Stadtarchiv Augsburg

Stadtarchiv Augsburg Herzlich willkommen im Gedächtnis der Stadt Augsburg. Auf 26 Regalkilometern speichern und verwahren wir alte und neue Erinnerungen.

„Rund 75.000 Zuschauer umsäumen bei strahlendem Sonnenschein den Augsburger Faschingszug, der mit zahlreichen humorvolle...
12/02/2026

„Rund 75.000 Zuschauer umsäumen bei strahlendem Sonnenschein den Augsburger Faschingszug, der mit zahlreichen humorvollen Einfällen viel Beifall findet. Ein prachtvoller blauer Himmel lachte am Sonntag nachmittag über dem Augsburger Faschingszug auf seinem gut zweistündigen Weg durch die Straßen der Innenstadt. Bei Temperaturen um drei Grad plus konnten selbst die wintermüdesten Datschiburger ein lautes „Lach-am-Lech“ riskieren. Grund dazu gab es in Hülle und Fülle: Unter den rund 60 Prunkwagen, Großkopfeten, humorvollen Gruppen, Musikkapellen und lustigen Mäschkerle waren so viel nette und geistreiche Einfälle zu bewundern wie schon lange nicht mehr bei einem Augsburger Faschingszug. Man schätzt, daß etwa 75.000 Menschen zusahen. Nach Auskunft der Polizei und Zugorganisatoren verlief die Augsburger Humorparade ohne besondere Zwischenfälle.“ –
So berichtet die Chronik des Stadtarchivs zum Faschingstreiben am 28. Februar 1965. Das Ereignis wurde auch in einem Farbfilm festgehalten, den wir hier erstmals präsentieren 😊...

Schöne Faschingstage wünscht euch das Team des
Stadtarchivs Augsburg 🥳🎷🎉🎊

# helau Stadt Augsburg

22/12/2025

Kurz vor Jahresende haben wir es noch geschafft: Unser neues Jahresprogramm für 2026 ist da. Wir bieten wieder eine Menge Vorträge, Workshops und Ausstellungen rund um die Geschichte der Stadt Augsburg an. Schaut doch nächstes Jahr einfach mal vorbei!
Bis dahin wünschen wir euch schöne Weihnachten und ein gutes und gesundes 2026! 🙂

Ihr liebt die 80er? Ihr bekommt die 80er! 😃Heute unternehmen wir wieder einen kleinen Streifzug durch unsere alte DIA-Sa...
22/08/2025

Ihr liebt die 80er? Ihr bekommt die 80er! 😃Heute unternehmen wir wieder einen kleinen Streifzug durch unsere alte DIA-Sammlung, die die Reprowerkstatt des Stadtarchivs in den letzten Monaten Stück für Stück digitalisiert hat. Waren das noch Zeiten...

Ein schönes Wochenende und viel Spaß wünscht Euch
das Team vom
Stadtarchiv 😎

(Quellen: StadtAA, FS DIA 16589, 16613, 16676, 16389, 16112, 40100)
Stadt Augsburg Fuggerei Augsburg

Ein wahrhaft historisches Ereignis spielte sich heute um kurz nach 9 Uhr im Herzen unserer Stadt ab: Für die aktuellen S...
24/07/2025

Ein wahrhaft historisches Ereignis spielte sich heute um kurz nach 9 Uhr im Herzen unserer Stadt ab: Für die aktuellen Sanierungsarbeiten wurde die Kuppel des Perlachturms auf spektakuläre Weise auf den Rathausplatz gehoben. Und Kaiser Augustus hat dem alten Nachbarn gleich den Weg zu seinem neuen Wirkungsort gewiesen. 🥰🫳🏼
Im 20. Jahrhundert stand der im Kern über 1000 Jahre alte Turm immer wieder kopflos da, wie ihr in unserer Fotostrecke nachverfolgen könnt: Um 1910 wurden das obere Drittel des Turms und die Kuppel vollständig erneuert (Bilder 3,4). Nach den Zerstörungen durch den Fliegerangriff im Februar 1944 (Bild 5) wurde bereits 1947/48 eine neue Kuppel hergestellt, die allerdings wegen der abweichenden Form auf wenig Zustimmung stieß (Bilder 6,7). 1954 nahm man daher erneut Anpassungen nach historischen Plänen vor (Bild 😎.

