Aktionsbündnis Böbinger Tunnel

Aktionsbündnis Böbinger Tunnel Das Ziel des Aktionsbündnis Böbinger Tunnel ist die Verwirklichung des (kurzen) Tunnels als Trasse de

14/09/2021

Die Entscheidung ist gefallen: Böbingen bekommt den Tunnel. Der Kampf hat sich gewohnt. Großes Dankeschön an alle Unterstützer*innen!!!

Bei einem Gespräch am 20.07. mit Tim-Luka Schwab, SPD-Bundestagskandidat für unseren Wahlkreis, Bürgermeister Stempfle u...
22/07/2021

Bei einem Gespräch am 20.07. mit Tim-Luka Schwab, SPD-Bundestagskandidat für unseren Wahlkreis, Bürgermeister Stempfle und den Sprechern des Aktionsbündnisses Böbinger Tunnel Manfred Gold und Otto Betz sowie Gemeinderat August Freudenreich wurde u.a. die immer noch ausstehende Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums kritisiert, zumal seit geraumer Zeit alle Fakten auf dem Tisch liegen. Dass diese Entscheidung nur pro Tunnel lauten kann, unterstrich Tim-Luka Schwab ausdrücklich. Alle Gesprächsteilnehmer erwarten, dass noch vor der anstehenden Bundestagswahl die frohe „Tunnel“-Botschaft verkündet wird.

Bei einem Gespräch am 18.07. mit Dr. Gräßle, CDU-Bundestagskandidatin für unseren Wahlkreis, Oberbürgermeister Arnold, B...
20/07/2021

Bei einem Gespräch am 18.07. mit Dr. Gräßle, CDU-Bundestagskandidatin für unseren Wahlkreis, Oberbürgermeister Arnold, Bürgermeister Stempfle und den Sprechern des Aktionsbündnisses Böbinger Tunnel wurde wiederholt die Wichtigkeit der Verkehrsverbindung für die gesamte Region hervorgehoben. Alle waren sich einig, dass eine Entscheidung für dieses Projekt und vor allem für die Tunnelvariante in Böbingen nun endlich getroffen werden muss!

Warum sich die Böbinger Kinder nur einen Tunnel vorstellen können. Auf 32 Briefen haben die Viertklässler der Böbinger "...
17/06/2021

Warum sich die Böbinger Kinder nur einen Tunnel vorstellen können. Auf 32 Briefen haben die Viertklässler der Böbinger "Schule am Römerkastell" ihre Vorstellungen Herrn Parl. Staatssekretär Bilger gegenüber geäußert und dargestellt:

Das Aktionsbündnis hat sich gegründet, weil die Befürchtung im Raum steht, dass die Streckenführung der B29 im Bereich der Gemeinde Böbingen im Wesentlichen nach finanziellen Faktoren entschieden wird. Das ist nach unserer Auffassung ein Fehler!

Beteiligt Euch an unserer Aktion "100 Brief an Bilger" und schreibt ihm einen Brief! Wir brauchen endlich eine Entscheid...
10/04/2021

Beteiligt Euch an unserer Aktion "100 Brief an Bilger" und schreibt ihm einen Brief! Wir brauchen endlich eine Entscheidung Herr Bilger!

Nachstehend der Artikel aus der heutigen Ausgabe der Gmünder Tagespost:

Sprecher des Aktionsbündnisses kritisieren mangelnde Kommunikation des Bundes und „in der Versenkung verschwundene“ Abgeordnete. Wie es aus ihrer Sicht nun weitergehen muss. Von David Wagner

