06/07/2026
Kurbrücke: Stadt bringt erste Schritte zur Sanierung auf den Weg
In einer Sondersitzung des Hauptausschusses am 30. Juni 2026 hat die Stadt Bad Ems einstimmig die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie zur Sanierung der Kurbrücke beschlossen. Der Auftrag wurde zu einem Bruttoauftragswert von 23.205 Euro an die Ingenieurgesellschaft R&P Ruffert vergeben. Damit wurde ein erster wichtiger Schritt eingeleitet, um die Zukunft der stadtbildprägenden Brücke nachhaltig zu sichern.
Nachdem im Rahmen einer Bauwerksprüfung erhebliche Schäden festgestellt worden waren und die Brücke aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste, wurden bereits seit April erste Abstimmungen mit dem beauftragten Ingenieurbüro geführt und das weitere Vorgehen in den städtischen Gremien beraten. Einigkeit besteht darüber, dass die Kurbrücke erhalten und instandgesetzt werden soll.
Die Machbarkeitsstudie soll nun verschiedene Sanierungsvarianten technisch und wirtschaftlich untersuchen sowie belastbare Kostenschätzungen erarbeiten. Gleichzeitig wird geprüft, welche Form einer möglichen Behelfsbrücke während der Bauzeit sinnvoll ist. Dabei werden zwei Varianten betrachtet: eine reine Leitungsbrücke zur Sicherung der Versorgungsleitungen sowie eine zusätzlich für Fußgänger nutzbare Behelfsbrücke. Auf Grundlage der Ergebnisse werden die städtischen Gremien die weitere Vorgehensweise beraten und entscheiden.
Mit der Machbarkeitsstudie schafft die Stadt zugleich eine wesentliche Grundlage, um Förderanträge für die Sanierung der Kurbrücke vorzubereiten.
Darüber hinaus wird im Rahmen der Machbarkeitsstudie der konkrete Sanierungsbedarf an den Brückenlagern sowie am Pfeiler in der Lahn untersucht und bewertet.
Nach derzeitigem Kenntnisstand erscheint eine umfassende Instandsetzung des historischen Stahlüberbaus die wahrscheinlichste Lösung. Dabei wird derzeit davon ausgegangen, dass der Stahlüberbau in Teilen demontiert, in einem Fachbetrieb aufgearbeitet und anschließend wieder an seinem ursprünglichen Standort montiert werden könnte. Dieses Verfahren gilt als praktikabel, da die Arbeiten im Werk unter deutlich besseren Bedingungen durchgeführt werden können. Zudem könnten aufwendige Gerüstkonstruktionen über der Lahn und die damit verbundenen Einschränkungen für die Schifffahrt verringert werden.
Ziel ist es, die Kurbrücke dauerhaft zu erhalten und sie nach Abschluss der Arbeiten wieder sicher für die Bürgerinnen und Bürger nutzbar zu machen. Die Stadt wird die Öffentlichkeit über die weiteren Planungsschritte und Entscheidungen fortlaufend informieren.