Die Turmzwiebel wird nun vorläufig zum Bestaunen in einem Info-Pavillon am Rathausplatz untergebracht, wo ihr auch weitere Informationen rund um die Sanierungsarbeiten finden könnt.

(Quellen: StadtAA, Schriftdokumentation, Fotosammlung des Stadtarchivs)
Stadt Augsburg

Die Jakober Kirchweih gilt als ältestes Volksfest der Stadt Augsburg. Seine Wurzeln sind wohl so alt sind wie der mittel...
16/07/2025

Die Jakober Kirchweih gilt als ältestes Volksfest der Stadt Augsburg. Seine Wurzeln sind wohl so alt sind wie der mittelalterliche Bau der Jakobskirche. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Kirchweih zu einem großen Fest mit Bierzeltbetrieb (die Jakobervorstadt war reich an Brauereien) und über 100 Buden mit Gärtnerware (v.a. stattliche Rettiche waren ein Kassenschlager), Süßkram, Spielzeug und vielem mehr. Auch Karussells und Schiffschaukeln zählten zum gewohnten Bild. So war um die Jahrhundertwende die Augsburger Schaustellerfamilie Diebold regelmäßig auf der Kirchweih vertreten. In beschaulicher Atmosphäre rund um den Jakobsplatz hat sich das Fest bis heute erhalten. Dieses Jahr findet die Jakoberkirchweih vom 18.-20. Juli statt.

Quellen: FS FA B 14077, Plakatsammlung 232, Bestand 10, Nr. 997 (Karussell), HAV 4, Nr. 1587 (Jakobi-Markt)

Eine Ära in der Stadt Augsburg geht zu Ende. Mit der Umbenennung des Konzerns MAN in „Everllence“ endet die Geschichte e...
28/05/2025

Eine Ära in der Stadt Augsburg geht zu Ende. Mit der Umbenennung des Konzerns MAN in „Everllence“ endet die Geschichte eines traditionsreichen Firmennamens, der eng mit dem Namen "Augsburg" verknüpft war. Er entstand durch die Fusion der Maschinenfabrik Augsburg (gegr. 1840) mit der Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft Nürnberg im Dezember 1898. Im Jahr 1908 folgte die Umbenennung in Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg A.G. Bereits ein Briefkopf vom Juli 1907 nennt die eingängige Abkürzung M.A.N. mit dem Hinweis, diesen nicht für die Adressierung zu verwenden. Der Name schmückte dann über ein Jahrhundert nicht nur das Tor C an der Sebastianstraße (um 1985), sondern auch zahlreiche zeittypische gestaltete Briefköpfe, die sich in den Aktenbeständen des Stadtarchivs im Schriftverkehr zwischen Stadt- und Firmenverwaltung erhalten haben.

Quellen: StadtAA. HAV 4, Nr. 1429, FS FA DIA

Habemus Papam! Und ihr seht ganz recht: Anders als die Fernsehbilder von gestern Abend zeigt ein Kupferstich des Jahres ...
09/05/2025

Habemus Papam! Und ihr seht ganz recht: Anders als die Fernsehbilder von gestern Abend zeigt ein Kupferstich des Jahres 1782 den Papst nicht auf der Mittelloggia des Petersdoms, sondern auf dem Balkon der Augsburger fürstbischöflichen Residenz mit Blick auf den bis zum letzten Platz gefüllten Fronhof!

Der Papstbesuch in der Reichsstadt war ein Jahrhundertereignis. Denn nur selten begaben sich Päpste in der frühen Neuzeit auf Reisen. Papst Pius VI. (Pont. 1775-1799) machte sich 1782 in politischer Mission auf den Weg nach Wien, auf dem Rückweg machte er ab dem 2. Mai 1782 für fünf Tage Halt in Augsburg. Mit anhaltendem Glockengeläut, Salutschüssen und zehntausenden Schaulustigen begrüßte man den Papst und sein Gefolge beim Einzug in die Stadt über das Rote Tor bis hoch zum Dom.