Sie sind zum Warten verdammt. Wenn die B 29 vierspurig ausgebaut wird, kann es nach Ansicht des Aktionsbündnisses entweder eine enorme Entlastung und eine Möglichkeit zur gedeihlichen Entwicklung des Ortes geben – das wäre ein Tunnel. Oder aber das Dorf wäre endgültig und auf Jahrzehnte von einer autobahnähnlichen Bundesstraße zerteilt – das wäre die Brücke.
Wo sind die Abgeordneten?
Vor knapp einem Jahr hatte das Landes sich für einen Tunnel ausgesprochen und die Planung mit dieser Empfehlung an den Bund weitergeleitet. Dieser trifft die Entscheidung. Nur, wann?
Der CDU-Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums Steffen Bilger hatte eine Entscheidung für August angekündigt – wohlgemerkt 2020. Zuletzt hieß es Mitte März aus dem Ministerium auf Anfrage der Gmünder Tagespost, dass noch immer Unterlagen des Landes fehlten. Dies bestätigte ein Sprecher des Landesverkehrsministeriums. Die Redaktion hat vergangenen Mittwoch bei Bilgers Büro nachgefragt und eine Antwort bis Freitagmittag erbeten: Ligen nun alle Unterlagen vor? Wie sieht der Zeithorizont für eine Entscheidung aus? Bilgers Referent bedankte sich schriftlich für die Anfrage, bat aber um Verständnis, dass eine Antwort wohl erst später erfolgen könne. Bis Freitagabend lag keine vor.
Die Mitglieder des Aktionsbündnisses haben Mitte März dazu aufgerufen, dass Bürger Briefe an Bilgers Büro schreiben und ihren Unmut über den Stillstand kundtun sollen. 100 Briefe waren als Ziel ausgegeben. „Wir sind derzeit bei 35“, sagt Otto Betz, der damit ganz zufrieden ist, vor allem, weil die Aktion noch nicht groß beworben wurde. Die Sprecher des Aktionsbündnisses haben selbst Briefe verfasst – und darauf keine einzige Reaktion erhalten. „Das Kommunikationsverhalten von Herrn Bilger finde ich persönlich untragbar“, sagt Otto Betz. „Vielleicht hat er die coronabedingten Kontaktbeschränkungen falsch verstanden.“ Auch Manfred Gold erwarte zwar keine Rückmeldung in zwei Tagen. „Aber rund drei Wochen sind doch eine angemessene Zeit.“
Die Sprecher vermissen auch ein aktives Eintreten der aktuellen Bundes- und neu gewählten Landtagsabgeordneten. Gerade von Norbert Barthle, mit seinen guten Kontakten, hätten sich die Böbinger „mehr erhofft“. „Die sind alle in der Versenkung verschwunden“, meint Manfred Gold.
Laut Bürgermeister Stempfle habe das Land mittlerweile sämtliche Unterlagen an den Bund weitergeleitet. Das Regierungspräsidium habe keine neuen Erkenntnisse. Resultat sei nach wie vor: Der Tunnel muss kommen, so Stempfle. Der Bürgermeister erinnert an sein Treffen mit Bilger, bei dem dieser betont hatte, dass der Bund sich an den Empfehlungen des Landes orientiere – es sei denn, es träte etwas ganz Außergewöhnliches auf. „Das ist eindeutig nicht der Fall“, sagt Stempfle. „Ich erwarte jetzt in den nächsten vier Wochen die Entscheidung. Alles andere ist nicht vermittelbar.

Warum die Böbinger einen Tunnel wollen
Nur mit einem Tunnel ist nach Ansicht des Aktionsbündnisses eine städtebauliche Entwicklung möglich. Eine Brücke zerschneide den Ort und zementiere die Trennung visuell und tatsächlich.
Sozial: Eine Brücke mache das „soziale Miteinander“ unmöglich und behindere das Leben in der Gemeinde auf unzumutbare Weise.
Rechtlich: Eine Brücke mindere den Wert aller Grundstücke in der Gemeinde und ziehe womöglich Klagen enteigneter Grundstücksbesitzer nach sich.
Gesundheitlich: Eine Brücke bringe – auch mit noch so hohen Lärmschutzwänden – Lärm-, Feinstaub- und Abgasbelastung.
Ökologisch: Eine Brücke brächte den größten Landschaftsverbrauch mit sich.
Finanziell: Neben den reinen Kosten ist der „Nutzen-Kosten-Faktor“ wichtig. Um wirtschaftlich zu sein, muss der Wert über 1,0 liegen. Anfangs bezifferte ihn das Land beim Tunnel auf 1,3, mittlerweile liege er bei knapp 2,0. „Der Tunnel ist also wirtschaftlich und auch das Geld dazu ist da“, betont Stempfle.

