23/02/2026
Feuerwehr Chieming hält Jahreshauptversammlung ab (19.01.2026)
Chieming. Josef Wiesholler junior, erster Vorsitzender der Chieminger Feuerwehr, begrüßte die Besucher im vollbesetzten Saal beim Goriwirt zur Jahreshauptversammlung. Besonders willkommen hieß er Bürgermeister Stefan Reichelt, zweiten Bürgermeister Markus Brunner, Kreisbrandmeister Albert Rieder und den Ehrenvorsitzenden Josef Wiesholler senior.
Nach dem Totengedenken, besonders an den im letzten Jahr verstorbenen Alfons Gradl, gab Wiesholler einen Rückblick auf die Vereinsaktivitäten im vergangenen Jahr und stellte den Terminkalender von 2026 vor. „Der Verein der Freiwilligen Feuerwehr mit 173 Mitgliedern beteiligte sich an kirchlichen Festen, Hauptversammlungen, eigenen Veranstaltungen und Vorstandssitzungen“, so der Vorsitzende. Zum Jahresprogramm gehörten auch Feuerwehrfeste in Traunwalchen/Pierling, Surberg, und Hammer sowie ein viertägiger Ausflug für die Helfer der Hangover-Party nach Barcelona statt. Die Vorstandschaft beteiligte sich an Versammlungen bei der Feuerwehr Ising und Hart, es wurde ein Aktivengrillfest am Bootshaus gefeiert und die traditionelle Hangover-Party veranstaltet, die wieder ein Besucher-Magnet war, berichtete Josef Wiesholler. „Am 12. September wird es zu einer Neuauflage dieser Kult-Veranstaltung in Laimgrub kommen“, informierte der Vorsitzende. Neben einem viertägigen Hangover-Ausflug nach Wien und dem Vatertags-Frühschoppen mit dem Musikverein am Schlossplatz stehen die Besuche der Feuerwehrfeste in Bergen (17. Mai), Heiligkreuz (14. Juni) und Engelsberg (12. Juli) sowie das Jubiläum der KSK Ising-Truchtlaching (25. Juni) in diesem Jahr auf dem Jahresprogramm. Die Beteiligung an Fronleichnam, beim Jahrtag der Vereine, an Erntedank und am Volkstrauertag gehören selbstverständlich zum Jahresprogramm der Feuerwehr, sagte der Vorsitzende.
Erster Kassier Hans Klauser stellte die Kassenbewegungen des vergangenen Jahres vor. Von den Revisoren Franz Seidl und Sebastian Hofmann wurde eine „hervorragend geführte“ Kasse bescheinigt, die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig.
Der Jahresbericht über Einsätze, Übungen und Fortbildungen der Feuerwehr erfolgte durch den ersten Kommandanten, Martin Hölzle. „Derzeit sind wir mit 59 aktiven Feuerwehrmännern und -frauen ganz gut aufgestellt, 53 sind männlich und sechs weiblich“, so Hölzle. Aus dm aktiven Dienst ausgeschieden sind Nathali Kalsperger sowie Rudi und Kerstin Lohner. Das Ehepaar Lohner wurde nach langer Dienstzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr mit einem Präsent verabschiedet. Hölzle erinnerte sich noch gut an einen Einsatz vor knapp 20 Jahren als Rudi Lohner dessen Gruppenführer bei einem Bootseinsatz am Chiemsee war. „Der Sturm auf dem See damals war so stark, dass wir das Boot in Übersee stehen lassen mussten, weil wir nicht mehr nach Chieming zurückkamen. Einen solchen Einsatz vergisst man nicht“, so Hölzle. Aus der Jugend in den aktiven Dienst übernommen wurde Maximilian Schwarz.
2025 fanden 32 Übungen in zwei Gruppen statt, davon vier Gemeinschaftsübungen und fünf Übungen für Leistungsabzeichen, insgesamt wurden 1134 Übungsstunden von der Chieminger Feuerwehr abgeleistet. An Lehrgängen nahmen 30 Feuerwehrleute in 203 Stunden teil, Ausbildungen zur Vgetationsbekämpfung, zur Flugunterstützung, bei der Brandsimulationsanlage, am Spannungssimilator, zur E-Mobilität, zur Technischen Hilfeleistung bei LKW-Unfällen sowie für Arbeiten mit der Motorsäge standen auf dem Programm.
