01/06/2026
Notfälle bei älteren Menschen können schneller ernst werden. Ruhe bewahren und richtig handeln kann Leben retten. Hier die wichtigsten Sofortmaßnahmen für den Alltag:
Bei einem Sturz
- Ruhe bewahren und die Person ansprechen: ist sie ansprechbar?
- Sichtbare schwere Schmerzen, Fehlstellungen, starke Blutungen oder Kopfaufprall → nicht bewegen, sofort Hilfe holen.
- Ansprechbare Personen langsam und vorsichtig in eine bequeme Position bringen, warm zudecken und beobachten (Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit).
- Bei verzögert auftretenden Beschwerden: ärztliche Hilfe anfordern.
Starke Blutung
- Mit sauberem Tuch oder Kompresse direkt Druck auf die Wunde ausüben.
- Wunde ruhig halten, Fremdkörper nicht entfernen.
- Blutung nicht stoppbar oder tiefe Wunde → Notruf wählen.
Schlaganfall (sofort handeln!)
- Typische Anzeichen: plötzliche Lähmungen/Schwäche (meist einseitig), hängender Mundwinkel, Sprachstörungen, Verwirrtheit, Sehstörungen oder Gleichgewichtsstörungen.
- Schnelltest: Lächeln lassen, beide Arme heben lassen, einen kurzen Satz sprechen lassen. Gelingt das nicht oder nur eingeschränkt → sofort Notruf.
- Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes: Person ruhig lagern, nicht allein lassen, nichts zu essen/trinken geben. Zeitpunkt des Symptombeginns merken.
Herzinfarkt (schnell handeln)
- Warnsignale: starke Brustschmerzen/Druck, Ausstrahlung in Arm/Rücken/Kiefer, Atemnot, Übelkeit, Kaltschweißigkeit oder auch unspezifische Schwäche bei Älteren.
- Sofort Notruf wählen, Person halb sitzend lagern, Ruhe bewahren, enge Kleidung lockern.
- Bewusstlos und nicht normal atmend → Wiederbelebung beginnen, wenn geschult, und Notruf absetzen.
Vorbeugung im Alltag
- Gute Beleuchtung, rutschfreie Böden, aufgeräumte Wege und festes Schuhwerk.
- Gehhilfen regelmäßig prüfen und Medikamente mit Fachpersonal besprechen (manche Mittel verursachen Schwindel).
- Notfallinfos griffbereit halten: Hausarzt, Medikamentenliste, Vorerkrankungen, Allergien.
- Hausnotrufsysteme können zusätzliche Sicherheit geben.
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