22/03/2021

Mein Brief an Herrn Staatssekretär Steffen Bilger:

Werter Herr Bilger,

Sie strapazieren die Nerven der Böbinger Bevölkerung – und vieler Menschen in der Region Ostwürttemberg – mit der Hinhaltetaktik Ihres Ministeriums in Sachen Böbinger Tunnel aufs Schlimmste!

Das nun schon Monaten andauernde Hinauszögern einer Entscheidung – sie war von Ihnen für August 2020 in Aussicht gestellt worden – ist angesichts der Faktenlage nicht mehr nachvollziehbar und nur noch ärgerlich. Als einer der Sprecher des Aktionsbündnisses Böbinger Tunnel bin ich über diese Faktenlage ziemlich gut informiert. Die Fakten in Stichworten sind
a) Der sogenannte Nutzen-Kosten-Faktor hat sich gegenüber der ersten Aussagen des Regierungspräsidiums Stuttgart von seinerzeit 1,3 auf nunmehr 1,9 verbessert.
b) Das jüngst durchgeführte geologische Gutachten hat keine Erkenntnisse zutage gebracht, die bautechnische Überraschungen und daraus folgende Kostensteigerungen erwarten ließen.
c) Beim Lärmschutz ist der Tunnel per se die weitaus beste Variante.
d) Eine Brücke, wie sie offensichtlich in Ihrem Hause favorisiert wird, ist städtebaulich ein No Go. Das haben alle (Abgeordnete, Parteien, Regionalverband, Gemeindetag, Kreistag, IHK und viele andere) und nicht zuletzt Sie selbst bei einem Besuch in Böbingen so gesehen.
e) Das soziale Leben sowie gesundheitliche Aspekte sprechen ebenfalls eine eindeutige Sprache: nur ein Tunnel kann die Lösung für Böbingen sein.

Weitere bzw. ausführlich dargestellte Fakten sind im Positionspapier des Aktionsbündnisses Böbinger Tunnel beschrieben, das Ihnen vorliegt.

Wir alle haben Verständnis dafür, dass Entscheidungsprozesse ihre Zeit benötigen und Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehen muss. Aber: Sind die sechs Jahre Grundlagenermittlung und Vorplanung denn nicht ausreichend? Und: Sind die seitens Ihres Hauses immer wieder neu eingeforderten Ausarbeitungen und Zusatzinformationen beim Regierungspräsidium Stuttgart respektive beim Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg wirklich entscheidungsrelevant? Ich stelle dies in aller Deutlichkeit in Zweifel!
So wird beispielsweise eine Nacharbeitung der Lärmschutzmaßnahmen (-kosten) bei den betroffenen Gebäuden im Falle einer Brücke gefordert. Dies kann eigentlich nur zur Folge haben, dass die Brückenvariante noch teurer wird und sich deren Nutzen-Kosten-Faktor verschlechtert und ich gehe sicherlich recht in der Annahme, dass diese (Mehr-)Kosten marginal gegenüber den Gesamtkosten des B29-Ausbaues sind.

Es entsteht der Eindruck, dass die Entscheidung gegen den Tunnel schon getroffen ist und sich nur niemand traut, es zu sagen (siehe Kommentar von Herrn Wagner in der heutigen Ausgabe der Gmünder Tagespost).

