09/03/2021
Heute ist Frauenkampftag. Warum ist die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne ein feministisches Anliegen?
Frauen* machen den Großteil des wachsenden Niedriglohnsektors aus und sind besonders von (Alters-) Armut betroffen. Gleichzeitig leisten sie die meiste unbezahlte Sorgearbeit, halten Familien- und Nachbarschaftsgemeinschaften zusammen. Ohne Frauen* läuft nichts in unserer Gesellschaft.
Hohe Mieten beeinträchtigen die Zahlungsfähigkeit und damit die Freiheit, z.B. am Wohnungsmarkt selbstbestimmt zu entscheiden. So haben von (relativer) Armut Betroffene weniger Mitspracherecht/Macht.
Um eine soziale Stadt zu entwickeln, sind feministische Lösungsansätze notwendig. Denn das eigene Zuhause ist für viele Frauen* ein Ort der finanziellen Abhängigkeit sowie der körperlichen und/oder psychischen Gewalt, vor allem in der Corona-Pandemie. In Berlin fehlt es an Schutzräumen und Anlaufstellen für hilfesuchende Frauen*. Feminizide und Gewalt gegen Frauen* und queere Menschen nehmen zu.
Deswegen ist die Enteignung großer Immobilienkonzerne auch ein anti-patriarchales Projekt. Vergesellschaftung fördert selbstbestimmtes und demokratisches Wohnen.
»My Body, my Choice, my City, my voice!«
🎨 Die Illustration wurde uns von der wunderbaren 🎨 Viktoria Cichoń gestiftet - vielen Dank!
www.vikunia.com
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