29/05/2026
BOCHOLT, WIE LANGE WOLLT IHR EUCH DAS NOCH GEFALLEN LASSEN?
Ein Beitrag von Rainer Sauer, Vorsitzender der Sozialen Liste Bocholt
2019 begann die Rathaussanierung. Damals sprach man von rund 37 Millionen Euro. Dann wurden daraus über 50 Millionen. Danach über 80 Millionen. Heute reden wir offen über BIS ZU 120 MILLIONEN EURO!
Und dabei ist der Kauf des Gigaset-Gebäudes für rund 9 Millionen Euro noch gar nicht eingerechnet – eines Gebäudes, das ursprünglich nur als Übergang dienen sollte, weil das Rathaus längst fertig sein sollte.
Seit Jahren wird die Öffentlichkeit beruhigt. Seit Jahren heißt es: „Jetzt haben wir alles im Griff.“ Seit Jahren steigen die Kosten weiter. Und fertig ist bis heute nichts.
Und eines muss klar gesagt werden: Die Soziale Liste Bocholt hat seit Jahren genau davor gewarnt.
Im Stadtrat. In der Öffentlichkeit. Mit Anträgen. Mit klaren Hinweisen auf Risiken, Kostensteigerungen und mangelnde Transparenz.
Jetzt soll plötzlich ein „Grundsatzbeschluss“ her, damit nicht ständig erneut öffentlich über weitere Millionen abgestimmt werden muss. Genau DAS ist das Problem!
Es geht hier um öffentliche Gelder. Es geht um unser Steuergeld. Und deshalb braucht es maximale Transparenz – nicht weniger Öffentlichkeit!
Die Bürgerinnen und Bürger wurden viel zu lange mit immer neuen Erklärungen vertröstet. Erst hieß es, 100 Millionen werde es niemals geben. Das sagte sogar noch der damalige Bürgermeister im Wahlkampf, als man bereits bei über 84 Millionen Euro lag.
Heute stehen wir bei möglichen 120 Millionen Euro. Und wer glaubt ernsthaft, dass damit Schluss ist?
CDU und Grüne verfügen im Rat über die Mehrheit (zuvor waren es CDU und SPD) und tragen die politische Verantwortung für dieses Projekt. Der neue Bürgermeister wirkt bislang nicht wie jemand, der endlich Klartext spricht oder einen echten Neuanfang wagt. Stattdessen wird weitergemacht wie bisher – koste es, was es wolle.
Aber irgendwann ist Schluss!
Bocholt braucht jetzt: KEIN „Weiter so“. KEINE Salamitaktik mehr. KEINE Beruhigungspillen für die Öffentlichkeit.
Bocholt braucht: volle Transparenz, echte Bürgerbeteiligung, einen Ratsbürgerentscheid und endlich den Mut zum Umdenken.
Die Soziale Liste Bocholt sagt klar: Dieses Rathaus darf nicht zum Fass ohne Boden werden!
Wenn Politik und Verwaltung nicht mehr bereit sind, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen, dann müssen die Bürgerinnen und Bürger selbst das STOPPSCHILD aufstellen.
Die Menschen in Bocholt haben ein Recht darauf, selbst mitzuentscheiden, wie viele Millionen Euro hier noch versenkt werden sollen.
Jetzt ist die Zeit gekommen, gemeinsam Druck zu machen. Für Transparenz. Für Verantwortung. Für Bocholt.