02/01/2026
Zurück nach Köln.
Die Landschaft zieht vorbei und ich denke über 2026 nach. Die Strecke ist mir vertraut und trotzdem fühlt sich dieser Jahresanfang anders an als sonst.
2026 wird kein Jahr, das einfach so vorbeigeht. Weltweit nicht. Und auch hier nicht.
Der Druck auf unsere liberale Demokratie nimmt spürbar zu. Rechte Positionen sind präsenter, selbstverständlicher geworden. Das verändert Debatten. Und unseren Umgang miteinander.
Das beschäftigt mich auch ganz persönlich.
Ich frage mich ernsthaft, was passiert, wenn sich diese Entwicklung weiter fortsetzt. Und wenn es irgendwann kippt.
Was das dann für Menschen wie mich bedeutet, deren Leben, Lieben und Identität heute noch als selbstverständlich offen gelten.
Und auch wenn Köln hier manchmal wie eine „Insel der Glückseligen“ wirkt, stehen auch wir vor einem anspruchsvollen Jahr: Knappe Mittel, große Entscheidungen, schwierige Abwägungen. Und ein Rat ohne feste Bündnisse. Mehrheiten müssen jedes Mal neu ausgehandelt werden.
Das wird es im Rat nicht einfacher machen.
Aber ich bin überzeugt, dass es uns gelingen kann wenn wir fair miteinander umgehen, einander zuhören und Konflikte aushalten, ohne den Respekt voreinander zu verlieren.
Köln lebt von Unterschiedlichkeit.
Von sehr verschiedenen Lebensentwürfen. Und von der Idee, dass man nebeneinander verschieden sein kann und trotzdem irgendwie zusammengehört.
Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass das auch so bleibt.
Euch allen wünsche ich einen guten Start ins neue Jahr!
Mit Gelassenheit. Mit Neugier. Und mit Zuversicht.