29/06/2024
Es geht nicht um Verzicht!
Erinnern wir uns daran: Zukunft wird aus Mut gemacht! Bei jeder ungewollten Veränderung fragt sich ein mutiger Mensch: Was ist das Gute, was sich daraus ergeben kann? Was kann ich dazu beitragen, damit es besser wird?
Seit 1987 lebe ich aus ethischen Gründen konsequent vegan, weil ich auf einer Wallfahrt durch Israel, die erste Massentierhaltung zu sehen bekam. Danach haben meine damalige Frau und ich, in Houston/Texas, in unserer Montessori-Kita ein vegetarisches Lunch-Programm eingeführt. Es wäre vegan gewesen, wenn uns das Gesundheitsamt nicht auferlegt hätte, wenigstens ein Milchprodukt anzubieten (was sie heute nicht mehr tun würden).
Inzwischen habe ich viel dazugelernt, was mir half, meine frühkindliche Indoktrination für Kuhmilch und Fleisch zu überwinden. Damit habe ich auch die beschönigend als Zivilisationskrankheiten bezeichneten gravierenden Volkskrankheiten wie Krebs, Zuckerkrankheit, Übergewicht, Diabetes, etc. zu vermeiden.
Ich ernähre mich jetzt überwiegend regional, saisonal und rohköstlich. Das köstlich ist wörtlich zu nehmen, denn ohne diesen Perspektivwechsel, wären mir viele Köstlichkeiten verborgen geblieben.
In einer Woche werde ich 73 und leide unter keiner der Zivilisationskrankheiten. Mein bedauerlicher Beckenbruch ist keine Folge meiner Essgewohnheiten, sondern meiner Humanität und einem Blitzeis zu „verdanken“, aber das ist ein anderes Thema. Mal sehen, was das Gute ist, dass sich nun entwickeln kann.
Es ist richtig, dass ich als Einzelner keinen maßgeblichen Einfluss auf die Welt habe, aber ich habe für mich beschlossen, lieber Teil der Lösung, als Teil des Problems zu sein. Ich kann sagen, so lebt es sich viel unbeschwerter, denn ich habe weniger negativen Einfluss auf die Natur, unseren Umgang mit „Nutz“tieren (was für ein Wort!) und die Ausbeutung anderer Menschen.
Darum meine Aufforderung: werde ein Teil der Lösung, statt aus Bequemlichkeit Teil des Problems zu bleiben und gehe mit mir mutig voran! Es braucht wirklich nicht viel Mut.