Die längste Burg der Welt - The longest castle in the world

Die längste Burg der Welt - The longest castle in the world Burghausen und seine Burg - 1.000 Jahre alt, über 1.000 Meter lang. Die längste Burg der Welt. The longest castle in the world

Burghausen and its castle:
1,000 years old, over 1,000 meters long. Die längste Burg der Welt thront in Burghausen in Oberbayern über der mittelalterlichen Altstadt und dem wunderschönen Urstromtal der Salzach. Sie misst 1.051 Meter Länge und war erstmals im Guinness-Buch der Rekorde 2010 verzeichnet. Burghausen und seine Burg: 1.000 Jahre alt, 1.000 Meter lang.

Leben im Schatten der längsten Burg der WeltRon Imelauer (*1943, †2012) war ein international renommierter Markenentwick...
14/09/2026

Leben im Schatten der längsten Burg der Welt

Ron Imelauer (*1943, †2012) war ein international renommierter Markenentwickler und Grafikdesigner mit Schwerpunkt Tourismus. Jahrzehntelang war er für die Agentur Intermar Corporate (Hamburg/Stuttgart/München) tätig.

In Burghausen hat er sichtbare Spuren hinterlassen:

- Corporate Design für die Marke B'Jazz / Internationale Jazzwoche Burghausen
- Konzept und Gestaltung der Street of Fame

Die Partner von Intermar Corporate würdigen ihn bis heute auf ihrer Website:
„Ron Imelauer war uns in mehr als 20 Jahren Partner, Kollege, Lehrmeister, Mentor und Freund. Seine Art zu denken und seine Kunst, Gefühle in Visualisierungen zu verwandeln, hat uns und unsere Arbeit bereichert und geprägt. Dazu noch so ein feiner Kerl, Sturschädel, bayerischer und wundervoller Mensch … love you too."

In seinem Nachruf wird er als „kreative Ausnahme in der deutschsprachigen Touristik" beschrieben – bekannt vor allem für die Marke Robinson mit dem Claim „Zeit für Gefühle" sowie den „Mann mit der Rose" für A-ROSA, zwei seiner prägendsten Arbeiten. Das Wirtschaftsmagazin „brand eins" porträtierte ihn 2007 als eigenwilligen „Träumeverkäufer" der Touristikbranche.

Die Street of Fame und das B'Jazz-Design entstanden noch zu seinen Lebzeiten – 1999 und in den Folgejahren. Sein Werk lebt in Burghausen weiter.

Apropos Burghausen

Die Geschichte rund um die Marke „Die längste Burg der Welt" hatte es ihm besonders angetan – er war ihr größter Fan. In diesem Zusammenhang kam es zu einem direkten Fach- und Schlagabtausch mit dem damaligen Ersten Bürgermeister Hans Steindl. Der Brief vom 24. Januar 2012 liegt Georg Reisinger vor.

Darin nimmt Imelauer kein Blatt vor den Mund und kritisiert das damalige neue Stadtlogo sowie den Slogan Burghausens scharf:

- Kritik am neuen Stadtlogo („Orangefarbenes B")
Imelauer bezeichnet es als „einfach B-wie brimitiv" und wirft ihm dekorative wie formale Sinnleere vor – ein einzelnes „B" reiche als visuelle Kurzformel schlicht nicht aus.

- Relevanz für B'JAZZ
Er stellt klar, dass der Name als Wortspiel für „Be JAZZ" („Sei Jazz") konzipiert war, und wertet es als Affront, dass die Stadtverwaltung diese Analogie als Argument für das inhaltsleere Stadt-B missbraucht habe.

- Kritik am Slogan
Den neuen Slogan bewertet er als „Deutsch für Analphabeten" und als schlecht getrickste Anleihe an das Prädikat der „längsten Burg der Welt".
- Lob für die Broschüre
Trotz seiner harten Kritik lobt er Inhalt und Gestaltung der zugehörigen Broschüre ausdrücklich als „toll" und „intelligenten Auftritt", bemängelt jedoch verspielte Dekorelemente.

Der Brief unterstreicht Imelauers Haltung als leidenschaftlicher, kompromissloser Markenentwickler, dem intellektuelle Tiefe und suggestive Qualität bei Logos stets wichtiger waren als politisches PR-Gefallen.

☘️1  Leben im Schatten der längsten Burg der Welt – Paul Klee in Burghausen Warum kam im Sommer 1899 der 19-jährige Kuns...
13/09/2026

☘️1 Leben im Schatten der längsten Burg der Welt – Paul Klee in Burghausen

Warum kam im Sommer 1899 der 19-jährige Kunststudent Paul Klee nach Burghausen?

