Bundesamt für Naturschutz BfN

Bundesamt für Naturschutz BfN Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Bundesamt für Naturschutz BfN, Regierungsinstitution, Konstantinstrasse 110, Bonn.

Für das Bundesamt für Naturschutz (BfN) postet das Social-Media-Team des Bundesamtes für Naturschutz www.bfn.de | Impressum: www.bfn.de/impressum.html
Hier geht es zur Social-Media-Netiquette des BfN: https://www.bfn.de/social-media-netiquette Das Bundesamt für Naturschutz ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Wir beraten das BMUKN in allen Fragen des nationalen und internationalen Naturschutzes und der Landschaftspflege, fördern Naturschutzprojekte, betreuen Forschungsvorhaben und sind zuständige Meeresnaturschutzbehörde für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone sowie Genehmigungsbehörde für die Ein- und Ausfuhr geschützter Tier- und Pflanzenarten.

🎉Auszeichnung des Projekts „Lebendige Geschäftsstelle“ Gestern zeichnete die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz...
16/09/2026

🎉Auszeichnung des Projekts „Lebendige Geschäftsstelle“
Gestern zeichnete die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Sabine Riewenherm, den Anglerverband Niedersachsen für sein Projekt „Lebendige Geschäftsstelle“ im Rahmen der UN-Dekade Wiederherstellung von Ökosystemen aus. Die Umsetzung des „Arten-Gartens“ überzeugte die Jury als wichtiger Beitrag zur Wiederherstellung von Stadtnatur.

📣 Sabine Riewenherm, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, betonte in ihrer Laudatio:
"Der „ArtenGarten“ ist ein wichtiges Beispiel für erfolgreiche Wiederherstellung von Stadtnatur: Durch naturnah gestaltete Gärten und Firmengelände bieten sich besonders viele Möglichkeiten, Artenvielfalt, Klimaanpassung und menschliche Gesundheit gemeinsam zu adressieren.“

Besonders positiv hob die Jury des UN-Dekade-Wettbewerbs folgende Aspekte hervor:
✅ Die tatsächliche ökologische Wirkung der Umgestaltung des Verbandssitzes, einschließlich des Außengeländes und des Gebäudes:
🔸 Es wurden über 1.000 m² monotone Freifläche in eine naturnahe, kleinstrukturierte Oase mit vielfältigen Staudenbeeten, blütenreichem Magerrasen und Obstgehölzen verwandelt.
🔸 Trockenmauern, Totholzhaufen, Teiche und Nisthilfen für Wildbienen, Fledermäuse und Vögel schaffen wertvolle Schlüsselstrukturen für die Biodiversität.

✅ Die bemerkenswerte Eigeninitiative der Mitarbeiterschaft:
🔸 Die Idee für die naturnahe Umgestaltung kam von den Mitarbeitenden selbst. Sie entwickelten in ihrer Freizeit über mehrere Monate die Planung und Umsetzung.

✅ Die große Strahlkraft des Projektes
🔸 Als sichtbare Visitenkarte des Anglerverbands Niedersachsen sensibilisiert die Geschäftsstelle rund 100.000 Mitglieder und viele Seminarteilnehmende für naturnahe Gestaltung und die sichtbar positiven Effekte von praktischem Naturschutz.

Alles zusammen führte zur Auszeichnung als „Lebendige Geschäftsstelle“. Wir gratulieren allen Mitarbeitenden herzlich für diese Leistung.

Fotos: Angelverband Niedersachsen

📣Auftakt „Wouldham Camp“:Vom militärischen Übungsgelände zum AuenbiotopAn der Weser im Südwesten der Stadt Hameln liegt ...
14/09/2026

📣Auftakt „Wouldham Camp“:
Vom militärischen Übungsgelände zum Auenbiotop

An der Weser im Südwesten der Stadt Hameln liegt das
ehemalige militärische Übungsgelände. Mit dem Abzug
der britischen Armee im Jahr 2014 endete der Bedarf,
das Gelände und die Gebäude wurden nur noch
teilweise genutzt.
Das Gebiet liegt zum großen Teil im
Überschwemmungsgebiet der Weser sowie der
einmündenden Humme. Eine Nutzung des Areals zum
Beispiel durch Wohnbebauung war daher nicht möglich.
Im ANK-Modellvorhaben „Wouldham Camp“ soll dieses
Areal wieder als naturnahe Aue der Weser entwickelt
werden. 💦

Zur Auftaktveranstaltung des
ANK-Modellvorhabens war auch Sabine Riewenherm,
Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, zu Gast.
Außerdem nahmen Vertreter*innen des Bundesforstes,
der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sowie der
Stadt Hameln an dem feierlichen Auftakt teil. Zum Ende
des Programms folgten gleich Taten: Gemeinsam
wurden Weidenstecklinge auf dem Gelände
angepflanzt.

