NO 55 bei seiner Gründung, 1055 in den späten DDR-Jahren und schließlich 10407 Berlin - so lauteten die Postleitzahlen der Hufelandstraße seit ihrer Errichtung zwischen 1900 und 1910 und jetzt. Dieses Projekt setzt in den 1980er Jahren ein, mit der Fotodokumentation von Harf Zimmermann, die ursprünglich seine Diplomarbeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig war, mit Prof. Fortgef
ührt wird das Projekt seit 2009, die Initialzündung gab der Auftrag der Zeitschrift GEO. (link) Konzept ist es, eine Straße in Deutschland in möglichst vielfältiger Weise zu dokumentieren: Fotografisch, geschichtlich, soziologisch, politisch. Mit anderen Worten: Welche Bewohner gab es in den mehr als 100 Jahren, was waren deren Berufe, deren Herkunft, wie haben sie die Welt gesehen und wie sahen sie aus? Wie viele Fleischer, Bäcker, Fischläden, Kohlenhandel, Kneipen gab es über die Zeit? Welche herausragenden Persönlichkeiten lebten und leben hier? Entscheidend für diesen Teil ist die Mitarbeit von Otto Bredendiek. Geboren, aufgewachsen und heute wieder wohnhaft in der Hufelandstraße ist er selbst Zeuge von 40 Jahren Geschichte. Außerdem ist er in Archiven quasi zu Hause, seine Freizeit widmet er nicht nur genealogischen Forschungen, sondern seit kurzem Forschungen zur Geschichte der Hufelandstraße. Uns ist kein weiteres Vorhaben von dieser Tiefe und Vollständigkeit in Deutschland bekannt. Wir hoffen auf breites Interesse und Unterstützung durch die Stadt Berlin, private Stiftungen, Bewohner und Sympathisanten der Hufelandstraße und des Bötzowviertels, denn bis jetzt geschieht all dies ehrenamtlich und selbstfinanziert. Wir hoffen, damit etwas ins Leben zu rufen, das noch durch Generationen nach uns fortgeführt werden wird. Harf Zimmermann
Hans-Otto Bredendiek
Berlin, September 2010