11/06/2018
Im Juni 2018 haben wir im Auftrag einer Berliner Wohnungsbaugenossenschaft ein Mitglied mit fristloser Kündigung wegen Zahlungsverzug erfolgreich unterstützen können. Für den nicht mehr ganz jungen Mann haben wir ein Darlehen beim zuständigen Hilfeträger zur Tilgung seiner Mietschulden beantragt, zuständig war das Jobcenter Berlin Lichtenberg. Die Wohnung konnte so für das Mitglied erhalten werden. Ein Darlehen zur Tilgung der Stromschulden bei Vattenfall musste für das Mitglied zusätzlich beantragt werden, Anfang Juni 2018 waren acht Monate Stromsperre dann beendet. In diesem Fall wurden wir tätig im Auftrag und auf Rechnung einer Wohnungsbaugenossenschaft, die seit mehr als 60 Jahren in Berlin für ihre Mitglieder bezahlbare Wohnungen baut. In sozialen & wirtschaftlichen Notfällen organisiert diese Genossenschaft für ihre Mitglieder professionelle Hilfe durch Sozialarbeiter, wir finden das vorbildlich. Kein Mitglied darf in Berliner Behörden alleine zurückbleiben, schon gar nicht, wenn es um den Erhalt der Wohnung geht. So könnten es alle Vermieter machen, überall.
Das Jobcenter Berlin Lichtenberg hat zwar zeitnah die beantragten Darlehen bewilligt, vorher aber über Monate die erkennbaren und "aktenkundigen" Probleme unseres Klienten ignoriert. Der Klient ist dauerhaft erkrankt, er ist suchtkrank und wird seit mehr als 10 Jahren mit dem Ersatzstoff Polamidon substituiert. Alles erfolgt mit amtlichem Segen. Zur Vermeidung von Beschaffungskriminalität und zur Verbesserung der Gesundheit des Klienten. Als kranker Mensch wurde der Klient in der Gotlindestr. aber in keinster Weise angesehen, stattdessen wurde er von der dort ansässigen Arbeitslosenverwaltung munter mit Leistungskürzungen sanktioniert. Wir hatten vorher nicht gewußt, das in Berlin fast 10.000 Suchtpatienten über zugelassene Ärzte täglich Suchtersatzstoffe erhalten. Mehr wohl aber auch nicht, von Unterstützung, Hilfe, ggf. Begleitung keine Spur. Im Gegenteil: die Praxisregeln sind hart und die Betreiber machen keinen Unterschied. Unser Klient hat uns dazu ein Foto aus seiner Praxis gezeigt, wir dürfen es weitergeben, siehe Foto.