Über 730 Jahre lag der letzte Besuch eines Papstes zurück. In Heerscharen pilgerten Menschen aus dem weiten Umland in die Stadt. Bei einer Bevölkerungszahl von nur knapp 25.000 Einwohnern dürften sich in diesen Tagen über 100.000 fromme Katholiken und Schaulustige eingefunden haben. Der Mauermeister Simon Haid fertigte eigens einen Plan an, mit dem das Fassungsvermögen des Fronhofes berechnet wurde. Bei einer Kalkulation von acht Personen pro Quadratmeter (!) fanden dort nach Haids Berechnungen 75 768 Menschen Platz.😉Notfallkonzepte gabs dort keine – doch wurde in diesen Tagen „weder die geringste Unordnung bemerket, noch hat man von irgend einem Unglück etwas vernommen“, wie die Augsburgische Postzeitung berichtete.

Auf den nächsten Papstbesuch wartete man übrigens über 200 Jahre. Zuletzt führte im Jahr 1987 Johannes Paul II. der Weg nach Augsburg.

(Quelle: Stadtarchiv Augsburg, Ceremonialia, Fasz. 14 )

Leider muss der für heute geplante Vortrag "'Die Amerikaner kamen auf leisen Sohlen' – Kriegsende in Augsburg 1945" vers...
30/04/2025

Leider muss der für heute geplante Vortrag "'Die Amerikaner kamen auf leisen Sohlen' – Kriegsende in Augsburg 1945" verschoben werden. Der neue Termin ist der 23.07.2025 um 19 Uhr im Stadtarchiv Augsburg. Wir bitten die Umstände zu entschuldigen.

Manchmal treibt die Bürokratie doch wundersame Blüten… Da hatte es im Jahr 1940 ein Theatermitarbeiter doch nur gut geme...
17/04/2025

Manchmal treibt die Bürokratie doch wundersame Blüten… Da hatte es im Jahr 1940 ein Theatermitarbeiter doch nur gut gemeint, als er dem Bühnenbildner Schmitt für seinen Beitrag zur gelungenen Opernaufführung der „Daphne“ einen Strauß Blumen überreichte – und schon rief er die städtische Verwaltung auf den Plan, die die Überreichung von Blumen einer „generellen Neuordnung“ unterzog. 🔍Das Finanzreferat bemerkte:
„Viele große Theater lassen Blumenspenden nicht zu, weil nicht selten neben künstlerisch verdienten Spenden noch größere nicht künstlerisch bedingte Blumen an zweite Kräfte gegeben werden und dann peinlich wirken.“ Immerhin: „Diese Fälle sind in Augsburg schon aus der Sparsamkeit der Augsburger nicht zu befürchten.“ Sparsam ging man auch mit den Herren der Schöpfung um: „Männern werden nirgends Blumen gegeben, soweit es sich nicht um Jubiläumsvorstellungen und Abschiedsvorstellungen handelt; in diesen Fällen besteht die Spende vorwiegend in Lorbeerkränzen.“ Um keinen Neid zu erwecken, sollte man diese dann aber lieber direkt nach Hause senden.
Bei uns im Archiv lösen heute derartige Berichte in unseren Akten nur noch Heiterkeit aus. 😅 Denn wir sind der Meinung: lasst öfters Blumen sprechen! 🌸🌼🥀🌹🌞

Am 24. und 25. März hatte unser Stadtarchiv einen ganz besonderen Auftritt. Denn etwa 300 Archivarinnen und Archivare wa...
26/03/2025