Die Zahl der Einsätze lag im vergangenen Jahr bei 39, woraus 532 Einsatzstunden resultierten. Die Feuerwehr hatte es mit einem ABC-Gefahrstoffeinsatz, fünf Sicherheitswachen, 12 Brandeinsätzen und 21 technischen Hilfeleistungen zu tun. Hölzl zigt sich zufrieden, dass im vergangenen Jahr keine außerordentlichen Einsätze zu verzeichnen waren.
Für die Öffentlichkeitsarbeit bei Kindern war Andrea Reichelt im vergangenen Jahr mit 35 Stunden wieder stark gefragt. Sie hielt die Brandschutzerziehung und eine Evakuierungsübung im Gemeindekindergarten ab und beteiligte sich als Vertreterin der Feuerwehr am Ferienprogramm. Außerdem betreute sie beim Familienfest der Tourist-Info den Infostand.
13 Feuerwehrleute haben das Leistungsabzeichen THL abgelegt. Mit dem Feuerlöschboot waren 16 Bootsführer an acht Übungen und zwei Einsätzen beteiligt, mit 96 Übungsstunden und zehn Einsatzstunden. 31 Stunden wurden für die Wartung und Instandsetzung des Bootshauses aufgewendet. Ein Höhepunkt war die Ölwehrübung des Landkreises Traunstein im September, berichtete Hölzl.
Die Jugendgruppe mit den Jugendwarten Martin Leopold und Johanna Wimmer hatte Ende 2025 drei männliche und zwei weibliche Mitglieder, die an 22 Übungen teilnahm und mit vier Teilnehmern den Lehrgang „Wissenstest“ absolvierte. Dafür wurden 170 Gesamtausbildungsstunden geleistet. Auch das Abholen des Friedenslichts in Tittmoning und ein Jugendausflug gehörten zum Jahresprogramm.
Atemschutzwart Florian Reichelt berichtete über die Tätigkeiten der 25 Atemschutzträger der Feuerwehr Chieming. Diese waren im vergangenen Jahr einmal mit zwei Stunden im Einsatz. Dazu kamen fünf Übungs- und 26 Wartungsstunden.
Geehrt wurden vom Kommandanten Martin Hölzle für 25-jährigen aktiven Feuerwehrdienst Vorstand Josef Wiesholler jun. und Bernhard Pletschacher, der auch Vorsitzender der Chieminger Wasserwacht ist. Für 40 Jahre aktiven Dienst wurde Franz Seidl großes Lob zugesprochen. „Franz Seidl ist nicht nur seit vielen Jahren Kassenprüfer, er hat auch viel Zeit in die Feuerwehr investiert und war am Bootshaus-Umbau tatkräftig beteiligt“, so Hölzle. Als Dank erhielten die Jubilare Ehrenabzeichen, Urkunden vom bayerischen Innenminister Joachim Hermann und kleine Geschenke. Seidl wird beim Ehrenabend der Landkreis-Feuerwehr noch einmal besonders gewürdigt, sagte Hölzle.
Albert Rieder dankte in seinem Grußwort allen Aktiven für deren wichtigen Dienst und verwies auf die 80 Feuerwehren im Landkreis, die im vergangenen Jahr über 3500 Einsätze zu bewerkstelligen hatten. Erfreulich sei, dass die Mitgliederzahl der Jugend auf über 1000 angewachsen sei und dass es mittlerweile 17 Kinderfeuerwehren im Landkreis gibt, die den Feuerwehr-Nachwuchs sicherstellen sollen.
Den guten Wünschen schloss sich Bürgermeister Reichelt an, dem vom Vorsitzenden Josef Wiesholler jun. ein symbolischer Scheck über 1000 Euro für den Sozialfonds der Gemeinde überreicht wurde. Das Geld wurde als Teilgewinn der Hangover-Party erwirtschaftet und soll „denen helfen, die in der Gemeinde unverschuldet in Not geraten sind“, so Reichelt. Dank richtete der Bürgermeister an all Beteiligten für deren aufgewendete Zeit und Verantwortung, um ein Fest mit über 1000 Gästen organisieren zu können.
Dass es ein gutes Miteinander der drei Feuerwehren in der Gemeinde gibt, bestätigten Kommandant Dr. Leopold Siglreitmaier aus Ising und der Vorstand der Harter Feuerwehr, Christoph Anner. Dank für die gute Zusammenarbeit kam auch von Bernhard Pletschacher seitens der Wasserwacht, „nicht nur, wenn wir Feste organisieren und ausrichten.“