Faire Mobilität

Faire Mobilität Faire Mobilität unterstützt Beschäftigte aus Mittel- und Osteuropa bei der Durchsetzung ihrer Arbeitsrechte in Deutschland.
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Faire Mobilität hilft, gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen für Beschäftigte aus den mittel- und osteuropäischen EU-Staaten auf dem deutschen Arbeitsmarkt durchzusetzen. Die politische Verantwortung für Faire Mobilität liegt beim DGB-Bundesvorstand. Seit 2011 hat Faire Mobilität bundesweit 13 Beratungsstandorte aufgebaut. Die Berater*innen informieren, beraten und unterstützen mobile Beschä

ftigte in ihren Herkunftssprachen zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragen. Die Mitarbeiter*innen von Faire Mobilität kooperieren mit den Gewerkschaften und Beratungsstellen regionaler Träger. Sie sind Teil eines bundesweiten Netzwerks zur arbeitsrechtlichen Beratung von EU-Bürger*innen. Seit August 2020 hat der DGB einen gesetzlichen Anspruch auf Finanzmittel aus dem Bundeshaushalt, um Faire Mobilität weiterführen und ausbauen zu können. Für diese Seite gelten folgende Netiquette: https://www.faire-mobilitaet.de/service/social-media-netiquette

LKW-Aktion im Ostuferhafen Kiel am 10. JuniAm 10. Juni waren Faire Mobilität, Faire Integration, workers_sh, der KDA sow...
14/06/2026

LKW-Aktion im Ostuferhafen Kiel am 10. Juni

Am 10. Juni waren Faire Mobilität, Faire Integration, workers_sh, der KDA sowie eine AWO-Übersetzerin im Ostuferhafen Kiel unterwegs, um mit internationalen LKW-Fahrer*innen über ihre Arbeitsbedingungen zu sprechen. In mehreren Teams konnten zahlreiche Gespräche mit Fahrern aus verschiedenen Ländern geführt werden, darunter aus der Ukraine, Georgien, Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenistan und Kasachstan.

Die Gespräche zeigten einmal mehr, wie unterschiedlich die Beschäftigungsbedingungen im internationalen Straßengüterverkehr sind. Einige Fahrer berichteten von langjährigen Arbeitsverhältnissen bei Unternehmen aus Lettland, Polen, Litauen, Dänemark oder Deutschland und beschrieben ihre Situation als zufriedenstellend. Andere machten auf problematische Arbeitsbedingungen aufmerksam, bei anderen konnte man es erahnen:"Ich möchte auf gar keinen Fall etwas Schlechtes über meinen Arbeitgeber sagen. Ich kann hier einfach viel mehr verdienen als in meinem Heimatland. Aber 13,90 Euro pro Stunde bekommt hier keiner." Ein Fahrer erzählte, dass er für die Jobvermittlung sehr viel Geld bezahlt habe. Die Angaben zu Löhnen reichten von Tagespauschalen zwischen rund 90 und 120 Euro bis hin zu einem Bruttomonatslohn von etwa 3.800 Euro. Während manche Fahrer bezahlten Urlaub erhalten und feste Arbeitszeitmodelle haben, berichteten andere, dass sie keinen bezahlten Urlaub bekommen und über lange Zeiträume unterwegs sind. Ein Fahrer ist schon seit dem Jahreswechsel im Einsatz, ohne ein einziges Mal nach Hause zu kommen. In dreimonatigen Abständen können manche immerhin am Standort des Arbeitgebers eine 15-tägige Pause einlegen und in dieser Zeit eine Unterkunft des Arbeitgebers nutzen - wie sie in dieser Pause bezahlt werden, blieb jedoch sehr nebulös. Einige sagten, sie werden dann bezahlt, andere, dass sie während dieser Nichteinsatzzeiten, und auch in den längeren Pausen, wenn sie z.B. für einen Monat nach Hause reisten, gar nicht bezahlt werden.

Die Fahrer transportieren unterschiedlichste Waren, darunter Papier, Möbel, Fleisch oder Ta******en, und sind auf Routen in Deutschland, Frankreich, Skandinavien und weiteren europäischen Ländern unterwegs. Dabei wurde deutlich, dass viele Beschäftigte nur begrenzte Informationen über ihre Rechte und ihre Arbeitsbedingungen haben.

