehung von Antisemitismus und Rassismus“
Veranstaltungsort: Hörsaal VI, Hauptgebäude Uni Köln, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln
Anmeldung nötig unter: [email protected]>

Die Ankündigungstexte zu den jeweiligen Veranstaltungen finden sich bald unter: https://bga-koeln.tumblr.com/

Gerne weisen wir auf diese von Ingo Elbe und Sven Ellmers verfasste Kritik an der "Jerusalemer Erklärung zu Antisemitism...
05/06/2025

Gerne weisen wir auf diese von Ingo Elbe und Sven Ellmers verfasste Kritik an der "Jerusalemer Erklärung zu Antisemitismus" hin.

Kritiker der IHRA-Antisemitismusdefinition behaupten gerne, die konkurrierende Jerusalemer Erklärung sei klarer und kohärenter. Doch das Gegenteil ist der Fall

Am 25.04.2025 wird Sebastian Tränkle  an der Universität zu Köln zum Thema "Der Widerruf des Kinderglücks" sprechen und ...
23/04/2025

Am 25.04.2025 wird Sebastian Tränkle an der Universität zu Köln zum Thema "Der Widerruf des Kinderglücks" sprechen und Albert Cohens Buch »Oh, ihr Menschenbrüder« vorstellen.
Beginnen wird die Veranstaltung um 19.00 im Hörsaal XII im Hauptgebäude der Universität zu Köln (Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln).

Hier der Ankündigungstext:
Im letzten Jahr ist mit über einem halben Jahrhundert Verspätung die deutsche Erstübersetzung von Albert Cohens »Oh, ihr Menschenbrüder« beim ça-ira Verlag erschienen. In der autobiographisch gefärbten Erzählung blickt der alternde Schriftsteller auf eine traumatische Episode seiner Marseiller Kindheit um 1900 zurück: Das Kind lernte an seinen zehnten Geburtstag, was es heißt, in einer Welt des Antisemitismus ein Jude zu sein. Totenklage, Anklage und Appell zugleich, bezieht Cohens Text seine Kindheitserfahrung auf die Vernichtung der europäischen Juden.

Auf der Veranstaltung sollen zum einen Passagen des Buchs zu Gehör gebracht werden, ergänzt durch Bilder aus der kongenialen Comicadaption des Charlie Hebdo-Zeichners Luz. Zum anderen werden die ästhetischen, philosophischen und historischen Dimensionen von Cohens Erzählung beleuchtet. Wie verhält sie sich zu anderen Versuchen einer Rückbesinnung auf die Kindheit, von Proust über Benjamin bis zu Adorno? Und welche politische Bedeutung kommt Cohens Erzählung in einer Gegenwart des globalisierten Antisemitismus zu?

Sebastian Tränkle ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin (Philosophie). Er arbeitet unter anderem zu Sprach- und Ideologiekritik, materialistischer Ästhetik und negativer Anthropologie. Gegenwärtig schreibt er ein Buch über ästhetische Selbstbildung, in dem es u. a. um das Verhältnis von Gesellschaftskritik und Ästhetizismus bei Oscar Wilde geht. Außerdem schreibt er für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, darunter die Jungle World. Neben einer Rezension von »Oh, ihr Menschenbrüder« für die Frankfurter Allgemeine Zeitung erschien im letzten Jahr ein Essay in der Sans Phrase zum Thema.

Die Veranstaltung wird gefördert durch den Diversity-Projekt-Fonds der Universität zu Köln.

Hier unser Statement zu den neusten Entgleisungen des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Bethlehem e.V. Darin heißt es unt...
01/02/2025

Hier unser Statement zu den neusten Entgleisungen des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Bethlehem e.V.

Darin heißt es unter anderem: "Die Positionen des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Bethlehem, der weiterhin von der Stadt Köln gefördert wird, tragen zur Verbreitung von israelbezogenem Antisemitismus bei und schaffen eine Atmosphäre, in der sich Kölner Jüdinnen und Juden zunehmend bedroht fühlen können. Dem gilt es endlich entschieden entgegenzutreten."

Der für seine notorische „Israelkritik" bekannte Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem e.V. veröffentlichte auf seiner Facebookseite jüngst einen übersetzten Beitrag des Journalistendarstellers...

