16/04/2026
Die von der Bundesregierung angekündigte Entlastungsprämie bedeutet eine unverhältnismäßige Verschiebung von Verantwortung auf Mittelstand und Handwerk.
Handwerksbetriebe sind vielfach nicht in der Lage, die nun bestehende Erwartungshaltung zu erfüllen, da die Auszahlung der Prämie für viele kleine und mittelständische Betriebe eine erhebliche und teils existenzbedrohende finanzielle Belastung in der ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage bedeuten würde.
Statt das Handwerk unter Druck zu setzen, sollten vielmehr dauerhaft wirksame strukturelle Reformen auf den Weg gebracht werden, um gerade dem jungen Handwerk eine stabile wirtschaftliche Zukunft zu ermöglichen.
Insbesondere die generationengerechte Ausgestaltung der Sozialabgaben ist dabei essenziell für junge Handwerkerinnen und Handwerker, die eine Existenzgründung oder Betriebsübernahme anstreben.
Ein weiterer Anstieg des
Gesamtsozialversicherungsbeitrags muss politisch verhindert werden und außerdem die vollständige Steuerfinanzierung versicherungsfremder Leistungen auf den Weg gebracht werden, um die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherung zu verbessern. Eine weiterere Steigerung der Lohnzusatzkosten ist für viele Handwerksbetriebe nicht mehr zu verkraften.