🦺🏗️👋Gestern führte Faire Mobilität zusammen mit dem Ermittlungsdienst der Soka-Berlin und den Beratungsstellen BEMA (Ber...
12/06/2026

🦺🏗️👋Gestern führte Faire Mobilität zusammen mit dem Ermittlungsdienst der Soka-Berlin und den Beratungsstellen BEMA (Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit), Faire Integration Berlin und EVW eine Aktion auf Berliner Baustellen durch.

Im Rahmen dieser Aktion konnten wir etwa 40 migrantischen Bauarbeiter aus Bulgarien, Moldau, Albanien und der Ukraine über ihre Rechte informieren.
⚠️Einige der Beschäftigten arbeiteten ohne ausreichenden Arbeitsschutz auf der Baustelle, andere wussten nicht einmal, bei welcher Firma sie angestellt sind.
🗣️Einer der Bauarbeiter bedankte sich für die Informationsflyer und meinte: "Wir können nur hoffen, dass wir hier nicht verarscht werden."

👇Fachtagung von DGB, Faire Mobilität, dem PECO-Institut e.V./IG BAU und der Friedrich-Ebert-Stiftung am 30.06.2026 in Be...
11/06/2026

👇Fachtagung von DGB, Faire Mobilität, dem PECO-Institut e.V./IG BAU und der Friedrich-Ebert-Stiftung am 30.06.2026 in Berlin!

Mit dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität hat die Bundesregierung die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass seit langer Zeit notwendige Investitionen endlich möglich werden.

500 Milliarden Euro verteilt auf die nächsten zwölf Jahre sind viel Geld und daraus ergeben sich auch viele Möglichkeiten. Damit diese Möglichkeiten aber auch Realität werden, braucht es Menschen, die „das Geld auf die Straße bringen“ bzw. in konkreten Projekten umsetzen.

In diesem Zusammenhang kommt der Baubranche mit ihren Beschäftigten eine zentrale Rolle für das Gelingen der Investitionsoffensive zu.

Wie aber steht es um die Rechte und den Arbeits- und Gesundheitsschutz dieser Beschäftigten – viele von ihnen mittlerweile mobile Beschäftigte aus dem EU-Ausland oder auch aus Drittstaaten? Wie kann sichergestellt werden, dass die großen Summen, die in Infrastrukturprojekte fließen, auch ihnen in Form guter Arbeitsbedingungen und fairer Bezahlung zugutekommen?

Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit euch diskutieren!

📅Anmeldung bis zum 22. Juni 2026 über www.fes.de/lnk/640

📌Programm und alle Infos unter https://www.faire-mobilitaet.de/veranstaltungen/veranstaltung/fes-fachtagung-investitionen/

Die Friedrich-Ebert-Stiftung, der Deutsche Gewerkschaftsbund, Faire Mobilität, das PECO-Institut und die IG BAU laden herzlich zu einer gemeinsamen Fachtagung ein, in der wir diskutieren wollen, wie sichergestellt werden kann, dass die Investitionen, die in den nächsten Jahren getätigt werden, in...

Wir möchten Euch aufmerksam machen auf den Film "Fleisch". Es handelt sich um einen hybriden Spielfilm über die Schatten...
08/06/2026

Wir möchten Euch aufmerksam machen auf den Film "Fleisch". Es handelt sich um einen hybriden Spielfilm über die Schattenseiten der deutschen Fleischverarbeitung. Die Regie des fiktionalen Teils übernehmen ehemalige Arbeiter, Dragos (Dragos Tomescu) und Petrica (Petrica Onofrei), sowie unsere Kollegin Raluca (Raluca Gheorghe). Stellvertretend für viele Schicksale erzählen sie die Geschichte von Adrian (Axel Moustache), der nach brutaler Ausbeutung in Deutschland beginnt, sich gegen das System aufzulehnen. Auf der dokumentarischen Ebene bezeugen die drei im Austausch mit dem Regieteam Eike Weinreich und Alexej Hermann die Situation der Arbeitenden in den deutschen Schlachthöfen.

Der Spielfilm ist verfügbar in der ZDF-Mediathek und wurde am 8. Juni 2026, um 0:05 Uhr im ZDF ausgestrahlt: https://www.zdf.de/filme/fleisch-movie-100

🌱🌾🥕Letzte Woche war Faire Mobilität gemeinsam mit der IG BAU Weser-Ems, der Beratungsstelle für mobile Beschäftigte Osna...
08/06/2026

🌱🌾🥕Letzte Woche war Faire Mobilität gemeinsam mit der IG BAU Weser-Ems, der Beratungsstelle für mobile Beschäftigte Osnabrück (Arbeit und Leben Niedersachsen und Faire Integration Niedersachsen in der Region Melle im Einsatz, um Saisonarbeitskräfte in der Erdbeer- und Gemüseernte direkt anzusprechen.