Kommenden Dienstag (28.01.) referiert Prof. Dr. Oliver Decker zum Abschluss der Ringvorlesung an der Universität zu Köln...
26/01/2025

Kommenden Dienstag (28.01.) referiert Prof. Dr. Oliver Decker zum Abschluss der Ringvorlesung an der Universität zu Köln

Uhrzeit: 18:00 - 19:30 Uhr
Ort: Hörsaal H112 (IBW-Gebäude), Humanwissenschaftliche Fakultät, Herbert-Lewin-Str. 2; 50931 Köln

28.01.2025: Prof. Dr. Oliver Decker: Judenhass in Deutschland 2024 - Antisemitismus als politischer Code der Gegenwart

Unmittelbar nach den Massakern der klerikal-faschistischen Hamas in Israel am 7.10.2024 fand eine umfassende Solidarisierung mit dieser Terrororganisation statt. Überraschend war nicht nur die Empathielosigkeit mit den jüdischen Opfern. Überraschend war auch, dass diese Lücke ausgerechnet in jenen Bewegungen klaffte, die sich selbst „links" im politischen Koordinatensystem sehen, nicht nur in Deutschland. Trotz des Antisemitismus, trotz der massiven Gewalt gegen Homosexuelle und Frauen, war selbst aus queeren Bewegungen eine lautstarke Solidarisierung mit den Tätern zu vernehmen. Auch im anschließend eskalierenden Nahost-Konflikt blieb die Schuldzuweisung in vielen linken Gruppen ausschließlich auf Israel bezogen. Die Ratlosigkeit wegen dieser linken Sympathien für eine durch massive sexualisierte Gewalt und Antisemitismus geprägte Organisation ist deshalb groß. Was sind die Bedingungen für diese Parteinahme auch in der bundesdeutschen Linken und wie weit verbreitet ist der Antisemitismus in ihr? Im Vortrag werden diese Fragen auf theoretischer Grundlage und mit Bezug auf die Daten der Leipziger Autoritarismus Studie 2024 diskutiert.

Prof. Oliver Decker ist Direktor des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts für Demokratieforschung in Sachsen und Direktor des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung, beide Universität Leipzig, außerdem Professor für Sozialpsychologie an der Sigmund Freud Universität Berlin. Seit 2002 ist er Co-Leiter der Leipziger Autoritarismus Studien (LAS), die unter dem Namen „Mitte“-Studien Bekanntheit erlangten.

Weitere Informationen: https://blog.uni-koeln.de/niewiederistjetzt/

Kommenden Dienstag (14.01.) sind Vetreter:innen des Netzwerks jüdischer Hochschullehrender und der Fachstelle Antisemiti...
12/01/2025

Kommenden Dienstag (14.01.) sind Vetreter:innen des Netzwerks jüdischer Hochschullehrender und der Fachstelle Antisemitismus Köln im Rahmen der Ringvorlesung an der Universität zu Köln zu Gast:

Uhrzeit: 18:00 - 19:30 Uhr
Ort: Hörsaal H112 (IBW-Gebäude), Humanwissenschaftliche Fakultät, Herbert-Lewin-Str. 2; 50931 Köln

Offenes Gespräch mit dem Netzwerk jüdischer Hochschullehrender und der Fachstelle gegen Antisemitismus Köln.

Gäste: Michaela Artmann, Elisabeth Schilling, Stella Shcherbatova und Patrick Fels.

Um jüdische Perspektiven auf Antisemitismus auf dem Campus sichtbar zu machen und Einblicke in die Bildungs-, Dokumentations- und Beratungsarbeit zu Antisemitismus zu erhalten, haben wir Vertreter:innen des Netzwerks jüdischer Hochschullehrender und der Fachstelle Antisemitismus Köln für einen gemeinsamen Austausch eingeladen. In einem offenen Rahmen wollen wir u.a. die beiden Entstehungskontexte der beiden Institutionen, ihre Arbeitsweisen, Schwerpunkte und Ziele genauer kennenlernen, Einblicke in die Praxis erhalten und über aktuelle Herausforderungen und Dynamiken diskutieren. Das Netzwerk jüdischer Hochschullehrender gründete sich Ende 2023, um dem zunehmenden Antisemitismus an Hochschulen im deutschsprachigen Raum entgegenzutreten und ein gemeinsames Forum für Studierende und Lehrende zu schaffen. Die Fachstelle gegen Antisemitismus ist an das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln angegliedert und arbeitet in den drei Kompetenzbereichen Bildung, Beratung und Dokumentation. Eingeladen sind alle Studierende und Mitarbeitende der Universität zu Köln und weitere Interessierte.

