11/08/2026
🚛 Unterwegs an der A46: LKW-Fahrende über ihre Arbeitsbedingungen
📍 Letzte Woche waren wir gemeinsam mit verschiedenen Beratungsstellen an den Raststätten Vierwinden an der A46 unterwegs. Mit Deutsch, Englisch, Spanisch, Ukrainisch, Russisch, Polnisch, Ungarisch, Rumänisch und ein paar Brocken Georgisch sprachen wir LKW-Fahrende an und informierten über die kostenlose arbeitsrechtlichen Beratungsangebote.
⏱️ Ein rumänischer Fahrer eines Planentransporters, der ausschließlich für Amazon unterwegs sei, berichtete, dass er inzwischen einen digitalen Tacho nutze und die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten einhalte. Dadurch seien seine Arbeitstage spürbar kürzer geworden. Seine Firma habe die Fahrer*innen zuvor mehrere Wochen intensiv im Umgang mit dem digitalen Tacho schulen lassen.
🚚 Nichts geändert habe sich aber an der Tatsache, dass er zum rumänischen Spesenmodell fahre und zweieinhalb Monate ununterbrochen unterwegs sei, in denen er ausschließlich in der winzigen Fahrerkabine lebe.
🌍 Auch georgische und indische Fahrer berichteten, sie seien mehrere Monate unterwegs und würden nach rumänischen, litauischen oder slowakischen Spesenmodellen bezahlt, obwohl die Unternehmen teilweise in Deutschland oder den Niederlanden ansässig seien.
Rumänische, belarussische und polnische Fahrer berichteten außerdem, dass die Freizeit zwischen den mehrwöchigen Touren nicht als bezahlter Urlaub gewährt werde.
🤝 Die Aktion fand gemeinsam mit den Beratungsstellen Arbeit (Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach), den Beratungsstellen Arbeit in der Transformation, der Betriebsseelsorge in der Region Mönchengladbach, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) in Kooperation mit Amos und Faire Mobilität statt, mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union. 🇪🇺