26/12/2025
Krankenhaussterben stellt Rettungsdienst vor große Herausforderungen - CDU Landtagskandidat Andreas Birtel zu Gast in der DRK-Rettungswache in Braubach
"Danke für Ihren Einsatz, gerade auch an den Festtagen!" Mit großer Wertschätzung für ihre wertvolle Arbeit und einem Präsent als Dankeschön für die Arbeit an den Feiertagen schaute CDU-Landtagskandidat Andreas Birtel in der DRK-Rettungswache in Braubach vorbei, auf Einladung des DRK-Bezirksverbands Koblenz unter Leitung seines Präsidenten Leo Biewer und in Begleitung der örtlichen CDU-Vertreter Markus Fischer, Rolf Heep, Mathias Reuter und Karola Stinner. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch über die Leistungsfähigkeit des Rettungsdienstes und die wachsenden Herausforderungen für die Notfallversorgung.
DRK-Geschäftsführer Michael Schneider gab einen Überblick über die Arbeit der Integrierten Leitstelle Montabaur, die für die Landkreise Neuwied, Westerwald und Rhein-Lahn zuständig ist. Für 21 Rettungswachen angebunden, nimmt die Leitstelle jährlich rund 367.000 Anrufe entgegen – rund 1.000 pro Tag. Von hier aus werden etwa 150.000 Rettungs- und Krankentransporteinsätze pro Jahr koordiniert.
Der DRK-Rettungsdienst beschäftigt dafür über 550 Mitarbeitende und bildet derzeit 58, künftig 62, Auszubildende zu Notfallsanitäterinnen und -sanitätern aus. Die Einsatzfahrzeuge legten zuletzt 3,66 Millionen Kilometer zurück. Allein im Rhein-Lahn-Kreis wurden 2024 17.800 Einsätze gefahren, davon 2.800 in Braubach.
An der Rettungswache Braubach stehen zwei Rettungstransportwagen (RTW) und zwei Krankentransportwagen (KTW) zur Verfügung. Wachenleiter Jörg Steegen verwies auf die hohen Investitionen: 300.000 bis 350.000 Euro koste ein einzelnes Einsatzfahrzeug. Insgesamt weist der DRK-Bezirksverband Mittelrhein eine Bilanzsumme von 25,4 Millionen Euro und einen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro aus. Jährlich fließen 3 bis 3,5 Millionen Euro in Fahrzeuge, Medizintechnik und Ausbildung.
Ein zentrales Thema des Besuchs war das Krankenhaussterben und der Rückgang von Notaufnahmen überall im Land. CDU-Landtagskandidat Andreas Birtel machte deutlich, dass diese Entwicklung direkte Auswirkungen auf den Rettungsdienst hat:
„Weniger Kliniken bedeuten längere Transportwege und eine stärkere Bindung von Einsatzfahrzeugen. Das verschärft die ohnehin angespannte Situation im Rettungsdienst spürbar.“
Leo Biewer betonte die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen:
„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Dienst für die Bevölkerung. Damit sie diese Aufgabe auch künftig erfüllen können, braucht es Planungssicherheit und eine auskömmliche Finanzierung.“
Geschäftsführer Michael Schneider warnte: „Der Rettungsdienst fängt immer häufiger strukturelle Defizite des Gesundheitssystems auf. Das kann auf Dauer nicht funktionieren.“
Der Besuch in der DRK-Rettungswache Braubach machte deutlich, wie leistungsfähig der Rettungsdienst in der Region arbeitet – und zugleich, wie dringend nachhaltige Lösungen für die Notfallversorgung gebraucht werden. "Dafür möchte ich mich künftig in Mainz einsetzen", betonte Birtel.