02/06/2026
Der Rhein-Erft-Kreis stärkt die Umweltbildung für junge Menschen: Mit dem 2025 für den Rhein-Erft-Kreis und den Naturpark angeschafften, elektrisch betriebenen Naturschutzmobil ermöglicht er praxisnahe Naturerfahrungen direkt vor Ort. So erkundeten Mitte April Vorschulkinder der Johanniter-Kindertagesstätte „Feldmäuse“ aus Bedburg gemeinsam mit Umweltpädagogen einen Bachlauf bei Elsdorf.
Ausgestattet mit Keschern, Becherlupen und Ferngläsern untersuchten die Kinder die Tierwelt im Bach. Dabei entdeckten sie Kleintiere wie Bachflohkrebse, Schnecken und Insektenlarven. Ziel des Projekts ist es, ökologische Zusammenhänge früh erlebbar zu machen.
„Kinder lernen am besten, wenn sie selbst entdecken dürfen“, sagt Umweltpädagoge Jean Samuel. „Der Bach wird so zum Klassenzimmer.“
Das Naturschutzmobil wird durch den Kreis sowie Mittel des Landeswettbewerbs Naturparke.NRW gefördert. Es bringt Umweltbildung direkt in die Region und ergänzt bestehende Bildungsangebote.
Im Anschluss an die Bachuntersuchung besuchten die Kinder ein nahegelegenes Vogelschutzgebiet an den ehemaligen Klärteichen bei Bedburg. Dort beobachteten sie mit Ferngläsern verschiedene Wasser- und Watvögel.
Auch aus Sicht der Betreuungspersonen ist das Angebot ein Gewinn: „Die Kinder sind mit großer Begeisterung dabei und nehmen unglaublich viel mit“, sagt Fotograf Michael Zöphel, der die „Feldmäuse“ begleitet hat.
Die Verantwortlichen freuen sich über das große Interesse von Kindergärten und Schulen im Kreis und planen, das mobile Bildungsangebot künftig weiter auszubauen. Angestrebt wird unter anderem eine Kooperation mit dem Tagebau-Dokumentationszentrum auf Schloss Paffendorf.
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