Sollten derartige Überlegungen in Ihrem Hause tatsächlich bestehen, kann ich nur davor warnen. Was Sie damit erreichen ist vielleicht eine im Vergleich zu den Gesamtaufwendungen des Verkehrsetats nahezu verschwindend geringe und einmalige Einsparung. Was Sie sich aber „erkaufen“ wird ein politischer und juristischer Streit, der den Ausbau der B29 und damit die Achse zwischen dem Großraum Stuttgart und Ostwürttemberg (mit dem Anschluss an die A7) um Jahre verzögert und die vermeintlichen und kurzsichtigen Einsparungen zumindest volkswirtschaftlich vollkommen zunichtemacht. Ich bin sicher, die Böbinger Bürgerschaft wird sich mit allen Mitteln gegen eine Ausbauvariante zur Wehr setzen, die keinen Tunnel vorsieht.

Wenn es rein um die Frage der Finanzen geht, will ich – und dies ist ausdrücklich meine private Meinung und nicht die des Aktionsbündnisses Böbinger Tunnel – den Gedanken von Dr. Scheffold, ehemaliger CDU-Landtagsabgeordneter aus Schwäbisch Gmünd, ins Spiel bringen, der von der Möglichkeit eines zweispurigen Ausbaues auf diesem Abschnitt gesprochen hat. Was in Schwäbisch Gmünd möglich ist, muss auch für einen wesentlich kürzeren Streckenabschnitt in Böbingen möglich sein. Und dies vor dem Hintergrund der allseits propagierten Zielstellung, den Straßenverkehr reduzieren zu wollen.

Ich fordere Sie mit diesem Brief auf, die längst überfällige Entscheidung über die Ausbauvariante der B29 auf der Böbinger Gemarkung noch in diesem Monat zu treffen, und zwar eine Entscheidung pro Tunnel in Böbingen.

Mit freundlichen Grüßen

Otto Betz

Schreiben Sie Herrn Bilger Ihre Meinung!
19/03/2021

Schreiben Sie Herrn Bilger Ihre Meinung!

Das Aktionsbündnis Böbinger Tunnel startet die Aktion „100 Briefe an Bilger“!„Bislang habe ich die lange Zeitdauer des E...
19/03/2021

Das Aktionsbündnis Böbinger Tunnel startet die Aktion „100 Briefe an Bilger“!

„Bislang habe ich die lange Zeitdauer des Entscheidungsprozesses im Sinne einer politischen Entscheidung für den Tunnel in Böbingen mit dem Argument Gründlichkeit vor Schnelligkeit verteidigt. Nun muss aber das für unsere Region sehr wichtige Projekt vorankommen“, so Landrat Dr. Bläse am 25. Februar in einem Brief an Staatssekretär Steffen Bilger im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und an den Baden-Württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann.
Landrat Dr. Bläse hat in diesem Schreiben die Herren Bilger und Hermann zu einem gemeinsamen Termin zur Findung einer tragfähige Entscheidung zur B29-Trasse durch Böbingen eingeladen. Der Termin sollte Ende März stattfinden. Leider ist dieser Termin an einer Zusage seitens von Herrn Bilger gescheitert, wie der gestrigen Presse zu entnehmen ist. Angeblich fehlen immer noch Unterlagen für eine abschließende Varianten-Beurteilung, die seitens des Landesverkehrsministeriums vorgelegt werden müssen, so der Referent von Herrn Bilgers Büro.
Sind die sechs Jahre Grundlagenermittlung und Vorplanung denn nicht ausreichend? Diese Frage stellen sich Bürgermeister Stempfle und die Sprecher des Aktionsbündnisses. Offensichtlich wird aber in Berlin nicht begriffen, dass das ständige Hinauszögern der Entscheidung die Geduld bei alle Beteiligten überstrapaziert und die Politikverdrossenheit fördert. Und: Die Reduzierung der Entscheidungsfaktoren auf die rein finanzielle Sicht-weise wird der örtlichen Situation nicht gerecht. Das wurde durch das Aktionsbündnis zum wiederholten Male thematisiert und das ist Herrn Bilger, der bekanntlich vor Ort war, auch hinreichend bekannt.
Um den Druck zu erhöhen und die Entscheidung pro Tunnel endlich zu bekommen hat sich das Aktionsbündnis eine neue Aktion einfallen lassen. Mit dieser Aktion setzen wir unsere auf Sachlichkeit und einen fairen Um-gang miteinander beruhenden Anstrengungen für eine Tunnellösung fort.
Die Aktion nennt sich „100 Briefe an Bilger“ und hat, wie der Titel schon sagt, das Ziel, dass Bürger*innen – nicht nur von Böbingen – mindestens 100 Briefe an Herrn Bilger schreiben und ihr Unverständnis für die immer noch ausstehende Entscheidung für einen B-29-Tunnel in Böbingen zum Ausdruck bringen. Informationen und Ar-gumente für eine Tunnelbauweise können auf der Homepage des Aktionsbündnisses (https://www.boebinger-tunnel.de/tunnel-in-boebingen/) abgerufen werden. Die postalische Anschrift von Herrn Bilger lautet:

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
z.Hd. von Herrn Parlamentarischen Staatssekretär Steffen Bilger
Invalidenstraße 44
10115 Berlin

Um den Erfolg der Aktion bewerten zu können bittet das Aktionsbündnis um eine kurze Mitteilung per E-Mail an [email protected] oder Anruf bei einem der Sprecher des Aktionsbündnisses (Manfred Gold, Dr. Peter Högerle oder Otto Betz), dass ein Brief an Herrn Bilger auf dem Weg nach Berlin ist.

Wenn Sie Hilfe beim Verfassen eines Briefes benötigen, kontaktieren Sie einfach einen der Sprecher des Akti-onsbündnisses. Wir helfen Ihnen gerne!

Wer möchte, kann seinen Brief auf unserer Homepage auch veröffentlichen lassen.

Die Verwirklichung einer Tunnelvariante für die B29 in der Ortslage Böbingen ist unser erklärtes Ziel. Wir versuchen auf dem Weg bis zur Entscheidung so viele Bürger wie möglich über die Vor- und Nachteile des Bauvorhabens zu informieren, und sich im weiteren Verlauf für den Tunnel zu engagie...

Wir lassen uns nicht zum Narren halten Herr Bilger! Lesen Sie den interessanten Artikel aus heutigen Ausgabe der "Schwäb...
18/03/2021

Wir lassen uns nicht zum Narren halten Herr Bilger!

Lesen Sie
den interessanten Artikel aus heutigen Ausgabe der "Schwäbischen Post" empfehlen:
Tunnel: Dem Bund fehlen Unterlagen
B 29 Landrat wollte bei Termin in Böbingen Ende März für den Tunnel werben. Minister Hermann hatte zugesagt. Sprecher des Bundesverkehrsministeriums nennt diesen Termin nun „nicht zielführend“. Von David Wagner
Lesen Sie den Artikel im E-Paper:

B 29 Landrat wollte bei Termin in Böbingen Ende März für den Tunnel werben. Minister Hermann hatte zugesagt. Sprecher des Bundesverkehrsministeriums nennt diesen Termin nun „nicht zielführend“. Von David Wagner Böbingen D as Bundesverkehrsministerium hält einen Vor-Ort-Termin in Sachen Bö...

26/02/2021

Pressemitteilung des Landratsamtes Ostalbkreis

Landrat Dr. Bläse wendet sich an Staatssekretär Bilger und Verkehrsminister Hermann