Die Beschäftigten kamen überwiegend aus Polen, vereinzelt auch aus der Ukraine und Georgien.

Wir verteilten mehrsprachige Informationsmaterialien und nutzten die Gelegenheit, sie über ihre Rechte aufzuklären. Neben den Gesprächen konnten wir auch einen Blick auf die Unterkünfte werfen, die einen Standard aufwiesen, der in dieser Branche keine Selbstverständlichkeit ist. Die Beschäftigten begegneten uns aufgeschlossen, wussten aber häufig nicht, dass ein solches kostenloses und vertrauliches Angebot für sie existiert. Die Aktion bestätigt, wie wichtig niedrigschwellige Präsenz vor Ort ist – und wir planen, sie in Kürze in einer weiteren Region Niedersachsens fortzusetzen.

🚛🤝LKW-Aktion als Teil des transnationalen Beratungsnetzwerks FELM🗣️"Tja, gut wäre ein Tachograph schon..." kommentierte ...
05/06/2026

🚛🤝LKW-Aktion als Teil des transnationalen Beratungsnetzwerks FELM

🗣️"Tja, gut wäre ein Tachograph schon..." kommentierte ein bulgarischer Fahrer eines Klein-Kühltransporters die Tachopflicht für Fahrzeuge ab 2,5t zGG im internationalen Straßengütertransport ab 1.7.2026. Er hatte davon aber noch nichts gehört, in seiner Firma sei davon nicht die Rede. Er fahre mehrwöchige Touren durch ganz Europa. Nach Hause nach Bulgarien gehe es nur, wenn sein Disponent eben gerade mal eine Tour nach Bulgarien fände. Die Frage nach der Länge seiner Arbeitstage quittierte er nur mit einem vielsagenden Blick - so wie es in der Branche eben normal sei.

🇪🇺Vertreter*innen von Faire Mobilität und dem slowenischen Gewerkschaftsbund ZSSS (Zveza svobodnih sindikatov Slovenij), die im europäischen Netzwerk FELM kooperieren, trafen ihn in der ersten Juniwoche bei einer gemeinsamen Aktion auf einem Rastplatz unweit von Ljubljana.

🗣️Ein bosnischer Fahrer bei einer slownischen Firma berichtete, wie sein Arbeitgeber versucht, die besonderen Entsenderegeln für LKW-Fahrende zu seinen Gunsten auszulegen und gar nicht erst die Frage aufkommen zu lassen, ob der Fahrer nicht Anspruch auf die Mindestlöhne der Länder haben könnte, in denen er fährt: Die Firma teile einfach transnationale Transporte in zwei Teile mit Zwischenstop und Anhängerwechsel in Slowenien - so würden für die beteiligten Fahrer scheinbar bilaterale Transporte daraus, die von den Entsenderegeln ausgenommen sind. Bezahlten Urlaub oder dergleichen habe er auch noch nie gehabt.

🗣️Ein ukrainischer Fahrer, der für eine litauische Firma in der Neuwagendistribution in ganz Europa arbeitet, berichtete von einem vereinbarten Tagessatz, der wohl zum großen Teil aus Spesen bestehe - so genau wisse er das mangels Lohnabrechnungen gar nicht; nur eins sei sicher: auf eine Rente aus Litauen brauche er nicht zu hoffen. Erschwerend hinzu komme, dass ständig Abzüge für Schäden vorgenommen würden und das stets ohne Nachweis tatsächlich entstandener Reperaturkosten. Und: er habe viele Kollegen aus anderen, weiter entfernten Drittstaaten, die zu noch deutlich schlechteren Konditionen beschäftigt würden, da würden sehr offensichtlich Unterschiede nach Herkunftsland gemacht. Sie bräuchten wahrscheinlich noch dringender Beratung - er versprach, die Informationen über Angebote kostenloser arbeitsrechtlicher Beratung in verschiedenen europäischen Staaten weiterzugeben.

