Juso SchülerInnengruppe Hersfeld Rotenburg

Juso SchülerInnengruppe Hersfeld Rotenburg Die Juso-SchülerInnen setzen sich für Freiheit und Gerechtigkeit von Schülern innerhalb und außerhalb der Schule ein. Dieser Befund ist ernst zu nehmen.

Für uns Juso-SchülerInnen ist klar: Das deutsche Bildungssystem ist dringend verbesserungs- und reformbedürftig. Wichtig ist: Eine Mehrheit der deutschen Bevölkerung sieht das genau so! Gesprochen wird über Reformen in der Bildungspolitik viel, passiert ist bisher aber wenig. Einige Länder preschen mit Experimenten voran, jedes Bundesland kocht da aber sein eigenes Süppchen, dass wir 16 unterschie

dliche Schulsysteme in Deutschland haben und Eltern, SchülerInnen und sogar Lehrkräfte regelmäßig daran verzweifeln, das nannten wir bisher positiv konnotiert: “Bildungsföderalismus”. Es ist an der Zeit, für wahre Gerechtigkeit in unseren Schulen einzutreten. Niemand hat es verdient, vergessen, liegengelassen, abgehängt zu werden, niemand hat es verdient, “Bildungsverlierer” genannt zu werden und das zu sein – das aktuelle System reproduziert aber genau diese: Bildungsverlierer. Die Ungerechtigkeiten im Bildungssystem sind unverzüglich zu überwinden. Vor allen anderen Parteien sollte dieser Auftrag für die SPD ein Herzensanliegen sein, vertritt sie doch historisch genau diese Zielgruppe. Bildungsgerechtigkeit verträgt vor allem für Benachteiligte keinen Aufschub. Wer sagt, dass das Bildungssystem ungerecht ist, aber auch ungerecht bleiben wird, der verkennt die Chancen mutiger Bildungspolitik. Für uns bedeutet moderne Bildung immer einen Dreiklang von Bildung, Demokratie und Lebenskompetenz – diese drei Aufgabenfelder sind die zentralen Herausforderungen unserer Zeit, denen sich Schule auf vielfältigen Wegen stellen muss. Es stimmt, von jetzt auf gleich wird es nicht funktionieren, aber mit genug Wille ist es möglich – es lohnt sich allemal, dafür zu kämpfen, auch wenn es nicht einfach ist, da macht sich niemand etwas vor. Der Bildungsföderalismus in der heutigen Form ist ein Relikt aus vergangener Zeit und hat ausgedient. Die Abschaffung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern ist richtig, geht aber nicht weit genug. Vielmehr brauchen wir dringend einen bundesweit einheitlichen Rahmen für die Schule. Als Juso-SchülerInnen wollen wir flächendeckend inklusiv arbeitende Ganztags-Gemeinschaftsschulen errichten, da diese das Prinzip unserer Gesellschaft widerspiegeln und ein Plus an Gleichheit und Gerechtigkeit aufweisen, das nicht von der Hand zu weisen ist. Wir wollen chancengleichen Zugang zu jeder Bildungsebene erreichen, die breite Akzeptanz für Reformen für mehr Gerechtigkeit in der Bildungslandschaft in der Gesellschaft steht hinter uns. Es ist schon soweit gekommen, dass jede dritte/r Schülerinnen und Schüler bereits ab dem 15. Lebensjahr unter depressiven Stimmungen leidet – aufgrund von Leistungsstress und Leistungsdruck! Wollen wir wirklich, dass unsere Schulen die Zukunft unserer Städte und Länder krank macht? Mit welchem Recht tut man uns das an?! Wir brauchen ein Abitur, das in mindestens 13 Jahren zu erreichen ist, aus genannten Gründen, aber auch, um einfach mehr Zeit zu haben, die Persönlichkeit zu entwickeln, außerschulische Aktivitäten zu verfolgen, zu reifen. Mit viel mehr finanziellen Mitteln für Bildung – ist es doch eines der wichtigsten Politikfelder überhaupt – müssen wir endlich mehr Lehrerinnen und Lehrer einstellen, kleinere Klassengrößen erreichen, SchülerInnen individuell fördern und vollständige Gebührenfreiheit im gesamten Bildungssystem erreichen. Erstens, damit SchülerInnen aus finanziell schwächeren Haushalten nicht unter Chancendefiziten leiden und zweitens, weil das Menschenrecht Bildung ganz einfach kostenlos sein muss, damit jede/r gleichen Zugang hat. Es gibt noch so viel zu tun und das alles endlich mal angepackt werden, das ist doch wirklich ein unhaltbarer Zustand der Lethargie momentan! Wir müssen überhaupt mal mehr SchulsozialarbeiterInnen und SchulpsychologInnen einstellen, für kostenlose Verpflegung in den Schulen sorgen, die LehrerInnenausbildung adäquat, auch im Hinblick auf die Pädagogik, reformieren, dabei ein weitgehendes Verständnis für Interkulturellität schaffen, die unterschiedlichen Kulturen in den Lehrplänen verankern, um Unterschiede kennenzulernen, Hemmschwellen abzubauen und Gemeinsamkeiten zu entwickeln, auch, in dem man z.B. überall internationale Projektwochen direkt in der Schule veranstaltet. SchülerInnen mit Migrationshintergrund benötigen durchschnittlich besondere Förderungen, diese sollen sie bekommen! Und wenn wir die Bildungssituation für Flüchtlinge