Netzwerk jüdischer Hochschullehrender in Deutschland, Österreich und der Schweiz: https://n-j-h.de/

Fachstelle gegen Antisemitismus Köln: https://www.museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/default.aspx?s=2775

Weitere Informationen: https://blog.uni-koeln.de/niewiederistjetzt/

Kommenden Dienstag (07.01.) referiert Fabian Weber im Rahmen der Ringvorlesung an der Universität zu Köln:Uhrzeit: 18:00...
05/01/2025

Kommenden Dienstag (07.01.) referiert Fabian Weber im Rahmen der Ringvorlesung an der Universität zu Köln:

Uhrzeit: 18:00 - 19:30 Uhr
Ort: Hörsaal H112 (IBW-Gebäude), Humanwissenschaftliche Fakultät, Herbert-Lewin-Str. 2; 50931 Köln

Titel: „Postkolonial von rechts. Israel und die extreme Rechte in Deutschland nach 1945“

Angesichts des global gegen Israel aufflammenden Proteststurms, der bereits einsetzte vor dem auf die Hamas-Massaker des 7. Oktobers folgenden Waffengang „Eiserne Schwerter“ der israelischen Verteidigungsstreitkräfte, ist es angeraten, sich mit den ideologischen Hintergründen dieser Feindschaft auseinanderzusetzen. Dabei erscheint gerade der Blick auf den vermeintlichen ideologischen Antipoden, die extreme Rechte, hilfreich. Denn das antikolonial auffiebernde Ressentiment gegen Israel, als Symbol und Inbegriff des ›weißen Kolonialstaats‹, etablierte sich nicht minder in der Ideologieproduktion der extremen Rechten nach 1945. Dieser Kontext muss in die Auseinandersetzung mit diesem Topos einbezogen werden.

Neo-nationalsozialistischer Antisemitismus fusionierte mit geopolitischer Strategie, im Machtgeflecht des Kalten Kriegs einen Block ›dritter‹ Mächte jenseits und zwischen der Ost-West-Konfliktlinie zu formieren. Gegenüber Israel wurden verschiedene Positionen ausgelotet, die in dem Vortrag abgebildet und gewichtet werden, wobei sich eine Haltung des „kaltblütigen Abwartens“ durchsetzte, wie der Herausgeber der Zeitschrift „Nation Europa“ Arthur Ehrhardt 1967 die Parole ausgab. Diese Haltung eines radikalen Neutralismus extremer Rechter findet sich in verblüffend ähnlicher Weise im heutigen Rechtspopulismus.

Fabian Weber ist Historiker und forscht zur jüdischen Geschichte, zu Rechtsextremismus und Antisemitismus. Seine Dissertation erschien 2020 unter dem Titel „Projektionen auf den Zionismus. Nichtjüdische Wahrnehmungen des Zionismus im Deutschen Reich, 1897-1933“. Sein an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg angesiedeltes Post Doc-Projekt hat die emotionsgeschichtliche Analyse der Wechselwirkung von Antisemitismus und Tierschutz zum Gegenstand. Fabian Weber war als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ludwig-Maximilians-Universität und der Universität der Bundeswehr München sowie am Institut für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg beschäftigt. In Kürze erscheint ein Beitrag über „Armin Mohler, die Neue Rechte und der Antisemitismus 1950 bis 1995“ in den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte.

Weitere Informationen: https://blog.uni-koeln.de/niewiederistjetzt/

Auch in diesem Herbst finden zwischen dem 15.11.2024 und dem 25.11.2024 vier Veranstaltungen im Rahmen der Kölner Aktion...
03/11/2024

Auch in diesem Herbst finden zwischen dem 15.11.2024 und dem 25.11.2024 vier Veranstaltungen im Rahmen der Kölner Aktionswochen gegen Antisemitismus statt. Veranstaltet werden die Aktionswochen gegen Antisemitismus vom Bündnis gegen Antisemitismus Köln in Kooperation mit dem AStA Uni Köln der Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Köln und der Gesellschaft für kritische Bildung.

