26/11/2025
Intensivausbildung Atemschutz: Training in der Maydayarena
Das Ziel des Tages war eindeutig, den Umgang mit Atemschutznotfällen zu schulen und die eigenen Grenzen unter realistischen Bedingungen auszuloten. Zwei intensiv gestaltete Stationen sollten die Einsatzkräfte fordern, jede auf ihre ganz eigene Weise.
An der ersten Station wartete ein Parcours, der Gefahren vereinte, die im Atemschutzeinsatz plötzlich und unvorhersehbar auftreten können. Ein unsicherer Boden der abkippt, enge Passagen, lose Kabel hingen wie Fallen von der Decke, während herabgestürzte Balken den Weg versperrten und ein Weiterkommen nur mit voller Konzentration möglich machten.
In absoluter Dunkelheit, begleitet von dröhnendem Lärm, mussten die Kameradinnen und Kameraden ihren Instinkten vertrauen, die Lage beurteilen – und gleichzeitig Ruhe bewahren. Jeder Schritt konnte hier entscheidend sein, jeder Griff musste sitzen.
Die zweite Station stellte die Teams vor eine andere Aufgabe: den Transport eines verunfallten Atemschutzgeräteträgers. Der Zugang zum „verletzten“ Kamerad musste sich erst erkämpft und dieser dann erstversorgt und anschließend transportbereit gemacht werden. Doch der Weg zur Sicherheit war alles andere als einfach. Ein enger Gang zwang die Trupps, ihren Körper und die Ausrüstung millimetergenau zu koordinieren. Absätze mussten überwunden werden, schief liegende Balken erschwerten das Fortbewegen, und immer wieder galt es, den verletzten Kollegen zu stabilisieren und gemeinsam zu retten.
Um die Stressresistenz zu fördern, setzten die Ausbilder auf volle Reizbelastung: stockfinstere Umgebung, dröhnender Lärm, künstliche Enge. Diese Elemente zwangen die Trupps, trotz widrigster Umstände strukturiert zu handeln, klar zu kommunizieren und im Team zuverlässig Entscheidungen zu treffen.