Seit mehreren Monaten warten der Ostalbkreis und die Gemeinde Böbingen auf eine Entscheidung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, ob die Tunnelvariante im Zuge der B 29 bei Böbingen zum Zuge kommen kann. Landrat Dr. Joachim Bläse will Bund und Land nun zu einem Ortstermin einladen, um das Thema zu forcieren. In einem Schreiben an Staatssekretär Steffen Bilger schreibt Bläse:
"Beim Spatenstich zum Ausbau der B 29 zwischen Essingen und Aalen im Oktober letzten Jahres haben Sie Sympathie für die Tunnellösung in Böbingen bekundet, sie aber unter den Vorbehalt weiterer Untersuchungen und Prüfungen gestellt. Die geforderten planerischen Ergänzungen seien vom Land soweit aufgearbeitet worden. In Ihrem Hause würde immer noch gerechnet, so ist zu vernehmen.
Die vom Bund als Entscheidungsgrundlage geforderten ergänzenden Untersuchungen durch das Land sind wohl erfolgt und dem Bund vorgelegt. Eine Entscheidung kann und sollte meines Erachtens jetzt rasch erfolgen. Die Bevölkerung im Ostalbkreis und insbesondere in Böbingen wird mit Recht immer ungeduldiger und kann das Schwarze-Peter-Spiel und die Hängepartie zwischen Bund und Land nicht mehr verstehen.
Bislang habe ich die lange Zeitdauer des Entscheidungsprozesses im Sinne einer politischen Entscheidung für den Tunnel in Böbingen mit dem Argument Gründlichkeit vor Schnelligkeit verteidigt. Nun muss aber das für unsere Region sehr wichtige Projekt vorankommen. Dazu möchte ich die beiden Entscheidungsträger Bund und Land zu einem Verkehrsgespräch B 29 Tunnel Böbingen vor Ort einladen. In einem gemeinsamen Gespräch mit Ihnen, sehr geehrter Herr Staatssekretär Bilger, und Herrn Verkehrsminister Hermann soll Konsens für eine tragfähige Entscheidung erfolgen, die Basis für die zügige Fortführung der Planung ist."
Nach den Vorstellungen des Landrats soll der Termin Ende März stattfinden.

07/01/2021

Unser Brief vom 19.12.2020 an Verkehrsstaatssekretär Bilger:

Sehr geehrter Herr Verkehrsstaatssekretär Bilger,

wir möchten die kurz bevorstehenden Festtage und die Jahreswende zum Anlass nehmen und mit diesem Brief erneut auf unser Anliegen, den Bau eines Tunnels für die B29-Trasse in unserer Gemeinde, hinweisen. Es ist, und das möchten wir ausdrücklich betonen, nicht nur ein Anliegen einiger Weniger, sondern das der gesamten Bürgerschaft von Böbingen sowie von 7.500 Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit ihrer Unterschrift für einen Tunnel einsetzen. Unterstützung in unserem Anliegen haben wir von allen Parteien, allen hiesigen Landtags- und Bundestagsabgeordneten, Landrat und Kreistag, Gemeindetag, Regierungspräsidium Stuttgart und Landesverkehrsministerium und vielen anderen Institutionen erfahren.