Paul Klee war zu diesem Zeitpunkt noch keineswegs der weltberühmte Künstler, als den wir ihn heute kennen. Geboren am 18. Dezember 1879 in Münchenbuchsee bei Bern, war er im Sommer 1899 gerade einmal 19 Jahre alt.
Nach seinem Schulabschluss hatte sich Klee für die bildende Kunst entschieden und war nach München gegangen. Dort besuchte er zunächst die private Zeichenschule von Heinrich Knirr – an der Münchner Akademie war ihm die Aufnahme zuvor nicht gelungen, unter anderem weil ihm noch ausreichende Erfahrung im figürlichen Zeichnen fehlte.
Sein künstlerischer Weg war zu diesem Zeitpunkt also noch völlig offen.
Später sollte er zu einem der wichtigsten Vertreter der modernen Kunst werden; 1899 aber war er ein junger Student, der noch nach seiner eigenen künstlerischen Sprache suchte. Gerade deshalb ist sein Aufenthalt in Burghausen so aufschlussreich.

Warum gerade Burghausen?

Aus heutiger Sicht mag man sich fragen, warum ein junger Kunststudent aus Bern beziehungsweise München ausgerechnet nach Burghausen kam.

Die Antwort liegt vermutlich im Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Burghausen bot:

- eine außergewöhnliche mittelalterliche Stadtlandschaft
- eine imposante Burganlage
- historische Stadtmauern und Türme
- die Salzach und den Wöhrsee
- die österreichische Landschaft unmittelbar gegenüber
- Kontakte zu Künstlern wie Walter Ziegler
- eine gute Erreichbarkeit mit dem Zug – der erste Zug der Kgl. Bayerischen Staatseisenbahnen erreichte Burghausen am 9. August 1897. Und eine Fahrt von München dauerte damals etwa 3,5 bis 4,5 Stunden.

Für einen jungen Künstler, der sich intensiv mit Landschaft und Zeichnung beschäftigte, war dies ein ideales Studiengebiet – und Klees eigene Worte bestätigen diese Wirkung eindrucksvoll.

In einem Brief an seinen Freund Hans Bloesch vom 8. Juli 1899 beschrieb er die Stadt so: „Nest göttlich, uralt, originelle Häuserfaçaden, imposante Burg, Ringmauer, Pulverturm.“

Diese knappe, aber gefühlsbetonte Formulierung zeigt, wie unmittelbar Burghausen ihn ansprach. Er erwähnte nicht praktische Dinge wie Unterkunft oder Verpflegung, sondern das, was ihn als angehenden Künstler faszinierte: die alten Fassaden, die Burg, die Stadtmauer, den Pulverturm.
Zusätzlich beschrieb er die Landschaft auf der österreichischen Seite der Salzach als schön. Burghausen war für ihn offenbar nicht nur ein Ort zum Wohnen, sondern ein Ort, der ihn als Zeichner unmittelbar berührte.

👑 Herzog Georg der Reiche – war er wirklich nur 1,65 Meter groß?Wir kennen Herzog Georg den Reichen als mächtigen Herrsc...
13/09/2026

👑 Herzog Georg der Reiche – war er wirklich nur 1,65 Meter groß?

Wir kennen Herzog Georg den Reichen als mächtigen Herrscher von Bayern-Landshut. Von 1479 bis 1503 regierte er sein Herzogtum. Auch für Burghausen war seine Regierungszeit eine bedeutende Epoche.

Doch eine scheinbar einfache Frage lässt sich heute nicht eindeutig beantworten:

Wie groß war Herzog Georg eigentlich?
Eine zeitgenössische Angabe zu seiner Körpergröße ist nicht überliefert. Wir wissen jedoch einiges über die durchschnittliche Körpergröße der Menschen im Spätmittelalter.

Männer waren – je nach Region und sozialer Gruppe – im Durchschnitt etwa 165 bis 167 Zentimeter groß. Frauen erreichten ungefähr 154 bis 157 Zentimeter.

War Georg der Reiche also nur 1,65 Meter groß? Das wissen wir nicht.

