Traumavereint e.V.

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⚠️ In diesem Beitrag geht es um sexualisierte Gewalt, Schutzreaktionen und unwillkürliche körperliche Reaktionen. Achtet...
04/09/2026

⚠️ In diesem Beitrag geht es um sexualisierte Gewalt, Schutzreaktionen und unwillkürliche körperliche Reaktionen. Achtet beim Lesen bitte gut auf euch. ⚠️

Der heutige World S*xual Health Day steht 2026 unter dem Motto „Every Body“.
Wir nehmen diesen Welttag und sein Motto zum Anlass, um über einen Aspekt sexueller Gesundheit zu sprechen, der noch immer zu wenig mitgedacht wird. Nämlich Sicherheit, Freiwilligkeit und Selbstbestimmung auch oder grade nach sexualisierter Gewalt.

Denn nach sexualisierter Gewalt kann der Körper erstarren, sich anpassen, innerlich wegtreten oder unwillkürlich körperlich reagieren. Und dabei isses so wichtig, dass genau das mitgedacht wird. Keine Gegenwehr bedeutet keine Zustimmung. Und auch körperliche Reaktionen sind kein „Ja“.

Es geht nicht darum, wieder S*x haben, Lust empfinden oder Berührungen aushalten zu können. S*xualität darf stattfinden. Sie darf sich verändern. Und sie darf auch ganz ausbleiben. Selbstbestimmt eben.

Vielleicht fühlt sich der Satz "Mein Körper gehört mir“ für manche ganz klar an. Für andere aufgrund ihrer Erfahrungen fremd, schwierig oder unerreichbar.
Das Recht auf Selbstbestimmung... Ja, dieses Recht wurde vielleicht schon viel zu oft verletzt oder übergangen. Und dann isses doch einfach echt schwer und nahezu unmöglich, wieder daran zu glauben. Kann man doch jetzt ehrlicherweise auch schwer schönreden.

Puh. Auch für uns war es gar nicht so leicht, diesen Beitrag zu erstellen und zu veröffentlichen. Und trotzdem glauben wir, dass es wichtig ist. Eben weil über dieses Thema noch immer viel zu wenig gesprochen wird.🌻

Passt auf euch auf, ja?
Und wir wünschen euch so sehr ein selbstbestimmtes Leben. In allen Bereichen eures Lebens. 🙏 Schrittchen für Schrittchen 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

*xualHealthDay *xuelleGesundheit *xuelleSelbstbestimmung *xualisierteGewalt

Viele Menschen mit Impostor-Gefühlen wirken nach außen ziemlich kompetent. Sie kriegen Dinge hin, übernehmen Verantwortu...
03/09/2026

Viele Menschen mit Impostor-Gefühlen wirken nach außen ziemlich kompetent. Sie kriegen Dinge hin, übernehmen Verantwortung, leisten viel. Und trotzdem sitzt da innerlich oft dieses: „Eigentlich kann ich das gar nicht. Und irgendwann werdens alle merken.“ Mir ging es früher nach Klassenarbeiten übrigens so...

Dabei sagt dieses Gefühl erstaunlich wenig darüber aus, wie kompetent jemand tatsächlich ist.
Oft steckt dahinter eher die Erfahrung, Fehler unbedingt vermeiden zu müssen, sich Anerkennung verdienen zu müssen oder nur dann wirklich „okay“ zu sein, wenn man funktioniert.

Gerade bei Entwicklungstrauma kann sich sehr früh etwas einprägen wie:
„Wenn ich alles richtig mache, bin ich sicherer.“
Und dann ist Leistung irgendwann nicht mehr einfach etwas, das man gern erbringt. Sie bekommt eine ganz andere Bedeutung. Sie wird zu etwas, worüber man versucht, Sicherheit, Zugehörigkeit oder Anerkennung herzustellen.

Deshalb geht es aus traumasensibler Sicht auch nicht einfach um „mehr Selbstbewusstsein“. Denn man kann durchaus wissen, dass man etwas kann, und sich trotzdem ständig so fühlen, als müsste man es erst wieder beweisen. Weil vielleicht war der Erfolg ja doch nurZufall?

