29/03/2026
Massive ÖPNV-Kürzungen im Rheinisch-Bergischen Kreis:
„Soziale und klimapolitische Fehlentscheidung“
Pressemitteilung
Tomás M. Santillán Mitglied des Stadtrats Die Linke
Bergisch Gladbach, 29.03.2026
Die jüngst beschlossenen Kürzungen im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) im Rheinisch-Bergischen Kreis stoßen auf scharfe Kritik. Es wurde ein umfassendes Sparpaket beschlossen, das Einsparungen von rund 19 Millionen Euro bis 2029 vorsieht. Insgesamt umfasst das Maßnahmenpaket 36 Einzelmaßnahmen, von denen ein Großteil bereits ab 2026 umgesetzt werden soll – insbesondere durch Angebotsreduzierungen in Randzeiten.
Tomás M. Santillan, Mitglied des Stadtrats Bergisch Gladbach Die Linke, erklärt dazu: „Während CDU und SPD im Wahlkampf von einer Stärkung des ÖPNV sprechen, beschließen sie gleichzeitig dessen systematischen Rückbau. Weniger Busse, schlechtere Verbindungen und deutlich steigende Ticketpreise – das ist eine Politik gegen die Menschen, die auf Bus und Bahn angewiesen sind.“
Sehr kritisch sei, dass die Kürzungen gezielt Bereiche treffen, die für viele Menschen im Alltag entscheidend sind – etwa Verbindungen in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. „Gerade Pendler, Schichtarbeiter und junge Menschen werden durch diese Politik abgehängt. Mobilität wird zur Frage des Geldbeutels – das ist sozial ungerecht“, so Santillan weiter.
Gleichzeitig kritisiert er die klimafeindliche Prioritätensetzung in der Verkehrspolitik: Während der Kreis den ÖPNV zusammenstreicht, werden in Straßen und Brücken weiter investiert. Auch in Bergisch Gladbach wurde ein umfangreiches Straßen-Sanierungsprogramm beschlossen. „Hier wird für alle sichtbar, wohin die Reise geht: Mehr Geld für Straßen, weniger für Bus und Bahn. Das ist eine klare Entscheidung für das Auto – und gegen Klimaschutz und soziale Mobilität. Während die Ticketpreise im ÖPNV jährlich steigen, werden Parkgebühren subventioniert und bleiben seit 25 Jahren auf dem exakt gleichen Niveau.“
Auch die Situation rund um die S-Bahn-Linie S11 verschärfe die Lage zusätzlich. Der dringend notwendige Ausbau ist erst für 2031 geplant, während Pendler bereits heute und seit Jahrzehnten unter Überlastung, Verspätungen und Ausfällen leiden. „Statt kurzfristige Verbesserungen zu schaffen, wird die Situation weiter verschlechtert. Das ist kein Sachzwang, sondern politisch gewollt.“
Santillan fordert eine grundlegende Kursänderung: „Wir brauchen den Ausbau des ÖPNV statt Kürzungen, niedrigere Ticketpreise statt weiterer Belastungen und eine echte Verkehrswende. Mobilität ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge – sie darf nicht kaputtgespart werden.“
👉 Siehe mehr Details und Analyse unter:
https://www.santillan.de/2026/03/29/rheinisch-bergischer-kreis-öpnv-kürzen-und-gleichzeitig-mehr-versprechen/
CDU und SPD kürzen im Rheinisch-Bergischen Kreis den ÖPNV, während Ticketpreise steigen und Straßen massiv ausgebaut werden – auch in Bergisch Gladbach. Pendler zahlen mehr für weniger Leistung. Der S11-Ausbau kommt erst 2031. Statt Verkehrswende gibt es Rückbau: klimafeindlich, sozial unger...