Auch seine Rüstung hilft bei dieser Frage nicht zuverlässig weiter. Aus einer Rüstung oder einer historischen Darstellung lassen sich keine sicheren Rückschlüsse auf die tatsächliche Körpergröße ihres Trägers ziehen. Eine Rüstung wurde zwar individuell angepasst. Ihre Maße sagen jedoch nur dann etwas über Georg aus, wenn zweifelsfrei feststeht, dass sie tatsächlich für ihn angefertigt wurde und vollständig erhalten ist. Sie hätte später auch für einen anderen Träger geändert worden sein können.

Auch Gemälde und Skulpturen sind keine verlässlichen Maßstäbe. Künstler stellten ihre Auftraggeber nicht nach exakten Körpermaßen dar. Häufig ging es vielmehr darum, Rang, Macht und Würde sichtbar zu machen.

Ebenso wenig lässt sich von Durchschnittswerten direkt auf eine einzelne Person schließen. Ernährung, Krankheiten und die Lebensbedingungen während der Kindheit beeinflussten das Wachstum erheblich.

Als Herzog hatte Georg vermutlich bessere Voraussetzungen als viele seiner Untertanen. Der Adel verfügte in der Regel über eine zuverlässigere Versorgung mit Lebensmitteln – insbesondere mit eiweißreicher Nahrung. Das konnte eine bessere körperliche Entwicklung begünstigen.

Aber auch hier gilt: Ein Herzog musste deshalb nicht automatisch ein großer Mann gewesen sein.

Spannend ist außerdem, dass die Menschen im Mittelalter nicht einfach kontinuierlich kleiner oder größer wurden. Die durchschnittliche Körpergröße schwankte im Lauf der Jahrhunderte.

Hungersnöte, Seuchen, schlechte Ernten, klimatische Veränderungen und die allgemeine Versorgungslage konnten die körperliche Entwicklung ganzer Generationen beeinflussen.

Bei Herzog Georg bleibt deshalb eine kleine historische Lücke:
Wir wissen, wann er regierte.
Wir wissen, wen er heiratete.
Wir wissen, welche Bedeutung er für Bayern-Landshut und Burghausen hatte.
Aber wie groß der Mann war, der hinter diesem mächtigen Herzog stand, wissen wir nicht. Vielleicht war er 1,65 Meter groß. Vielleicht 1,70 Meter. Vielleicht sogar deutlich größer.

Ohne ein eindeutig zugeordnetes Skelett oder eine verlässliche zeitgenössische Maßangabe bleibt jede konkrete Zahl Spekulation.
Und genau solche kleinen unbeantworteten Fragen machen Geschichte manchmal besonders spannend.

Was meint ihr: Welche Hinweise könnten uns heute noch helfen, Georgs tatsächliche Körpergröße besser einzuschätzen? Oder sollte man sich bei solchen Fragen lieber mit der historischen Ungewissheit zufriedengeben? Schreibt eure Gedanken und Vermutungen gern in die Diskussion!

Bildquelle: Wikipedia, Peter Gertner, um 1531-32, Öl auf Holz, Burg zu Burghausen, also viele Jahre nach seinem Tod gemalt

"Besuchen Sie die Burg BurghausenDie meisten ausländischen Besucher zieht es zu den Burgen am Rhein oder nach Neuschwans...
12/09/2026

"Besuchen Sie die Burg Burghausen
Die meisten ausländischen Besucher zieht es zu den Burgen am Rhein oder nach Neuschwanstein – jenem Schloss, das als Vorbild für Disney diente. Diese Orte sind zweifellos einen Besuch wert, doch ich verstehe nicht, warum Burghausen nicht ebenfalls auf der Liste der absoluten Muss-Ziele steht. Sie gehört zu den besten Burgen, die ich je gesehen habe."

"Most foreign visitors head for the castles along the Rhine River in Germany, or they go to Neuschwanstein, the castle that inspired Disney. Definitely go see them, but I don’t see why Burghausen isn’t on that must-see list. It’s among the best I’ve ever seen."

I don’t see why Burghausen Castle isn’t on the German castle must-see list. It’s among the best medieval castles I’ve ever seen.

Schaut euch mal Nr. 16 an.Take a look at number 16.
12/09/2026

Schaut euch mal Nr. 16 an.

Take a look at number 16.

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12/09/2026

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🚁 1 The longest castle in the world in Burghausen/Germany – a paradise for drone flights. Here you will find the best dr...
11/09/2026

🚁 1 The longest castle in the world in Burghausen/Germany – a paradise for drone flights.
Here you will find the best drone videos from 2013 to the present day. This one is from 2025

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😥  180 Kilo Bronze – und trotzdem kann man Burghausen mit geschlossenen Augen entdecken.Wer am Curaparkplatz unterwegs i...
11/09/2026

😥 180 Kilo Bronze – und trotzdem kann man Burghausen mit geschlossenen Augen entdecken.