Vielleicht bedeutet Veränderung deshalb auch gar nicht, irgendwann nie wieder an sich zu zweifeln. Sondern den eigenen Zweifeln nicht mehr automatisch mehr zu glauben als allem, was längst für einen selbst spricht.🌻

Wie gehts euch denn damit? Kennt ihr dieses Impostor von euch auch? Lasst uns gern in den Austausch gehen und so gemeinsam Brücken bauen um das Verständnis für Trauma wachsen zu lassen. 🌻🙏

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Warum geraten wir in Beziehungen immer wieder in ähnliche Konflikte, obwohl wir uns eigentlich Nähe, Sicherheit und Vers...
02/09/2026

Warum geraten wir in Beziehungen immer wieder in ähnliche Konflikte, obwohl wir uns eigentlich Nähe, Sicherheit und Verständigung wünschen?
Manchmal treffen alte Schutzstrategien aufeinander. Eine Person versucht vielleicht, durch Druck oder Kontrolle Sicherheit herzustellen, während die andere sich zurückzieht, erstarrt oder anpasst. Daraus kann ein Kreislauf entstehen, der beide zunehmend voneinander entfernt.

Ein traumasensibler Blick kann helfen, solche Dynamiken besser zu verstehen. Das bedeutet jedoch nicht, jeden Beziehungskonflikt zu einer Traumareaktion zu erklären oder verletzendes Verhalten zu entschuldigen. Nein, denn Verständnis und Verantwortung gehören zusammen.

Angeregt wurde dieser Beitrag durch den Blogartikel unseres Kollegen Michael Mosner aus unserer Praxisgemeinschaft in Bremen.
"Traumasensible Paartherapie – was heißt das eigentlich?“

Hier gehts zum vollständigen Artikel
https://www.paarcoachingbremen.de/blog/traumasensible-paartherapie/

Gibts bei dir auch Muster, die immer wieder in Beziehungen aufploppen? Hast du Erfahrung mit Paarberatung? Lass uns gern darüber in den Austausch gehen und so gemeinsam Brücken bauen, um das Verständnis für Trauma wachsen zu lassen 🌻

Herzliche Grüße,
dein tRAUMavereint-Team

Reagieren hochsensible Menschen anders auf Trauma?Nicht grundsätzlich. Kampf, Flucht, Erstarren oder starkes Anpassen si...
31/08/2026

Reagieren hochsensible Menschen anders auf Trauma?
Nicht grundsätzlich. Kampf, Flucht, Erstarren oder starkes Anpassen sind menschliche Schutzreaktionen, unabhängig davon, wie sensibel ein Mensch ist.

Mit "Hochsensibilität“ ist meist die sensorische Verarbeitungssensitivität, kurz SPS, gemeint. Sie beschreibt ein Persönlichkeitsmerkmal und keine psychische Diagnose. Menschen mit hoher SPS bemerken Reize und feine Veränderungen häufig stärker, verarbeiten Informationen gründlicher und können leichter überreizt sein.

Und genau das macht die Unterscheidung manchmal so schwierig. Starke Reizempfindlichkeit, emotionale Überforderung, Rückzug oder erhöhte Wachsamkeit können auch bei Traumafolgen auftreten.

Hypervigilanz kann zum Beispiel wie besondere Sensibilität wirken. Gemeint ist damit jedoch eine anhaltend erhöhte Wachsamkeit gegenüber möglichen Gefahren, wie sie bei Traumafolgen vorkommen kann. Gleichzeitig können Traumafolgen auch das Gegenteil bewirken. Abschalten, innere Taubheit oder eine verminderte Wahrnehmung von Reizen.

Hochsensibilität und Traumafolgen können also zusammen auftreten und sich in manchen Merkmalen ähneln. Sie sind aber nicht dasselbe und aus einem einzelnen Merkmal lässt sich nicht sicher ableiten, woher es kommt.

Hilfreicher kann es sein, genauer hinzuschauen ob diese Sensibilität schon immer da war. Tritt sie vor allem in bestimmten Situationen auf? Verändert sie sich mit Stress, Sicherheit oder bestimmten Auslösern?

Wie erlebst du das denn? Kannst du bei dir unterscheiden, was eher zu deiner grundsätzlichen Sensitivität gehört und was möglicherweise mit Traumafolgen zusammenhängt?
Lasst uns doch gern darüber in den Austausch gehen und so gemeinsam Brücken bauen, um das Verständnis für Trauma wachsen zu lassen 🌻

Herzliche Grüße
dein tRAUMavereint-Team

Manchmal schauen wir auf einen Menschen und fragen uns vielleicht:Was ist mit ihm los? Warum verhält er sich so? Manchma...
30/08/2026

Manchmal schauen wir auf einen Menschen und fragen uns vielleicht:
Was ist mit ihm los? Warum verhält er sich so?
Manchmal fragen wir uns das auch bei uns selbst ;-)

Systemische Therapie erweitert diesen Blick. Sie betrachtet nicht nur, was in einem Menschen geschieht, sondern auch, wie Erleben, Verhalten, Beziehungen und Lebensbedingungen sich gegenseitig beeinflussen.

