18/05/2024
⚠️🚨Alle Teilnehmenden der Rave-Veranstaltung letzte Nacht im Zwischenwerk IX b in Gremberg - ACHTUNG! Wenn Ihr in den kommenden Stunden oder auch Tagen Symptome wie Benommenheit oder Schläfrigkeit verspürt, sucht unbedingt ein Krankenhaus auf oder wählt den Notruf 112! Sagt, dass Ihr möglicherweise eine Kohlenmonoxidvergiftung habt!!
Eine Kohlenmonoxidvergiftung, die nicht ärztlich behandelt wird, kann zu dauerhaften Hirn- und Nervenschäden führen und kurzfristig unter Umständen gar schwerwiegende Gesundheitsstörungen wie Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen verursachen. 🚨⚠️
Zum Einsatz: Um 1.47 Uhr wählte eine Feiernde den Notruf, weil ihre Freundin plötzlich zusammengebrochen war. Ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug wurden daraufhin zur Einsatzstelle an einer alten Befestigungs-/Bunkeranlage entsandt. Als die Einsatzkräfte die Location betraten, sonderten ihre mitgeführten Kohlenmonoxid-Warngeräte einen Alarm aus. Sie zeigten an, dass es einen massiv erhöhten CO-Wert in der Umgebungsluft gab.
Dieser Messwert bedeutet eine drohende Lebensgefahr für jeden, der sich in der entsprechenden Umgebung aufhält. Da sich zu diesem Zeitpunkt noch etwa 50 bis 100 Personen in den Räumlichkeiten aufhielten, veranlassten die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte die unverzügliche Räumung des Objekts und meldeten die Lage an die Leitstelle zurück. Angesichts des Ausmaßes der Gefahr und der zu befürchtenden, hohen Anzahl Betroffener oder Erkrankter wurden umgehend weitere Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes entsandt.
Alle Feiernden, die sich beim Eintreffen des Rettungsdienstes noch vor Ort aufhielten, wurden ärztlich untersucht. Mehrere Teilnehmende klagten über Symptome wie Kopfschmerzen, Unwohlsein und Schwindel. Der Rettungsdienst führte bei allen Anwesenden Kohlenmonoxid-Messungen durch, insgesamt 18 Feiernde wurden daraufhin mit einer relevanten Kohlenmonoxid-Vergiftung zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Für einen der Betroffenen wurde der Transport zu einer Spezialbehandlung in einer Druckkammer erforderlich.
Da nicht sicher war, ob sich noch weitere hilfsbedürftige Feiernde in der Umgebung aufhielten, die nach dem Eintreffen von Ordnungsamt und Polizei möglicherweise in das umliegende Gebiet geflüchtet waren oder sich verirrt haben könnten, setzte die Feuerwehr neben Fußtrupps auch eine Drohne mit Wärmebildkamera der DLRG Köln-Dünnwald e.V. ein. Es wurden jedoch keine weiteren Personen gefunden.
Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 60 Kräften und 21 Fahrzeugen .
Stadt Köln
Polizei NRW Köln