Unsere Erwartungen, im August d. J. eine Entscheidung Ihres Hauses pro Tunnel zu erhalten, konnten leider nicht erfüllt werden. Ebenso konnten Sie beim Spatenstich in Essingen für den Ausbauabschnitt Mögglingen – Aalen die „frohe Botschaft“ nicht überbringen. Wir können verstehen, dass eine sorgfältige Prüfung der vom Land Baden-Württemberg erstellten Planungsunterlagen erfolgen muss, geht es doch um eine nicht unerhebliche Investitionssumme. Wir können des Weiteren verstehen, dass angesichts knapper werdender finanzieller Spielräume die Frage der Wirtschaftlichkeit sehr genau untersucht werden muss.
Nach allem was wir in den vergangenen Wochen an Informationen vernommen haben, ist sowohl die Wirtschaftlichkeit einer Tunnelbauweise nicht nur gegeben, sie hat sich seit der Vorstellung der Planvarianten durch das Regierungspräsidiums im Herbst 2019 sogar zum Positiven verändert. Auch die Differenz zwischen Tunnel- und Brückenbauweise hat sich maßgeblich reduziert. Die Zahlen hat Ihnen Herr Bürgermeister Stempfle per E-Mail am 3. Dezember 2020 zugesandt.
Sie können angesichts dieser Sachlage (so wie sie sich uns darstellt) sicherlich nachvollziehen, dass unser Verständnis mit jeden weiteren Tag, an dem die Entscheidung nicht fällt, sinkt. Wir verstehen das Hinauszögern dieser Entscheidung nicht (mehr), zumal doch alle wesentlichen Daten und Fakten auf dem Tisch liegen. Trotz dieser positiven Entwicklung ist eine Zusage zum Bau des „Böbinger Tunnels“ noch immer eine politische Entscheidung. Deshalb erwarten wir von Ihnen als parlamentarischer Staatssekretär Ihre uneingeschränkte Einflussnahme in den zuständigen Gremien für die Tunnellösung in unserer Gemeinde.
Wir bitten Sie daher nochmals, das Thema zeitnah einer Entscheidung pro Tunnel in Böbingen zu zuführen. Oder wir würden uns mindestens wünschen, einen Termin für eine solche Entscheidung genannt zu bekommen, verbunden mit einer Erklärung, was die Gründe für die Verzögerung und bisherige Nicht-Entscheidung sind. Bitte haben Sie Verständnis für diese Wünsche, entsprechen sie doch den vielen Nachfragen aus der Bürgerschaft in Böbingen und der Region.
Im Namen des Aktionsbündnisses Böbinger Tunnel bitten wir Sie Ihre Einflussmöglichkeiten geltend zu machen und eine baldige Entscheidung pro Böbinger Tunnel durchzusetzen. Für Ihre bisherige Unterstützung sagen wir herzlichen Dank. Wir zählen auch weiterhin auf Ihren Beitrag für die einzig sinnvolle Lösung in Böbingen: den Tunnel!