So können Muster entstehen, in denen jede Reaktion die nächste wahrscheinlicher macht. Eine Person drängt, die andere zieht sich zurück. Dieser Rückzug verstärkt wiederum das Drängen. Dabei gehts dann auch nicht darum zu gucken, wer "Schuld" hat, sondern darum zu gucken, wie Menschen aufeinander reagieren. Welche Muster aktiviert werden.

Wechselwirkung bedeutet nicht gleiche Verantwortung. Gewalt, Kontrolle oder Grenzverletzungen werden durch eine systemische Betrachtung nicht relativiert! Und auch individuelle, körperliche oder psychische Faktoren bleiben natürlich bedeutsam.

Aber manchmal eröffnet ein anderer Blick halt schon auch neue Handlungsmöglichkeiten. Und ein kleiner veränderter Schritt kann Bewegung in ein festgefahrenes Zusammenspiel bringen. Kann, nicht muss.

Kennst du solche Muster, bei denen die Reaktionen zweier Menschen sich gegenseitig immer weiter verstärken? Kennst du das von dir selbst, dass du auf bestimmte Muster immer und immer wieder anspringst?
Lasst uns gern in den Kommentaren darüber austauschen und somit gemeinsam Brücken zu bauen, um das Verständnis für Trauma wachsen zu lassen 🙏🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Komorbidität klingt erstmal ziemlich medizinisch. Was ist damit denn aber eigentlich gemeint?In aller Kürze: Mehrere Erk...
28/08/2026

Komorbidität klingt erstmal ziemlich medizinisch. Was ist damit denn aber eigentlich gemeint?
In aller Kürze: Mehrere Erkrankungen oder Störungen bestehen gleichzeitig.

Gerade bei Menschen mit Traumafolgestörungen ist das keine Seltenheit. Vielleicht kennst du das ja auch von dir selbst. Depressionen, Angststörungen oder Substanzkonsumstörungen können zusätzlich auftreten. Und manchmal kommen noch körperliche Beschwerden, Schlafprobleme, Erschöpfung oder dissoziative Symptome dazu.

Viele Symptome bedeuten allerdings nicht gleichzeitig auch automatisch viele Diagnosen.

Für eine gute Behandlung kann es aber dennoch wichtig sein, genauer hinzuschauen. Was gehört wozu? Was beeinflusst sich gegenseitig? Was braucht gerade zuerst Aufmerksamkeit? Und was kann vielleicht gemeinsam behandelt werden?

Eine Diagnose beschreibt einen Teil dessen, womit ein Mensch gerade zu tun hat. Nicht den Menschen selbst. 🌻

Hast du denn auch Komorbiditäten? Wie beeinflussen sie sich gegenseitig? Wie sieht die Behandlung aus? Wenn du magst, lass uns doch gern in den Austausch gehen, um gemeinsam Brücken zu bauen und ein besseres Verständnis für Trauma wachsen zu lassen 🌻🙏

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Vielleicht kennst du das von dir auch, dass du dich durch und mit Essen versuchst zu regulieren? Häufig ist das eine Str...
27/08/2026

Vielleicht kennst du das von dir auch, dass du dich durch und mit Essen versuchst zu regulieren?

Häufig ist das eine Strategie des Nervensystems, um mit innerer Anspannung, Leere oder Überforderung umzugehen. Der Körper nutzt das, was verfügbar ist. Und Essen ist verfügbar. Oder eben auch nicht. Schnell. Wirksam. Verlässlich.

Traumasensibel hinschauen bedeutet dann nicht, alles gutzuheißen und das für immer so weiterzumachen, weil es ja kurzfristig hilft. Dennoch darf es gewürdigt werden und dann geschaut werden, welche Funktion dieses Verhalten erfüllt.

Denn solange Essen Regulation übernimmt, lässt es sich nicht einfach ersetzen oder „abstellen“. Essen ist dabei nur eine von vielen möglichen Strategien. Eine, die man vielleicht von Klein auf gelernt hat.