Das Vorhaben ist Teil des Bundesprogramms Blaues
Band Deutschland und wird im Rahmen des ANK
gefördert.

Fotos: I. Quick/BfN

Gestern besuchte die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Sabine Riewenherm, das Kooperationsprojekt „Blaues Ban...
09/09/2026

Gestern besuchte die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Sabine Riewenherm, das Kooperationsprojekt „Blaues Band trifft Grünes Band“ an der Werra in Thüringen.
Hier treffen zwei besondere Naturschutzprojekte aufeinander:
Das „Grüne Band“ verläuft als Naturmonument entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Das Bundesprogramm „Blaues Band“ setzt sich für die Renaturierung von Flüssen und Auen entlang der Bundeswasserstraßen ein. 💧

🤝Das Kooperationsprojekt „Blaues Band trifft Grünes Band“ schafft die einmalige Chance, beides miteinander zu kombinieren.

🗨️ BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm betonte in ihrem Grußwort:
"Das Projekt "Blaues Band trifft Grünes Band" schafft eine besondere Verbindung zwischen dem Grünen Band als bedeutendem terrestrischen Biotopverbund und dem Blauen Band entlang der Bundeswasserstraßen. Fluss, Ufer und Aue werden dabei erstmals konsequent gemeinsam betrachtet. Intakte Auen machen unsere Gewässer widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels - sie speichern Wasser in Trockenzeiten, dämpfen die Folgen von Starkregen- und Hochwasser, binden Kohlenstoff und sind ein ökologisch wertvoller Lebensraum."

Die Renaturierungen an der Werra zeigt eindrucksvoll, dass Schutz und Nutzung eines Flusses miteinander vereinbar sein können. Dafür müssen Fluss, Ufer und Aue gemeinsam betrachtet und Projekte in enger Kooperation mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung umgesetzt werden.

Foto: Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, WSV.de

Natürlicher Klimaschutz lebt vom Austausch und der Zusammenarbeit der Akteure. Das erste Vernetzungstreffen der  -Region...
03/09/2026

Natürlicher Klimaschutz lebt vom Austausch und der Zusammenarbeit der Akteure. Das erste Vernetzungstreffen der -Regionalbüros der Bundesländer fand am 1. und 2. September im Bundesamt für Naturschutz in Bonn statt. Rund 80 Teilnehmende der Regionalbüros aus allen Bundesländern tauschten sich über Synergien und Lösungsansätze zum Natürlichen Klimaschutz aus.
Ziel des Treffens war es vor allem, die Zusammenarbeit zwischen den Regionalbüros zu stärken und ein gemeinsames Verständnis zu Arbeitsprozessen zu entwickeln. Darüber hinaus konnte der Wissenstransfer zu wichtigen Themen im Natürlichen Klimaschutz gefördert werden.

Neue Schwerpunktausgabe von „Natur und Landschaft“: Naturschutz und erneuerbare Energien an LandDer Ausbau von Stromtras...
02/09/2026

Neue Schwerpunktausgabe von „Natur und Landschaft“: Naturschutz und erneuerbare Energien an Land

Der Ausbau von Stromtrassen, Windenergie- und Solaranlagen, Biomassekraftwerken und Batteriespeicheranlagen schreitet voran und prägt zunehmend Natur und Landschaft.
Dadurch wird der Bedarf an einer strategisch geplanten und gemanagten grünen Infrastruktur immer dringender. Denn für den natürlichen Klimaschutz, den Landschaftsschutz, den Schutz von Arten und Lebensräumen sowie der biologischen Vielfalt sind ebenso Flächen notwendig wie für die Infrastruktur der Energiewende.

📰 Wo steht der Naturschutz beim Ausbau der erneuerbaren Energien an Land und wie könnten Beiträge zu einer naturverträglichen Ausgestaltung der Energiewende aussehen? Diesen Fragen widmet sich die neue Schwerpunktausgabe der Zeitschrift „Natur und Landschaft“.
Weiterführende Links finden Sie [SB1.1]auf der Website der Zeitschrift unter: https://www.natur-und-landschaft.de/online-ausgabe

👉 Die aktuelle Ausgabe können Sie ab sofort über den Webshop des Kohlhammer Verlags zum Preis von 16,80 € downloaden oder einzelne Beiträge zum Preis von 4,95 €.