Hier die Übersicht über alle Veranstaltungen mit Orten und Uhrzeiten.

15. November 2024, 19 Uhr 30, Hörsaal XII, Hauptgebäude der Universität zu Köln (Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln)

Tom Uhlig: "Lang lebe der Widerstand". Zu den psychosozialen Grenzen der Aufklärung.

Selten springt die Irrationalität von Antisemitismus so sehr ins Auge wie in der gegenwärtigen Idealisierung und Verklärung islamistischer Terrorgruppen wie der Hamas oder des Palestine Islamic Jihad durch Gruppen mit progressivem Selbstverständnis. Die LGBTIQ- und frauenfeindliche Ideologie, der Antisemitismus und der brutal autoritäre Gesellschaftsentwurf der Islamisten stehen im krassen Widerspruch zu jedweder Form der Emanzipation. Dennoch werden sie zu Freiheitskämpfern stilisiert und ihre Gewalt gegen die Zivilbevölkerung – auch gegen die eigene – als legitimer Widerstand verharmlost. Qu**rs for Palestine setzen sich für eine Gesellschaft ein, in der ihre Rechte mit Füßen getreten werden, Kommunist_innen für eine kleptokratische Oligarchie, Antiimperialist_innen für die Ausweitung der Einflusssphäre des iranischen Terrorregimes. Menschenrechtsrhetorik paart sich mit Indifferenz oder gar der Unterstützung antisemitischer Vernichtungsaspirationen. Das Massaker palästinensischer Terrorgruppen vom 7. Oktober 2023 – Ausdruck genozidaler Ideologie – hat daran nichts geändert. Linke Grundüberzeugungen werden über Bord geworfen für das gemeinsame Ziel, Israel von der Landkarte zu tilgen. Diese Widersprüchlichkeit irritiert: Wie kann die offensichtliche Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit unbemerkt bleiben?

Tom Uhlig (M.Sc.) ist Politischer Referent und Mitglied der Redaktion der “Freien Assoziation. Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie”. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der IPU Berlin und hat Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt a.M. studiert.

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19. November 2024, 19 Uhr 30, Hörsaal XIb, Hauptgebäude der Universität zu Köln (Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln)

PD Dr. Martin Cüppers: Halbmond und Hakenkreuz. Zu den Ursachen des Nahostkonflikts bis 1948.

Nicht erst seit den Hamas-Massenverbrechen vom 7. Oktober 2023 und dem damit begonnenen Krieg wird der Beginn des Nahostkonflikts häufig fälschlicherweise auf das Jahr 1948 datiert und so mit der Gründung Israels gleichgesetzt. Dabei markieren schon Gewaltausbrüche ab den 1920er Jahren und zunehmende Radikalisierungstendenzen auf arabischer Seite maßgebliche Grundbedingungen, die für die weitere Konfliktgeschichte geradezu stilbildend wirkten. Bis heute nachwirkende Einflüsse entfaltete dann vor allem das nationalsozialistische Deutschland, das sich 1942 sogar anschickte, die Region militärisch zu erobern, womit der Nahe Osten auch ein Kapitel der Geschichte der Shoah geworden ist.
Diese verhängnisvollen und für ein angemessenes Verständnis des Konflikts grundlegenden Jahrzehnte werden von Martin Cüppers, dem wissenschaftlichen Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart, auf der Grundlage jahrelanger eigener Forschungen dargestellt.

PD Dr. Martin Cüppers studierte Geschichte und Romanistik u.a. an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach seiner Promotion 2004 und der Habilitation 2013 ist er seit 2014 wissenschaftlicher Leiter der renommierten Forschungsstelle Ludwigsburg und Privatdozent für Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart. In seinen Forschungen widmet er sich insbesondere der Shoah und anderen Bereichen nationalsozialistischer Vernichtungspolitik sowie Nachwirkungen und Ahndungsversuchen dieser Epoche. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählt u.a.: Halbmond und Hakenkreuz. Das Dritte Reich, die Araber und Palästina, Darmstadt 2006 (zusammen mit Klaus-Michael Mallmann).

