19/09/2019
🔥Burn Capitalism - Not The Planet🔥
Diesen Freitag, den 20. September, ist der globale Klimastreiktag. Auch wir werden uns daran beteiligen und in Bremerhaven auf die Straße gehen, um für den Klimaschutz zu protestieren.
Der Klimawandel zerstört unsere Lebensgrundlage – diesen Planeten. Der Meeresspiegel steigt, die Wälder trocknen aus und brennen ab, immer mehr Regionen der Welt werden zu Wüsten, die Ozonschicht wird weiter zerstört, Tierarten sterben aus und währenddessen versinken unsere Meere im Plastik.
Doch wir reihen uns nicht ein in die Strategie Greta Thunbergs, Industrielle und Großkonzerne freundlich zu fragen, ob es nicht möglich sei aufzuhören diesen Planeten zu zerstören. Wir reihen uns nicht ein in die Forderungen, dass jede*r von uns nur seinen Beitrag leisten muss, hier mal auf das Auto zu verzichten, da mal 2 Euro mehr beim Einkauf auszugeben für ein grünes Logo auf den Plastikverpackungen oder sich auf dem Weg nach Hause nach Müll umzusehen, um unser Klima zu retten.
Denn was ist, wenn das nicht genug ist? Wenn, während uns die Medien erzählen, was wir tun können, andere im großen Stil CO2 in die Atmosphäre pumpen, Wälder abholzen, Giftmüll in Seen, Flüssen und Meeren entleeren, Müllberge abfackeln, die Erdressourcen ausbeuten und jegliche noch unberührte Flächen verpesten? Wenn wir in den Zug steigen, während bei anderen Menschen der Flug aus den USA nach China zur wöchentlichen Terminplanung gehört? Was ist, wenn wir es schaffen vollständig auf Plastik zu verzichten, indem wir nur noch Waren in Papierverpackungen kaufen und für das Papier noch immer Urwälder abgeholzt werden? Was ist wenn alle „grünen“ Siegel in Wahrheit faule Kompromisse sind und die Welt nicht retten werden?
Das Problem heißt Kapitalismus. Der Kapitalismus basiert auf dem simplen Prinzip mit menschlicher Arbeitskraft Profit zu erzeugen und diesen Profit unter allen Umständen weiter zu erhöhen. Unter allen Umständen bedeutet, dass so billig und so viel wie möglich produziert werden muss, um bei wettbewerbsfähigen Preisen Gewinn machen zu können. Dieses Prinzip schadet nicht nur den lohnabhängigen Menschen, die für niedrige Löhne die Produktion verwirklichen, sondern auch dem Klima.
Die 100 größten Konzerne verursachen 71% des internationalen industriellen CO2-Ausstoßes. Und der industrielle CO2 Ausstoß wiederum ist für 19%
des weltweiten C02 Ausstoßes verantwortlich. Dazu kommen 23% für die Transportbranche und 42% für die Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung. Diese 3 kommen zusammen auf 84% des weltweiten CO2 Ausstoßes.
Der Kapitalismus zerstört unseren Planeten. Und die wenigen die vom Kapitalismus profitieren, die Konzernchefs und Banken, werden alles daran setzen dieses System zu schützen. Doch die einfache Wahrheit ist, dass Klimaschutz und Kapitalismus im Widerspruch stehen.
Die Linksjugend ['solid], die SAV und Die Falken werden deshalb auf der Demo am 20. September ein klar antikapitalistisches Zeichen setzen. Lauft mit uns zusammen, diskutiert mit uns!
Wir fordern hiermit:
- Nieder mit dem Kapitalismus, für eine Gesellschaft in der die Bedürfnisse von Mensch und Natur über Profitinteressen stehen
- Abschaltung aller Kohlekraftwerke und sofortiger Stopp des Braunkohleabbaus - bei vollem Lohnausgleich der Angestellten und beruflicher Unterbringung im Sektor der erneuerbaren Energien
- Enteignung aller Großkonzerne und eine klima- und menschenfreundliche Umstellung der Produktion
- Sofortiger Stopp der Abholzung der Regenwälder bei gleichzeitiger Wiederaufforstung
- Schaffung neuer Arbeitsplätze im Energiesektor
- Vergesellschaftung und Ausbau aller Nah- und Fernverkehrsbetriebe – kostenloser Nahverkehr und klimafreundlicher Fernverkehr für alle
- Eine auf die Bedürfnisse der Menschen angelegte Produktion – Schluss mit Überproduktion, um die Preise niedrig zu halten
- Umsetzung der Forderungen mit dem Geld von Banken und Konzernen – gegen jegliche Steuern an Geringverdienenden
- Internationale Investitionen in die Forschung im Bereich Energie und Naturschutz