04/04/2023
In unserer letzten Sitzung haben wir uns intensiv mit dem Volksentscheid des Klimagesetzes auseinandergesetzt. Wir sind enttäuscht, dass der Volksentscheid, trotz einer Mehrheit, gescheitert ist, aber wir geben nicht auf. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Berlin klimaneutral zu machen und dafür zu kämpfen, dass die Stadt sozial, ökologisch gerecht wird.
Wir haben daher eine Reihe von Anträgen und Vorschlägen erarbeitet, die wir in den nächsten Wochen und Monaten einbringen werden. Wir wollen uns auch noch besser mit den Innenstadt-Bezirken vernetzen und gemeinsam für eine grüne und lebenswerte Stadt eintreten.
Unsere Anträge und Vorschläge umfassen folgende Punkte:
- Wir fordern, die Reflexionsisolierung als eine förderbare Maßnahme anerkennen lassen. Die Reflexionsisolierung ist eine effektive und kostengünstige Methode, um die Wärmedämmung von Gebäuden zu verbessern. Sie wurde schon von Max Planck erforscht und hat sich in anderen Ländern bewährt. Wir wollen, dass die IBB diese Technologie fördert und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.
- Wir fordern, den sozialen Wohnungsbau zu stärken und eine Sanierungsoffensive zu starten. Wir fordern, dass das Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetz konsequent umgesetzt wird und dass alle Wohnungen energetisch saniert werden. Das senkt nicht nur den CO₂-Ausstoß, sondern auch die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter. Wir wollen, dass der Senat hier eine Vorbildfunktion übernimmt und die nötigen Mittel bereitstellt.
- Wir fordern, die Nutzung von Umweltenergie in Berlin ausbauen und die Wasserstoffproduktion und Speicherung zu fördern. Wir glauben, dass Wasserstoff ein wichtiger Baustein für die Energiewende ist und dass Berlin hier eine Vorreiterrolle spielen kann. Wir wollen, dass der soziale Wohnungsbau hier ebenfalls Pilotprojekte durchführt und zeigt, wie Wasserstoff in der Praxis eingesetzt werden kann.
- Wir fordern, die Berliner Mittelstandsliste wiederzubeleben. Wir sind überzeugt, dass der Mittelstand ein wichtiger Partner für die Energiewende ist und dass er Unterstützung braucht. Wir wollen, dass die Materialpreise für Sanierungen gesenkt werden und dass es mehr Anreize gibt, Balkonkraftwerke zu installieren. Damit können wir die dezentrale Energieversorgung stärken und mehr Menschen an der Energiewende beteiligen.
-Wir fordern, dass die BVG und S-Bahn ebenfalls seine Wasserstoffflotte aufbaut und diesen selbstproduziert. Dieses ist wichtig, um Kosten zu senken und ermutigt noch mehr Berliner auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Wir glauben, dass die Wasserstofftechnologie eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Alternative zum Diesel ist, die sowohl die Luftqualität als auch das Klima verbessert. Wir sind beeindruckt von den Erfolgen der Deutschen Bahn, die bis 2022 die weltweit größte Wasserstoffzug-Flotte in Hessen starten will. Diese Züge haben eine Reichweite von 1000 Kilometern, eine Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h und stoßen nur Wasserdampf aus. Wir fordern die BVG auf, sich an diesem innovativen Projekt zu beteiligen und ebenfalls Wasserstoffbusse und -bahnen anzuschaffen. Wir sind überzeugt, dass dies den öffentlichen Nahverkehr in Berlin attraktiver, sauberer und effizienter machen würde.
-Wir fordern den Ausbau von noch mehr Gründächern vorantreiben, weil wir glauben, dass sie viele Vorteile für die Umwelt und die Lebensqualität in unserer Stadt haben.
Gründächer sind eine wichtige Maßnahme, um die Folgen des Klimawandels in der Stadt zu mildern. Sie bieten zahlreiche ökologische und ökonomische Vorteile, wie die Verbesserung der Luftqualität, die Reduzierung des Energieverbrauchs, die Erhöhung der Biodiversität und die Entlastung der Kanalisation. Berlin ist eine der grünsten Städte Deutschlands und verfügt über mehr als 20.000 Gebäude mit begrünten Dächern, die insgesamt eine Fläche von über 650 Hektar bedecken.
Um den Ausbau von noch mehr Gründächern voranzutreiben, ist eine Novellierung des Baurechts in Berlin notwendig. Das Land Berlin hat bereits ein Förderprogramm namens Gründach PLUS ins Leben gerufen, das die Begrünung von Bestandsgebäuden finanziell unterstützt. Ab 2023 soll dieses Programm auch die Fassadenbegrünung umfassen, die ebenfalls einen positiven Effekt auf das Stadtklima hat. Das Ziel ist es, innovative und beispielhafte Projekte zu fördern, die zeigen, wie eine Gebäudebegrünung unter verschiedenen Bedingungen gelingen kann. Damit soll Berlin zu einer klimarobusten und lebenswerten Stadt werden.
Wir laden alle Interessierten ein, am 25.05.2023, mitzudiskutieren.