Wer am Curaparkplatz unterwegs ist, läuft leicht daran vorbei.

Dabei steht dort etwas, das Burghausen auf ungewöhnliche Weise erklärt: ein dreidimensionales, haptisches (taktikes) Bronzemodell der Altstadt und der längsten Burg der Welt – zum Anschauen und zum Ertasten.

Und wer einmal die Hände darübergleiten lässt, merkt schnell: Das ist kein gewöhnliches Stadtmodell.

Burghausen zum Anfassen
Im Maßstab 1:600 zeigt das etwa 110 × 190 Zentimeter große Modell die historische Altstadt, die Salzach, den Wöhrsee und die komplette Burganlage.

Häuser, Gassen, Mauern, Plätze und Höhenunterschiede sind dreidimensional dargestellt.

Man kann also nicht nur sehen, wo die Dinge liegen. Man kann Burghausen mit den Händen begreifen.

Das Modell wurde vor allem für blinde und sehbehinderte Menschen geschaffen. Die Beschriftungen sind deshalb sowohl in normaler Schrift als auch in Blindenschrift ausgeführt.
Aber eigentlich funktioniert das Modell für jeden.

Denn wer Burghausen kennt, weiß: Die besondere Lage der Stadt ist gar nicht so einfach zu erfassen.
Unten die Altstadt.
Daneben die Salzach.
Dahinter der Wöhrsee.
Und darüber dieser lange Höhenrücken mit einer Burganlage, die sich über mehr als einen Kilometer erstreckt.
Auf dem Bronzemodell wird dieses Zusammenspiel plötzlich ganz selbstverständlich.

Zehn Monate Arbeit – 180 Kilo Bronze
Die Idee für das Tastmodell hatte der damalige Stadtrat Dr. Klaus Ulm.
Der Bildhauer und Objektdesigner Egbert Broerken legte bereits 2011 einen ersten Entwurf vor. Anfang 2015 gab der Bauausschuss grünes Licht.
Rund 30.000 Euro kostete die Umsetzung.
Danach wurde es richtig aufwendig: Etwa zehn Monate arbeitete Broerken an der Anfertigung.

Gegossen wurde das Modell im Wachsausschmelzverfahren. Aus einem detaillierten Wachsmodell entstand die Gussform, in die anschließend die Bronze gegossen wurde.

Das fertige Modell wiegt rund 180 Kilogramm.

Ganz schön viel Aufwand für etwas, das viele Besucher wahrscheinlich einfach übersehen.

Und genau deshalb lohnt sich ein zweiter Blick

Das Modell steht vor dem Haus der Fotografie am Curaparkplatz, dort, wo auch die Burgführungen starten.

Eigentlich ein idealer Platz.

Denn bevor man selbst den Burgberg hinaufgeht, kann man hier erst einmal verstehen, was vor einem liegt.

Und vielleicht ist das sogar die schönste Eigenschaft dieses Modells:
Es zeigt nicht nur die längste Burg der Welt.
Es zeigt, warum Burghausen überhaupt so besonders ist.
Burg und Altstadt sind keine zwei getrennten Sehenswürdigkeiten. Sie gehören zusammen.

Und manchmal braucht es 180 Kilo Bronze, um das sichtbar – und sogar fühlbar – zu machen.

👉 Habt ihr das Modell schon einmal entdeckt?
Und habt ihr es auch schon ertastet?

📸 Foto: Gustav Frank

🎹  Anton Diabelli – Leben und WirkenHerkunft und musikalische Ausbildung Anton Diabelli wurde am 5. September 1781 in Ma...
10/09/2026

🎹 Anton Diabelli – Leben und Wirken

Herkunft und musikalische Ausbildung
Anton Diabelli wurde am 5. September 1781 in Mattsee bei Salzburg geboren. Sein Vater Nikolaus war Stiftsmusiker und gab ihm den ersten Musikunterricht. Mit sieben Jahren kam Anton als Sängerknabe ins Kloster Michaelbeuern, wenig später ins Kapellhaus am Salzburger Dom – dort wurde Michael Haydn (der jüngere Bruder Joseph Haydns) auf sein Talent aufmerksam und förderte ihn gezielt, unter anderem durch die Aufnahme ins Benediktinergymnasium Salzburg 1790.