Foto (jpg): Titelbild der aktuellen Ausgabe von „Natur und Landschaft“ (© Verlag W. Kohlhammer, Graphik: Lorna Schütte)

🎊Unser ANK-Projekt des Monats September: Die KlimafarmOb Erosionsschutzmatten beim Heavy Metal-Festival in Wacken oder b...
01/09/2026

🎊Unser ANK-Projekt des Monats September: Die Klimafarm

Ob Erosionsschutzmatten beim Heavy Metal-Festival in Wacken oder biologisch abbaubare Pflanztöpfe – die Vielfalt der Produkte aus Mooren ist groß. Das Projekt Klimafarm setzt auf die Bewirtschaftung wiedervernässter Moore mit spezialisierter Erntetechnik und dem Aufbau von Wertschöpfung aus der gewonnenen Biomasse. Die Verbindung des natürlichen Klimaschutzes mit der Landwirtschaft ist die Basis dieses ANK-Projekts.

❗️Lange Zeit wurden Moore entwässert, damit ihre Flächen landwirtschaftlich genutzt werden konnten. Dies bringt jedoch immer größere Probleme mit sich, da trockengelegte Torfböden an Höhe verlieren, die Entwässerung zunehmend schwieriger wird und bei der Zersetzung des Torfs erhebliche Mengen an CO₂ freigesetzt werden.

⛷ Pistenraupe fürs Moor?
👉Das Projekt Klimafarm der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein untersucht im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK), wie sich wiedervernässte Moorflächen weiterhin wirtschaftlich nutzen lassen.
Für die Ernte werden unter anderem speziell angepasste Maschinen wie eine umgerüstete Ski-Pistenraupe, Stachelwalzenmäher und Schlepper mit Zwillingsbereifung eingesetzt.
Fotos: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

Thunfisch im Sylter Außenriff gesichtetVor wenigen Tagen wurde zum ersten Mal im Rahmen des BfN Flugmonitorings ein Thun...
31/08/2026

Thunfisch im Sylter Außenriff gesichtet

Vor wenigen Tagen wurde zum ersten Mal im Rahmen des BfN Flugmonitorings ein Thunfisch im Naturschutzgebiet „Sylter Außenriff – Östliche Deutsche Bucht“ gesichtet. Es handelte sich um einen Atlantischen Blauflossen-Thunfisch (𝘛𝘩𝘶𝘯𝘯𝘶𝘴 𝘵𝘩𝘺𝘯𝘯𝘶𝘴). Das Tier wurde auf rund zwei bis 2,5 Meter Länge geschätzt. Blauflossen-Thunfische können kurzzeitig Schwimmgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erreichen. Sie zählen damit zu den schnellsten Meeresfischen und können ein Gewicht von bis zu 600 kg erreichen. Diese Thunfischart unternimmt weite Wanderungen, um nahrungsreiche Meeresgebiete aufzusuchen. Seine Nahrung besteht unter anderem aus Schwarmfischen wie Heringen, Sprotten, und Sandaalen, die charakteristischen Arten der Fischgemeinschaft im Sylter Außenriff darstellen.

Diese außergewöhnliche Naturbeobachtung wurde im Rahmen des Schweinswalmonitorings des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) über der östlichen Nordsee gemacht und ist für die Forschung außergewöhnlich und zugleich ein Zeichen für erfolgreiche Meeresnaturschutzmaßnahmen. Auf demselben Forschungsflug wurden zahlreiche Schweinswale, darunter Mutter-Kalb-Paare, sowie viele Robben beobachtet. Die Forschungsergebnisse unterstreichen die Bedeutung des Schutzgebiets Sylter Außenriff als nahrungsreiches Meeresgebiet für seltene und gefährdete Arten.

Der Blauflossen-Thunfisch war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts regelmäßig und zeitweise in großer Individuenzahl in der Nordsee anzutreffen. Mit der starken Zunahme der Fischerei ging der Bestand jedoch drastisch zurück und Anfang der 1960er-Jahre brach die Fischerei auf Blauflossen-Thunfisch vollständig zusammen. Der Blauflossen-Thunfisch wurde 2003 in die sog. OSPAR-Liste (OSPAR = Oslo-Paris-Konvention; Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks) der bedrohten bzw. im Rückgang begriffenen Arten und Lebensräume aufgenommen.

