25/09/2023
📍 Ukraine, Russland, Georgien, Türkei, Bulgarien, Rumänien und Moldau reihen sich um das Schwarze Meer 🌊 . Eine Region, in der Kooperation und Konfrontation aufeinandertreffen 🛳 .
So beschäftigt sich auch unser Führungskräfteseminar dieses Jahr mit der strategischen Bedeutung des Binnengewässers.
Für die Ukraine ist das Schwarze Meer Teil einer wichtigen Handelsroute. Circa 50 Prozent ihrer Exporte wickelte das Land in Friedenszeit über den Hafen Odessa ab. Bis Juli 2023 ermöglichte das Getreideabkommen noch den Export von fast 33 Millionen Tonnen Weizen und anderen Nahrungsmitteln. Russland jedoch verlängerte das Abkommen nicht. Nun sucht die Ukraine nach Ausweichrouten, wie zum Beispiel über den rumänischen Hafen Constanta.
Das Schwarze Meer ist allerdings nicht nur ein wichtiges Gewässer für die Wirtschaft, sondern auch militärisch von großer Bedeutung.
Der Vertrag von Montreux gibt der Türkei die Kontrolle über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus. Dadurch konnte die Türkei zu Beginn des Krieges verhindern, dass Kriegsschiffe aus anderen Gebieten ins Schwarze Meer laufen. „Somit konnte die Ausbreitung des Konflikts am Schwarzen Meer gedämmt werden“, erklärt Dr. Yasar Aydin von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).
Bevor es auf Studienreise nach ✈ ➡ Georgien, Moldau und in die Türkei geht, hatte die Seminargruppe in Berlin Zeit, sich tiefgründig mit der Historie, der aktuellen Situation sowie möglichen zukünftigen Szenarien für die Region zu beschäftigen.
Gespräche mit der Botschafterin Rumäniens, Adriana-Loreta Stănescu, dem Botschafter von Georgien Prof. Dr. Levan Izoria, dem Botschafter der Türkei, A. Başar Şen und dem Gesandten der ukrainischen Botschaft, Maksym Yemelianov, gaben den Teilnehmenden die Gelegenheit Einblicke in die politischen Situationen der Länder zu erhalten.
Botschafterin Adriana-Loreta Stănescu betonte bei ihrem Besuch an der BAKS die Bedeutung Rumäniens als Europas Brücke zum Schwarzen Meer.
„Wir brauchen verbindliche Sicherheitsgarantien um die bitteren Erfahrungen des Budapester Memorandum nicht zu wiederholen,“ appellierte der Gesandte der ukrainischen Botschaft Maksym Yemelianov.
🙏 Vielen Dank für ein spannende erste Seminarwoche.