14/09/2026
Über den Kosovokrieg und seine Folgen für die Menschen vor Ort und in der Diaspora wird wenig gesprochen. Die Schriftstellerin Jehona Kicaj findet in ihrem Debütroman „ë“ eine Sprache für das Unausgesprochene und möchte damit einen Beitrag zum kollektiven Erinnern leisten. Safiye Can - Official und Hakan Akçit haben mit ihr für unseren gesprochen.
Jehona Kicaj: "Wenn ich als Schriftstellerin eine Sprache für das Unausgesprochene suche, hoffe ich damit einen Beitrag zum kollektiven Erinnern leisten zu können. [...] Das betrifft einerseits Leser*innen, die bisher vielleicht nicht allzu viel über den Kosovokrieg wissen und nun durch meinen Text eine bestimmte Perspektive auf diesen Krieg kennenlernen und erfahren können. Das betrifft aber auch solche, die konkrete Berührungspunkte mit diesem Krieg haben, weil sie fliehen mussten, weil sie Verluste in ihren Familien erlitten haben oder [...] weil ihre Eltern diesen Krieg erlebt, bisher aber kaum darüber gesprochen haben. Erinnern bedeutet für mich also auf jeden Fall: das erfahrene Leid anerkennen und die Vergangenheit verstehen, um die Gegenwart besser gestalten zu können."
Über den Kosovokrieg und seine Folgen für die Menschen vor Ort und in der Diaspora wird wenig gesprochen. Die Schriftstellerin Jehona Kicaj findet in ihrem Roman „ë“ eine Sprache für das Unausgesprochene und möchte damit einen Beitrag zum kollektiven Erinnern leisten.