Am 24. und 25. März hatte unser Stadtarchiv einen ganz besonderen Auftritt. Denn etwa 300 Archivarinnen und Archivare waren in den vergangenen beiden Tagen zu Gast in Augsburg, wo der 13. Bayerische Archivtag, die wichtigste Fachtagung für das Archivwesen in Bayern, ausgerichtet wurde. Bereits am Montagnachmittag tagten 130 Kommunalarchivarinnen und -archivare im Stadtarchiv, tauschten sich über Fachfragen aus und besichtigten unsere modernen Räumlichkeiten.
Besonderer Höhepunkt war dann die Verleihung des „Bayerischen Janus“, zu der Oberbürgermeisterin Eva Weber ins Parktheater im Kurhaus Göggingen lud. Der Preis würdigt herausragendes Engagement für das Archivwesen und wird für jede Verleihung individuell gestaltet.
Mit Bezug auf den Tagungsort verlieh die Augsburger Künstlerin Nanna Grønborg dem in Vergangenheit und Zukunft blickenden römischen Gott Janus die Gestalt des jungen und alternden Stadtgründers Augustus.
Preisträger dieses "Oskar für Archive" ist in diesem Jahr Dr. Thomas Aigner, langjähriger Präsident des International Centre for Archival Research (ICARUS), der sich insbesondere um die Zugänglichmachung von Archivgut im Netz verdient gemacht hat. Davon profitiert auch die Augsburg-Forschung. So können auf der Plattform „Matricula“ (https://data.matricula-online.eu) die für die biografische Forschung grundlegenden Kirchenbücher der katholischen Pfarreien des Bistums Augsburg ganz bequem online recherchiert werden!

Geradezu beseelt von der wunderbaren Atmosphäre „unseres“ schönen Kurhauses wurde die Tagung am Dienstag im Kongress am Park mit Vorträgen über die Zugänglichmachung von Archiven fortgesetzt. Sie befindet sich durch die Digitalisierung und den Einsatz von KI in einem fundamentalen Wandel.

Übrigens: Der Bayerische Janus 2019 ging nach Augsburg, der jetzige Alt-OB Dr. Kurt Gribl erhielt ihn für die Errichtung des neuen Stadtarchivs im Textilviertel (Abb. 6).

Bild 1 von links: Dr. Bernhard Grau (Generaldirektor
Staatliche Archive), Künstlerin Nanna Grønborg, Preisträger Dr. Thomas Aigner, Regierungspräsidentin Barbara Schretter und Oberbürgermeisterin Eva Weber.

Fotos 1, 2, 4: Michael Hochgemuth/Stadt Augsburg; Foto 3, 6-8: Stadtarchiv Augsburg)

Stadt Augsburg Nanna Grönborg Parktheater im Kurhaus Göggingen

Hand aufs Herz, hättet ihr gleich erraten, in welcher vielbefahrenen Straße wir uns hier befinden? Es ist die Jakoberstr...
21/03/2025

Hand aufs Herz, hättet ihr gleich erraten, in welcher vielbefahrenen Straße wir uns hier befinden? Es ist die Jakoberstraße, deren Erscheinungsbild früher von einem markanten Holzbau bestimmt wurde. Dieser sogenannte Färberturm an der Einmündung in das Turmgässchen diente einst der Trocknung gefärbter Tuche, die an einem riesigen Umlaufgestänge ausgehängt werden konnten. Während der Turm in der Jakoberstraße bei den schweren Fliegerangriffen 1944 zerstört wurde, hat man den aus dem 18. Jahrhundert stammenden Färberturm auf dem Gelände der früheren Augsburger Kammgarnspinnerei im Textilviertel mustergültig saniert (Bild 6). In der frühen Neuzeit existierten im Stadtgebiet und vor den Toren mehrere Färbertürme. Denn im Textilzentrum Augsburg stand das Färberhandwerk im Mittelalter und in der frühen Neuzeit in voller Blüte! Eine Vorstellung von der Arbeit der Färber und der Aufhängung der langen Stoffbahnen vermittelt eine fein gemalte Miniatur im städtischen Eidbuch aus dem Jahr 1583 (Bild 5).

Ein schönes, sonniges Wochenende wünscht Euch allen
Euer Team vom
Stadtarchiv Augsburg ☀️😎

(Quellen: Schätze 194 (Eidbuch), FA FA C 2915 + 38, FA FA D 1201, FS FA B 5537, FS FA A 9681)

Adresse

Zur Kammgarnspinnerei 11
Augsburg
86153

Öffnungszeiten

Mittwoch 08:00 - 12:00
13:00 - 17:00
Donnerstag 08:00 - 12:00
13:00 - 17:00
Freitag 08:00 - 12:00

Telefon

+4982132434152

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