Ob zu viel oder zu wenig. Beides kann ein Versuch des Nervensystems sein, mit innerer Anspannung, Kontrollverlust oder Überforderung umzugehen.
Trauma zeigt sich nicht in einem Verhalten, sondern in der Art, wie unser System versucht, sich zu stabilisieren. Und da hilft dann kein Druck.

Wenn neue Wege der Selbstregulation dazukommen, verliert Essen nach und nach seine alleinige Rolle. Nicht durch Verbote. Sondern viel mehr durch Unterstützung. Durch andere, gesündere Regulationsstrategien. 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Vielleicht hast du das ja auch schon erlebt. Eigentlich hast du einen Konflikt mit einem Menschen. Und plötzlich melden ...
25/08/2026

Vielleicht hast du das ja auch schon erlebt. Eigentlich hast du einen Konflikt mit einem Menschen. Und plötzlich melden sich andere. Sie erklären dir, wie du die Situation sehen solltest. Vermitteln Botschaften. Verteidigen die andere Person. Oder versuchen, dich dazu zu bringen, wieder Kontakt aufzunehmen.

In der Populärpsychologie wird dafür manchmal der Begriff **„Flying Monkeys“** verwendet.
Das ist kein psychologischer Fach- oder Diagnosebegriff! Und nicht jeder Mensch, der sich in einen Konflikt einmischt, tut das bewusst manipulativ. Manche glauben tatsächlich zu helfen, kennen nur eine Seite der Geschichte oder geraten selbst in eine Dynamik hinein, die sie gar nicht vollständig überblicken.

Problematisch wird es vor allem dann, wenn über mehrere Personen hinweg immer wieder Druck entsteht, Grenzen nicht respektiert werden oder du zunehmend das Gefühl bekommst, dich rechtfertigen und deine eigene Wahrnehmung verteidigen zu müssen.

Gerade nach belastenden oder traumatischen Beziehungserfahrungen kann so etwas ziemlich verunsichern.🌻

Und vielleicht ist deshalb dieser Punkt besonders wichtig. Du musst nicht jeden Menschen von deiner Sicht überzeugen. Du darfst Grenzen setzen. Du darfst Gespräche beenden. Du darfst Informationen für dich behalten.

Achte gut auf dich. Schütze dich.
Und hör bitte niemals auf damit, dir selbst zu glauben.

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

In der Begleitung von Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen begegnen uns oft Anteile, die uns auf den ersten Blick...
22/08/2026

In der Begleitung von Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen begegnen uns oft Anteile, die uns auf den ersten Blick paradox erscheinen. Sie sind hart zu sich selbst oder scheinen den Täter sogar in Schutz zu nehmen.

Es sind hochspezialisierte Überlebensstrategien.
Das Täterintrojekt ist quasi eine nnere Kopie des Täters. Es agiert mit Härte und Kälte, um uns durch „vorbeugende Selbstbestrafung“ vor weiterer Gewalt im Außen zu schützen.
Der täterloyale Anteil sichert die psychische Bindung. Er verharmlost oder übernimmt die Schuld, um die schmerzhafte Realität des Verrats und der Einsamkeit abzuwehren.

Beide Anteile hatten einmal einen Auftrag, nämlich das Überleben zu sichern, als es sonst keinen Ausweg gab.
In der Therapie geht es nicht darum, diese Anteile zu „bekämpfen“, sondern ihre ursprüngliche Schutzfunktion zu würdigen und sie behutsam ins Heute einzuladen. In eine heute hoffentlich vorhandene Sicherheit, in der diese alten Strategien nicht mehr nötig sind.🌻

Welche dieser Dynamiken ist dir in deiner Arbeit oder auf deinem eigenen Weg schon begegnet?

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Dissoziation zunächst eine Schutzreaktion des Nervensystems.Unser Körper kennt verschiedene Überlebensstrategien wie z. ...
21/08/2026

Dissoziation zunächst eine Schutzreaktion des Nervensystems.
Unser Körper kennt verschiedene Überlebensstrategien wie z. B. Kampf, Flucht, Erstarrung, Anpassung...

Wir beschreiben hier Dissoziation ganz allgemein. Auf einzelne Dissoziationsformen (z. B. Depersonalisation, Derealisation oder strukturelle Dissoziation) gehen wir hier bewusst nicht im Detail ein 🌻

Welche Formen der Dissoziation kennst du denn?

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

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