05/05/2026
Gerade in aktuellen Debatten wird den Vereinten Nationen häufig vorgeworfen, in Konflikten vor Ort nicht sichtbar genug zu sein und politisch an Einfluss zu verlieren. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt: Die Rolle des UN-Generalsekretärs war nicht statisch, sondern wurde immer wieder neu geprägt.
🎙 In der neuen Folge von Hashtag greifen Steve Biedermann und Dr. Patrick Rosenow diese Diskussion auf und richten den Blick auf Dag Hammarskjöld, eine der prägendsten Persönlichkeiten der Vereinten Nationen und zweiter Generalsekretär der Vereinten Nationen.
Als zweiter Generalsekretär, der nach Trygve Lie überraschend ins Amt kam, führte Hammarskjöld die UN von 1953 bis 1961 durch zentrale Krisen und formte das Amt bis heute.
Es geht unter anderem um:
👉 Aktuelles zur Wahl des UN-Generalsekretärs
👉 Dag Hammarskjöld als Person und sein Werdegang
👉 Seine Amtsführung und zentrale Herausforderungen
👉 Lehren und Implikationen für die heutige Rolle der UN
🎧 Die Folge ist im ersten Kommentar verlinkt.
‼️ Update zur Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs
Zu Beginn der Folge geht es um den aktuellen Stand des Auswahlprozesses für die Nachfolge von António Guterres. Am 20. und 21. April fanden in New York dafür die öffentlichen Anhörungen der aktuellen Kandidatinnen und Kandidaten statt: Michelle Bachelet, Rafael Mariano Grossi, Rebeca Grynspan und Macky Sall.
👉 Michelle Bachelet betonte die enge Verbindung von Menschenrechten, Sicherheit und Entwicklung sowie die Bedeutung der UN-Präsenz vor Ort. Sie bezeichnete zudem den Klimawandel ans größte Bedrohung für die Menscheit. Politisch gilt sie jedoch als schwer konsensfähig, aufgrund ihrer früheren Äußerungen zu China und den USA in ihrer Funktion als UN-Hochkommissarin für Menschenrechte.
👉 Rafael Mariano Grossi forderte eine aktivere, sichtbarere UN und äußerte klare Kritik an bestehenden Strukturen. Er überzeugte mit einem starken, charismatischen Auftreten. Auffällig ist, dass er weiterhin an der Spitze der IAEO steht, trotz Empfehlung von aktiven UN-Ämtern zurückzutreten.
👉 Rebeca Grynspan stellte die finanzielle Dimension der Diplomatie in den Vordergrund. Mit den Fokus auf globale Wirtschaftsfragen und Reformen und überzeugte mit einem sehr starken Gesamtauftritt. Ihre progressive Ausrichtung könnte jedoch auf Kritk stoßen.
👉 Macky Sall stellte Neutralität, Vertrauensaufbau und stärkere Kooperation mit Regionalorganisationen in den Mittelpunkt. Seine Wahl gilt auch als offen, abgesehen davon, dass er weder aus Lateinamerika stammt noch eine Kandidatin ist. Er hat zudem nicht die Unterstützung der gesamten Afrikanischen Union (AU).