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23. November 2024, 15.00, NS Dokumentationszentrum (Appellhofplatz 23-25,50667 Köln)

Lisa Frey: Verleugnet, verhöhnt, vergessen - zur mangelnden feministischen Solidarität in der Folge des 7. Oktobers

Der antisemitische Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 bedeutete eine Zäsur für jüdisches Leben weltweit. Teil dieser "genozidalen Botschaft" (E. Rolnik) waren systematisch eingesetzte Formen sexueller Gewalt und Folter, welche die Mehrheit der Opfer nicht überlebte. Trotz der massiven Form der geschlechtsspezifischen Gewalt blieb eine Solidarisierung in feministischen Kreisen in weiten Teilen aus. Bis heute wird die sexuelle Gewalt am 7. Oktober sowie in der Folge gegen israelische Geiseln in Gaza geleugnet - obwohl selbst UN Women einen klaren Bericht hierzu vorgelegt hat. Die Verhöhnung der Betroffenen und das lange Schweigen bedeuten einen Verrat, der den Antisemitismus in feministischen Zusammenhängen auf bittere Weise verdeutlicht und der nicht unkommentiert bleiben soll.
Nach dem Inputreferat soll es ausreichend Zeit für einen gemeinsamen Austausch geben.

Referentin: Lisa Frey, Sexualpädagogin & Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin i.A.

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25. November 2024, 19 Uhr 30, Hörsaal XIb, Hauptgebäude der Universität zu Köln (Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln)

Dr. Ulrike Becker: N***s am Nil – Die westdeutsch-ägyptischen Beziehungen in der Nachkriegszeit im Schatten des Nationalsozialismus

Die westdeutschen Beziehungen zu Ägypten wurden in der Nachkriegszeit geprägt von Akteuren, die in ihren mentalen Orientierungen und politischen Überzeugungen von den Erbschaften des Nationalsozialismus geprägt waren. So entschieden Diplomaten, die während des zweiten Weltkrieges die antiwestliche und antisemitische Politik mitgestaltet hatten, dass die Bundesregierung in den 1950er Jahren diplomatischen Beziehungen zu Israel aufnehmen sollte. Aber auch nichtstaatliche Akteure, wie ehemalige Nationalsozialisten, Wehrmachts-Generale und Rüstungsexperten, gestalteten als zentrale Akteure die deutsch-ägyptischen Beziehungen der Nachkriegszeit. Dabei spielte ein ehemaliger SS-Führer und Freund von Heinrich Himmler eine entscheidende Rolle, der während des Zweiten Weltkrieges für die „Reichswerke Hermann Göring“ die tschechische Rüstungsindustrie kontrolliert hatte. Raketenexperten, die während des Nationalsozialismus an der „V2“ Rakete und an Plänen für die Bombardierung New Yorks gearbeitet hatten, bauten in den 1960er Jahren Raketen für Ägyptens Präsident Nasser, die dieser gegen Israel einsetzen wollte. Einige der Experten identifizierten sich als „Vertriebene“ mit dem Schicksal der Palästinenser und agitierten gegen Israel. Deutsche N***s und ägyptische Politiker, die die NS-Zeit in Deutschland verbracht hatten, planten in der Nachkriegszeit gemeinsam die erste antiisraelische Kampagne der Nachkriegszeit. Der Vortrag beleuchtet, inwiefern die deutsch-ägyptischen Beziehungen von der NS-Vergangenheit geprägt waren und wie nach dem Zweiten Weltkrieg eine transformierte Form des Antisemitismus entstand.

Dr. Ulrike Becker studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Hamburg und wurde an der Universität Jena über die deutsch-ägyptischen Beziehungen in der Nachkriegszeit promoviert. Ihre Dissertation erschien unter dem Titel „N***s am Nil – die westdeutsch-ägyptische Beziehungen der Nachkriegszeit im Schatten des Nationalsozialismus“ im Vandenhoeck & Ruprecht Verlag. Sie arbeitet als Forschungsleiterin im Mideast Freedom Forum Berlin (MFFB) und entwickelt dort Konzepte für die antisemitismuskritische Bildungsarbeit, ist verantwortlich für Forschung und politische Beratung. Seit 2023 ist sie Research Fellow am Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS) an der katho in Aachen. Dort ist sie seit diesem Jahr Wissenschlaftliche Leiterin im projekts „Antisemitismus entgegentreten“.

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