Unter dem Titel "Building brigdes: Understanding EU rules in international road transport" diskutierten am Dienstag, den...
03/06/2026

Unter dem Titel "Building brigdes: Understanding EU rules in international road transport" diskutierten am Dienstag, den 02.06. im Gewerkschaftshaus der ZSSS in Ljubljana Vertreter*innen von Gewerkschaften, der ELA und slowenischen Institutionen, wie der Arbeitsinspektion, dem Arbeits- und dem Verkehrsministerium und dem Zoll, über die Umsetzung des Mobilitätspakets in die slowenische Gesetzgebung. Vertreter*innen von ETF und Faire Mobilität ergänzten die Frage der Auswirkungen des Mobility Package auf die Situation von LKW-Fahrenden in Slowenien um Perspektiven aus Dänemark und Deutschland. Im Fokus des Inputs der Faire Mobilität-Branchenkoordinatorin für den Internationalen Straßentransport stand die Frage, wie LKW-Fahrende in Anbetracht weit verbreiteter Arbeitsausbeutung und Gesetzesverstößen so beraten werden können, dass sie eine Chance haben, ihre Rechte einzufordern: Schlüssel hierzu ist eine gute Dokumentation. Voraussetzung für die erfolgreiche außergerichtliche Beratung ist ein europäisches Netzwerk von Beratungsstellen, wie FELM, in dem komplexe transnationale Fälle gemeinsam bearbeitet werden können.

Am 28. Mai war Faire Mobilität gemeinsam mit der Gewerkschaft IG BAU, der Betriebsseelsorge Rottenburg-Stuttgart und der...
01/06/2026

Am 28. Mai war Faire Mobilität gemeinsam mit der Gewerkschaft IG BAU, der Betriebsseelsorge Rottenburg-Stuttgart und der Landesberatungsstelle Faire Arbeit BW im Stuttgarter Umland im Einsatz, um mit Saisonarbeitskräften ins Gespräch zu kommen. An zwei Standorten konnten wir zahlreiche Beschäftigte aus Rumänien sowie Betriebsverantwortliche erreichen und wichtige Einblicke in Arbeitsalltag, Unterbringung und Entlohnung gewinnen. Der offene Austausch zeigte sowohl bestehende Herausforderungen als auch die Bereitschaft aller Beteiligten, faire Arbeitsbedingungen weiterzuentwickeln. Die jährlichen Aktionen stärken Vertrauen, schaffen Transparenz und sind ein wichtiger Schritt hin zu guter Arbeit in der Landwirtschaft.

Am 23.5. besuchten Mitarbeiter*innen von Faire Mobilität, dem PECO Institut und dem EVW eine Großbaustelle in München. S...
28/05/2026

Am 23.5. besuchten Mitarbeiter*innen von Faire Mobilität, dem PECO Institut und dem EVW eine Großbaustelle in München. Sie konnten mit ca. 30 Bauarbeitern v.a. aus Bulgarien und Bosnien sowie aus Tschechien, die überwiegend als entsandte Beschäftigte eingesetzt arbeiten, sprechen und sie über ihre Arbeitsrechte informieren. Einer der Arbeiter gab an, dass er seit 2024 keinen Urlaubstag mehr gehabt hätte. Andere berichteten, dass sie monatlich 450 Euro für ein Zweibettzimmer zu bezahlen hätten. Einer der bulgarischen Arbeiter gab an einen Arbeitsunfall erlitten zu haben und trotz AU, Durchgangsarzt und Behandlung bei der BG-Klinik bisher kein Verletztengeld erhalten zu haben. Wir werden den versuchen den Sachverhalt für den Kollegen aufzuklären.

Mitarbeiter*innen von Faire Mobilität und der Landesberatungsstelle Faire Arbeit Baden-Württemberg haben am 20. Mai eine...
28/05/2026

Mitarbeiter*innen von Faire Mobilität und der Landesberatungsstelle Faire Arbeit Baden-Württemberg haben am 20. Mai eine gemeinsame Informationsaktion auf den Autobahnraststätten Bruchsal Ost und West an der A5 durchgeführt. Dabei wurden knapp 100 Flyer – überwiegend auf Polnisch, Russisch und Rumänisch – an Lkw-Fahrer verteilt. Einige Fahrer berichteten von teils gravierenden Missständen in der Branche und sprachen von indirektem Druck, Lenk- und Ruhezeiten nicht einzuhalten, sowie davon, dass erfahrene Lkw-Fahrer zunehmen durch Arbeitskräfte aus Asien und Afrika ersetzt würden. Neben LKWs hat das Team auch Planentransporter mit polnischen Kennzeichen angesprochen, um mit den Fahrern über die anstehende Einführung der Tachografen zu sprechen.

Adresse

Alte Jakobsstraße 149
Berlin
10969

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