08/05/2025
Wunsch und Wirklichkeit - unbezahlbar…
(Gedanken zu bezahlbarem Wohnraum)
Architekturentwürfe erzeugen oft ein Wunschbild, ein Ideal, das eine zukünftige Realität suggeriert, die es womöglich gar nicht geben kann :
Baugebiete Gorch Fock Straße und Reiterkoppel
Wohnen anders denken, „dass Leben findet im Straßenraum statt“ und „grüne Quartiersmitten mit viel Freiraum“ schaffen eine neue Lebensqualität.
Die Bilder im Wettbewerb und der wettbewerbliche Dialog waren von Architekturqualität bestimmt.
Wie entsteht nun aber aus einem Bild Architektur, wie bleibt der Wohnraum bezahlbar?
Welche Hindernisse müssen überwunden werden?
Es beginnt der Realitätscheck und der Kontext aus Bauregeln und Wirtschaftlichkeit bestimmt, wie viel vom schönen Bild übrigbleibt.
Nicht nur in der Gestaltung gilt es, die Idealvorstellungen des Entwurfs mit der Planungsrealität abzugleichen.
Auch die hochgesteckten Nachhaltigkeitsziele setzen die Vorhabenträger aktuell massiv unter Zugzwang. Bauen? aber bitte „carbon zero“.
Angesichts der aktuellen Herausforderungen braucht es ohne Frage klare Ziele und neue Ideen in allen Bereichen der Kommunalpolitik.
Attraktive und bezahlbare Wohnungen schaffen, war und bleibt ein solches Ziel für unsere Fraktion.
Doch wann wird eigentlich die Machbarkeit geprüft?
Die Verantwortung dafür wird kurz vorm Abschluss, vor dem letzten Schritt, immer auf die letztlich beteiligten Vorhabenträger, Verwaltung und Kommunalpolitik übertragen, ohne wirklich zu hinterfragen ob das Projekt einem Realitätsabgleich aktuell noch standhält und dann beginnt das Hadern und Zweifeln.
Bauen bleibt immer ein Kompromiss und so führt das Ideal in Reibung mit der Realität auch zu neuen Entwurfsideen und Entscheidungen, die dem ursprünglichen Gedanken mal überlegen sind und mal eben nicht.
Brauchen wir die Projekte in der Form in der mit nahezu grenzenloser Kreativität eine Inspiration für entwerferische, energetische und soziale Ziele abgebildet wurde
oder
müssen wir vom Machbaren her denken und nur das umsetzen, was finanzierbar und daher wirklich sinnhaft gewährleistet werden kann um den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten
… Beides Unbezahlbar.
Los jetzt, wir brauchen Wohnraum ?
Fehmarn soll schöner bleiben ?
-> Gedanken willkommen !