Wir, die Sprecher des Aktionsbündnisses wünschen Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg im Neuen Jahr

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Gold Dr. Peter Högerle Otto Betz

07/01/2021

Unsere Botschaften beim heutigen Pressegespräch:
• Die Vorplanungen durch das Regierungspräsidium Stuttgart wurden Anfang 2020 abgeschlossen. Von den drei untersuchten Bau-Varianten hat sich das Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg Mitte April 2020 für die Tunnel-Variante ausgesprochen. Damit konnte ein erster wichtiger Meilenstein erfolgreich genommen werden.
• Beim sogenannten Verkehrsgipfel Ostwürttemberg mit allen Funktionsträgern und Abgeordneten unseres Wahlkreises sowie mit dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium (BMVI), Steffen Bilger ist man davon ausgegangen, dass die endgültige Entscheidung durch das BMVI im August fällt, spätestens jedoch beim Spatenstich für den Ausbau des Teilabschnitts der B29 zwischen Mögglingen-Ost und Aalen-West in Essingen. Leider verstrichen beide Termine ohne eine Entscheidung.
• Als Gründe für die Verzögerung bzw. immer noch nicht erfolgte Entscheidung wird seitens des BMVI vorgebracht, dass aufgrund der Mehrkosten für einen Tunnel weitere Untersuchungen erforderlich seien.
• Vor kurzem wurden Tiefenbohrungen entlang der geplanten Trassenführung zwischen Schwäbisch Gmünd und Böbingen durchgeführt. In Bereich des geplanten Tunnels geht es neben der Untersuchung der vorhandenen geologischen Formationen vor allem darum festzustellen, ob sich nur ein Grundwasserleiter oder zwei im Bereich einer späteren Baugrube befinden. Ein Ergebnis dieser Tiefenbohrungen kennen wir bis dato nicht.
• In einem Brief vom 16.12.2020 hat sich das Aktionsbündnis Böbinger Tunnel zum wiederholten Male an Herrn Staatssekretär Bilger gewandt und Unverständnis über die immer noch ausstehende Entscheidung durch das BMVI zum Ausdruck gebracht bzw. diese angemahnt. Eine Antwort liegt bis heute (9:30 Uhr) nicht vor.
• In der Zwischenzeit haben wir seitens des Regierungspräsidiums Stuttgart die neueren Kostenberechnungen für die zwei noch in der Diskussion befindlichen Varianten, Brücke oder Tunnel, erhalten. Diese zeigen:
• Der Tunnel ist weiterhin wirtschaftlich. Der wichtige sogenannte Nutzen-Kosten-Faktor, der bei der Vorstellung der Varianten im Herbst 2019 noch bei 1,3 gelegen hat, liegt mittlerweile bei einem Wert zwischen 1,9 und 2,0. D.h. dieses Verhältnis hat sich wesentlich verbessert.
• Damit einhergehend haben sich die Mehrkosten für die Tunnellösung in Böbingen von ursprünglich 50 Mio. Euro auf aktuell 32 Mio. Euro verringert.
• Diese Mehrkosten sind nach Ansicht des Aktionsbündnisses Böbinger Tunnel bei Abwägung aller Aspekte, wie beispielsweise Städtebau, Ökologie, Lärmschutz, Gesundheit mehr als gerechtfertigt. Dies sehen alle Institutionen des Landkreises, der Region, der Gemeindetag Baden-Württemberg sowie praktisch alle amtierenden und designierten Mandatsträger so. An diesen Mehrkosten allein kann ein solches Jahrhundertbauwerk nicht scheitern.
• Bei dem Kostenvergleich wurde im Falle des Tunnel der „Worst-Case“, nämlich das Vorhandensein zweier Grundwasserleiter angenommen. (Im Falle nur eines Grundwasserleiters würden sich die Kosten des Tunnels nochmals spürbar verringern).
• Unser Eindruck ist, dass das BMVI die Brückenvariante favorisiert und mit fadenscheinigen Argumenten (und Nachbesserungen zu zweitrangigen Planungsdetails) die Tunnellösung verhindern will. (Oder werden hier im Hinblick auf die anstehenden Wahlen im Jahr 2021 schon mögliche Wahlgeschenke vorbereitet?).
• Das Argument, auf das Ergebnis der geologischen Untersuchungen warten zu wollen/müssen ist unsere Ansicht nach nicht glaubwürdig. Diese Untersuchungen sind Teil des üblichen Planungsprozesses und nicht etwa besonders beauftragt, wegen der Problematik Tunnel vs. Brücke in Böbingen. Diese Untersuchungen können als Ergebnis nur den aktuellen Planungsstand bestätigen oder im „Best Case“ eine nochmalige Reduzierung der Kosten für einen Tunnel aufzeigen (Stichwort: Nur ein Grundwasserleiter).

Was wir fordern:

• Schluss mit dem Hinauszögern der Entscheidung durch das Bundesverkehrsministerium.
• Wir erwarten eine Entscheidung zu einem verbindlichen Termin.
• Diese Entscheidung kann aufgrund der vielfältigen Argumente nur für den Bau eines Tunnels im Bereich der Ortsdurchfahrt von Böbingen lauten. Wer die Situation in Böbingen kennt und mit eigenen Augen gesehen hat, der kann zu keiner anderen Entscheidung kommen. Die Argumente für den Bau eines Tunnels sind im Positionspapier des Aktionsbündnisses Böbinger Tunnel sachlich fundiert zusammengestellt.
• Die Streckenführung der B29 hat für die kommenden Jahrzehnte einen zentralen Einfluss auf die Ortsentwicklung in Böbingen/Rems.
• Wir fordern deshalb alle aktuellen und künftigen Entscheidungsträger, insbesondere Herrn Staatssekretär Bilger auf, sich nachdrücklich für eine zeitnahe Entscheidung pro Tunnel in Böbingen einzusetzen bzw. diese endlich durchzusetzen.

Adresse

Böbingen An Der Rems
73560

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