Raitenhaslach
1796 wechselte Diabelli ans Wilhelmsgymnasium München, um sich auf die Priesterlaufbahn vorzubereiten. 1800, mit 19 Jahren, trat er ins Zisterzienserstift Raitenhaslach ein – heute ein Ortsteil von Burghausen – um dort seine theologischen Studien abzuschließen. Auch als Klosterschüler blieb er musikalisch aktiv: Er stand in Kontakt mit Michael Haydn und schickte ihm regelmäßig eigene Kompositionen zur Prüfung. Diese Jahre in Raitenhaslach enden abrupt mit der Säkularisation der bayerischen Klöster 1803 – Diabelli gibt den Priesterwunsch auf und geht, mit Empfehlungen an Joseph Haydn, nach Wien.

Wien - vom Musiklehrer zum Verleger
In Wien schlägt sich Diabelli zunächst als Klavier- und Gitarrelehrer durch, arbeitet nebenbei als Korrektor für einen Musikverlag. 1817 beginnt er selbst im Musikalienhandel, 1818 gründet er gemeinsam mit Peter (Pietro) Cappi den Verlag Cappi & Diabelli. 1824 macht er sich vollständig selbständig – die Firma A. Diabelli & Comp. am Wiener Graben wird zu einem der bedeutendsten Musikverlage seiner Zeit.

Die Diabelli-Variationen und Schubert
1819 lädt Diabelli rund 50 Komponisten ein, jeweils eine Variation über ein von ihm komponiertes Walzerthema beizusteuern – gedacht als „patriotische Anthologie". Ludwig van Beethoven greift die Idee auf und schreibt daraus sein monumentales Werk der 33 Variationen op. 120, die bis heute zu den bedeutendsten Klavierwerken der Musikgeschichte zählen. Noch enger ist Diabellis Verbindung zu Franz Schubert: Ab 1821 verlegt er dessen Liederhefte, nach Schuberts Tod 1828 übernimmt er den Großteil des musikalischen Nachlasses und veröffentlicht 1851 das erste thematische Werkverzeichnis Schuberts überhaupt.

Lebensabend und Vermächtnis
Diabelli stirbt am 7. April 1858 in Wien. Er hinterlässt ein doppeltes Erbe: Als Komponist – vor allem seine Gitarren- und Klavierstücke gehören bis heute zum pädagogischen Standardrepertoire – und als Verleger, der mit seinem Gespür für Talente (Beethoven, Schubert) die Wiener Musikszene des 19. Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt hat.

Damit zieht sich der Bezug zu Burghausen wie ein roter Faden mitten durch die entscheidenden Jugendjahre: Ohne Raitenhaslach kein Abbruch der Priesterlaufbahn, ohne diesen Bruch kein Weg nach Wien – und ohne Wien keine Verlegerkarriere, die die Musikgeschichte bis heute prägt.

Bildquelle: Lithograpfie von Josef Kriehuber, 1841, Wikipedia

🎵 Nur der Mann im Mond schaut zu …La-Le-Lu, auf der Burg geht’s langsam zu,über Türme, Zinnen schaut der Mond im Nu.La-L...
10/09/2026

🎵 Nur der Mann im Mond schaut zu …

La-Le-Lu, auf der Burg geht’s langsam zu,
über Türme, Zinnen schaut der Mond im Nu.
La-Le-Lu, Burghausen schaut jetzt zu,
auf die längste Burg der Welt –
und nun schlaf auch du.

La-Le-Lu, an der Salzach wird es still,
weil der Mond heut über Burghausen schlafen will.
La-Le-Lu, auch der Wöhrsee ruht dazu,
und die bunten Häuser träumen –
und nun schlaf auch du.

La-Le-Lu, hoch oben wird es leis,
die Burg erzählt im Dunkeln noch Geschichten ihrer Zeit.
La-Le-Lu, sechs Höfe hören zu,
und der Mond hält über allen
seine stille Wacht dazu.

La-Le-Lu, nun ist alles still und sacht,
Burghausen liegt verträumt in einer Sommernacht.
La-Le-Lu, durch die Gassen geht kein Schuh, nur ein sachter Nachtwind flüstert: „Burghausen, schlaf auch du.“

Melodie: Altes deutsches Volkslied.
Bild und Lyrik: Kl und Georg Reisinger

🏰 1.051 Meter Burg, 1.001 Jahre Stadt.
🌎 Die längste Burg der Welt.
I ❤️ Burghausen.

Adresse

BurgStr. 1
Burghausen
84489

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