Die Bestände im östlichen Atlantik haben sich inzwischen deutlich erholt und auch das Verbreitungsgebiet der Art hat sich wieder nach Norden ausgedehnt. Beispielsweise wurden bereits 2022 Blauflossen-Thunfische vor der norwegischen Küste beobachtet.

Weitere Infos zum marinen Monitoring des BfN: https://www.bfn.de/marines-monitoring

Außenriff

Foto: Whitepointer/iStock-Getty Images Plus via Getty Images

Heute aus unserer Reihe "Artportraits": der Warzenbeißer Der Warzenbeißer (Decticus verrucivorus) ist die Art des Monats...
28/08/2026

Heute aus unserer Reihe "Artportraits": der Warzenbeißer

Der Warzenbeißer (Decticus verrucivorus) ist die Art des Monats August des Rote Liste Zentrums und wurde außerdem zum Insekt des Jahres 2026 gewählt. Er erhielt seinen ungewöhnlichen Namen aufgrund des alten Volksglaubens, dass sein kräftiger Biss und sein „scharfer Saft“ Warzen heilen könnte.

Die markanten Merkmale dieser Heuschreckenart sind sein bulliger Körper, die langen Fühler und das charakteristische würfelförmigen Muster auf den kurzen Vorderflügeln. Er ist auf nicht oder wenig gedüngten Wiesen und Magerrasen heimisch. Von Ende Mai bis zum Frühherbst hört man dann die Rufe der Männchen. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in die obere Bodenschicht. Erst im folgenden oder übernächsten Frühjahr schlüpfen die Larven und entwickeln sich über sieben Häutungen zu geschlechtsreifen Heuschrecken.

Der Warzenbeißer ist in ganz Europa und Asien verbreitet, und auch in Deutschland findet man ihn im gesamten Bundesgebiet. Durch Düngung, Aufforstung oder Umbruch des Bodens ihrer natürlichen Lebensräume schwindet auch die Populationen des Warzenbeißers. In der aktuellen Roten Liste Deutschlands wie auch in fast allen Roten Listen der Länder gilt die Art deshalb als gefährdet.

Weitere Infos unter: https://www.rote-liste-zentrum.de/themenwelt/artenportraits/heuschrecke-mit-kraftvollem-biss/

Foto © Wolfgang Kathe

Was lebt eigentlich unter unseren Füßen?Böden gelten als Hotspots der Biodiversität. Sie beherbergen eine enorme Vielfal...
27/08/2026

Was lebt eigentlich unter unseren Füßen?

Böden gelten als Hotspots der Biodiversität. Sie beherbergen eine enorme Vielfalt an Lebewesen, mikroskopisch kleine Pilze und Bakterien, Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßer und viele mehr. Genau dieses komplexe Netzwerk hält den Boden gesund und funktionsfähig.

Es gibt viele verschiedene Programme, um den Bodenzustand datentechnisch zu erfassen. Allerdings haben diese jeweils unterschiedliche Schwerpunkte und Zielsetzungen. Dadurch sind die Daten nur schwer vergleichbar, sodass eine Bewertung des Zustands und der Veränderungen der Bodenbiodiversität auf Bundesebene bislang nicht möglich ist. Wie sich das ändern lässt, beschreibt das „Konzept für ein bundesweites Bodenbiodiversitätsmonitoring“, das nach Jahren intensiver Arbeit durch ein Fachgremium erstellt wurde. Im Gremium engagieren sich Fachleute aus der Bodenzoologie, -mikrobiologie und -ökologie, der Monitoringpraxis, der Forschung sowie Bundes- und Landesbehörden beteiligt.

Das jetzt fertiggestellte Konzept für ein bundesweites Bodenbiodiversitätsmonitoring ist ein wichtiger Schritt, um das Leben im Boden besser zu verstehen, seinen Zustand belastbarer zu erfassen und die Voraussetzungen für wirksamen Boden- und Biodiversitätsschutz weiterzuentwickeln.

Ausführliche Infos zu diesem Thema findest du unter: https://www.monitoringzentrum.de/konzept-fuer-ein-bundesweites-bodenbiodiversitaetsmonitoring



Foto ©Tomasz Klejdysz – stock.adobe.com

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