29/04/2026
Mit wenig viel erreichen – unter diesem Motto haben wir am 27. und 28. April in Berlin gemeinsam mit knapp 90 Kolleg*innen aus allen Bundesländern erarbeitet, wie Dienste und Einrichtungen der Hospizarbeit, Palliativversorgung und Trauerbegleitung auch mit überschaubaren Mitteln und wenig Personal wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit machen können.
In der Bank für Sozialwirtschaft gab es an zwei Tagen Impulse, Vorträge und praxisnahe Workshops. Die Journalistin und KI-Enthusiastin Bettina Blass zeigte, wie man Kommunikation mit KI effizienter gestalten kann, Ilona Aziz von „visuell-kommunizieren.de“ führte in die Feinheiten der Fotographie mit dem Smartphone ein und die Fundraiserin Susanne Bietz machte überzeugend klar, dass es in der Natur der Menschen liegt, eine gute Sache unterstützen zu wollen – man muss nur zu fragen wissen.
Im mittlerweile etablierten Format Good Practice stellte Jala El Jazairi, Fachzuständige für diversitätssensible Hospiz- und Palliativarbeit beim Unionhilfswerk, das Projekt „Begleitung am Lebensende“ vor, eine Kooperation zwischen dem Verein migrantas und der Zentralen Anlaufstelle Hospiz des UHW.
Denise Kirsch von der Koordinierungsstelle Hospiz und Palliativarbeit Hamburg berichtete von einer Postkartenkampagne für die Ehrenamtsgewinnung im Bereich der Kinderhospizarbeit und das Kartenspiel „Nachgefragt“, das eine schöne Möglichkeit bietet, sich unter Angehörigen, in der Familie und im Freundeskreis mit den Themen Leben, Sterben, Tod und Trauer zu befassen.
Annika Fritzsche vom Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln erzählte von neugierigen kleinen und jugendlichen Teilnehmer*innen bei der „KölnerKinderUni“ der Universität zu Köln und beim WDR-Tag „Türen auf mit der Maus“, wo gerade die jüngeren Menschen mit sehr viel Offenheit und Wissbegierde alles über Krankheit, Sterben, Tod und Trauer erfahren wollten.
Angie Woicke präsentierte das Festival der Endlichkeit, mit dem das Palliativnetz Travebogen gemeinsam mit zahlreichen Partnern seit 2023 eine Woche mit informativen, inspirierenden und kreativen Veranstaltungen bietet.
Und zu guter letzt zeigte Karsten Holling, Hospizleiter St. Josef Hospiz gemeinnützige GmbH aus Torgau, wie er in der sächsischen Kreisstadt mit etwa 20.000 Einwohnern auf die die Woche der Hospizarbeit aufmerksam gemacht hat.
Das Fazit der Teilnehmer*innen Die mittlerweile 11. Fachtagung hat gezeigt: Gute Öffentlichkeitsarbeit braucht kein großes Budget – aber Ideen, Experimentierfreude und Enthusiasmus. Von allem ist, soweit wir als Veranstalterinnen sehen konnten, unglaublich viel vorhanden.
Wir bedanken uns bei unseren Referentinnen und allen Kolleg*innen, die mit ihrem Input die Tagung und unsere Arbeit bereichert haben! 🧡