betrachten, müsste eigentlich jeder und jedem die Schamesröte ins Gesicht steigen, auch das ist ein Feld in der Bildungspolitik, das dringend verändert werden muss. Wir müssen aufhören, alle ständig einzuteilen und stattdessen Gemeinsamkeiten fördern und gemeinsame Betrachtungen ermöglichen, in dem die seperaten Religionsunterrichte durch einen übergreifenden Ethikunterricht ersetzt werden. Unsere Schule muss von Anfang an lebendige Demokratie-Erziehung möglich machen, das ist doch gleichzeitig ein starker Einsatz für die Zukunftsfähigkeit unserer Demokratie in der Zukunft! Subjektive Zahlennoten müssen endlich der Vergangenheit angehören, individuelle Portfolios stattdessen sind unter verschiedenen Aspekten betrachtet weitaus sinnvoller, unsere Schulen müssen, vor allem, wenn wir an die Vergangenheit dieses Landes denken, immer einen besonderen Schwerpunkt auf antifaschistische und antidiskriminierende Erziehung legen, wir müssen darüber sprechen, ob zentrale Prüfungen Sinn machen oder ob nicht, der Bundeswehr muss endlich verboten werden, in Schulen für ihren “Beruf” zu werben – denn er ist nicht vergleichbar z.B. mit dem eines Gärtners, es darf kein “Werben für’s Sterben” mehr geben. Die Zeit schreitet natürlich voran, auch Schulen müssen der medialen Entwicklung durch einen weitaus stärkeren Fokus auf Medienkompetenz Rechnung tragen, SchülerInnen sollen für ihre Forderungen auch streiken dürfen, kein Ministerium, kein Schulleiter soll die Macht haben, diese Möglichkeit der politischen Meinungsfreiheit zu verbieten. Privatschulen müssen überwunden werden – die beste Schule, pädagogisch und materiell – muss die öffentliche Schule für Alle sein. Nicht zuletzt reicht es schon längst nicht mehr, nur über Inklusion zu sprechen. Inklusion muss endlich selbstverständlicher Teil jeder Lebensrealität werden, selbstverständlich auch in Schulen. Das sind wir unserer Menschlichkeit schuldig. Und wer sich all dem verschließt, der ist indirekt schuldig. Unsere Vorstellung von Bildung ist immer die „moderne Bildung“, die nicht nur zur Befähigung der Menschen zur je nach Position im Arbeitssystem verwertbaren Arbeitskraft dient, sondern Schlüssel für Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und eine gerechte Gesellschaft in Zukunft ist. Wir müssen Schulpolitik als reelle Chance auf eine Gesellschaft, in der die Ideale der Freiheit, der Gerechtigkeit und der Solidarität größtenteils wesentliche Grundpfeiler darstellen, begreifen. Um das zu erreichen, möchten wir weg von dem gegliederten Schulsystem und Gemeinschaftsschulen einrichten, die diese Werte fördern und den Schülerinnen und Schülern Spaß am lebenslangem Lernen vermitteln, das über stumpfes und stupides Auswendiglernen weit hinausgeht, ja, Lebenskompetenz bedeuten soll. Nicht genug damit, fordern wir insgesamt inklusive Ganztags-Gemeinschaftsschulen, in denen bereits in der Idee Chancengleichheit gedacht und in der Umsetzung praktisch erlebbar wird. Für uns ist Wirtschaftsorientierung der Schulen oder der Erhalt des Ungerechtigkeit produzierenden kapitalistischen Wirtschaftssystems kein Wert, den es wert wäre, zu erhalten. Deshalb setzen wir uns für den demokratischen Sozialismus ein:
Wir wollen eine Gesellschaft der Gemeinschaft erreichen und für die Schwächeren in der Gesellschaft eintreten. Wir wollen Schulen, die zeigen, wie gemeinsames, gemeinschaftliches, freies, gerechtes, solidarisches, spannendes – modernes Lernen funktionieren kann und funktionieren sollte. Schulen, die Bildungsgerechtigkeit und den Glauben an eine solidarische Gemeinschaft ausstrahlen. Für all das kämpfen wir Juso-SchülerInnen, dafür gibt es uns, wir sind nicht allein und wir werden es weiter tun – bis es soweit ist, dass wir zufrieden sein können. Wir sind es der Menschlichkeit einfach schuldig, es ist eine Unmöglichkeit, unsere Gesellschaft als zivilisiert zu bezeichnen und gleichzeitig diese Ungerechtigkeiten zu akzeptieren. Es ist eine Unmöglichkeit, zivilisiert sein zu wollen, aber gegen chancengleiche und gerechte Schulen zu sein. Handeln wir angemessen. Mit Verstand, Herz, Mut und fester Entschlossenheit ist es nun an der Zeit, die Dinge nicht so zu akzeptieren, wie sie sind, sondern für alle, die darunter leiden, aber auch, weil es sich nach unseren Werten gehört, diese anzupacken.

Heute sind auch Mitglieder der Juso-Schüler auf dem Bezirksparteitag der SPD vertreten!👍
30/05/2015

Heute sind auch Mitglieder der Juso-Schüler auf dem Bezirksparteitag der SPD vertreten!👍

09/03/2015

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Jusos SchülerInnengruppe

Adresse

Bad Hersfeld
36251

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