23/05/2024
Haltestellen im Landkreis erhalten modernes Gesicht
ÖPNV-Offensive des Landkreises: Neues Erscheinungsbild an rund 1.600 Haltestellen mit Verbesserungen im Bereich der Funktionalität und Aufenthaltsqualität geplant
Die ÖPNV-Offensive im Landkreis Regensburg hat in den letzten Jahren wesentliche Angebotsverbesserungen im Regionalbusverkehr gebracht. In vielen Bereichen wurde der Busverkehr durch Taktlinien, Spätfahrten und zusätzliche Angebote auch am Wochenende auf ein neues Niveau gehoben.
Jetzt hat die landkreiseigene Nahverkehrsgesellschaft GFN ein weiteres Projekt gestartet: die Anpassung und Optimierung des Erscheinungsbildes, der Funktionalität und der Aufenthaltsqualität an den rund 1.600 Haltestellen in der Region.
Am Neutraublinger Rathaus stellten Landrätin Tanja Schweiger, Bürgermeister Harald Stadler und GFN-Geschäftsführer Josef Weigl die erste Umsetzung des optimierten Haltestellenkonzeptes vor. „Eine moderne und fahrgastfreundliche Ausstattung der Haltestelen im Landkreis Regensburg ist ein wichtiger Beitrag für einen attraktiven ÖPNV“, sagte Landrätin Tanja Schweiger beim Vor-Ort-Termin.
Ziel der ÖPNV-Offensive war und ist es, den Regionalbusverkehr sowohl qualitativ als auch quantitativ maßgeblich zu stärken. Dichtere Takte, neue Linien und zusätzliche Angebote am Abend sowie am Wochenende wurden eingerichtet. Wesentliche Attraktivitätssteigerungen erfolgten auch durch Schnellbusse, Tangentialverbindungen, die Anbindung von Gewerbegebieten und den Ausbau der Bahnhofszubringer. Damit konnte die Mobilität für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis insgesamt auf ein höheres Level gebracht werden. Mittlerweile fahren 24 Regionalbuslinien im Taktverkehr.
Nun hat sich die landkreiseigene Nahverkehrsgesellschaft GFN die Überarbeitung des Erscheinungsbildes und der Aufenthaltsqualität an den rund 1.600 Haltestellen in der Region zur Aufgabe gemacht. Die Verbesserung der Funktionalität und eine ansprechendere Gestaltung der Wartebereiche und Zuwege für die Fahrgäste sowie eine ganzheitliche Betrachtung des Umfeldes wird gemeinsam mit den Gemeinden in Angriff genommen. Zudem wird die Ausstattung mit Fahrrad-Stellplätzen gemeinsam geprüft und gegebenenfalls verbessert. „Die Haltestellen sind das Aushängeschild des ÖPNV und Bindeglied zwischen den Fahrgästen und den öffentlichen Verkehrsmitteln“, unterstrich GFN-Geschäftsführer Josef Weigl, „wir wollen, dass sich unsere Fahrgäste hier wohlfühlen.“ Die GFN beschafft die Haltestellenausstattung, die Montage erfolgt durch die Gemeinden und die Verkehrsunternehmen kümmern sich um den Aushang der Fahrpläne. Bei allen Maßnahmen begleitet die GFN zudem die förderrechtlichen Themen und unterstützt die Gemeinden, soweit diese für die Finanzierung zuständig sind.
Das Haltestellenprojekt in der Stadt Neutraubling steht kurz vor dem Abschluss. Die ersten Haltestellen sind montiert. Gemeinsam mit der Stadt wurden auch weitere qualitätsverbessernde und fahrgastfreundliche Maßnahmen im Umfeld der Haltestellen wie Fahrradabstellmöglichkeiten, Verbesserungen beim Zugang sowie der Beleuchtung betrachtet. Kriterien zur Barrierefreiheit spielten dabei eine wichtige Rolle. Zudem stellt die Stadt Neutraubling im Bereich der Haltestellen an der Realschule, des Gymnasiums und am Rathaus einen kostenlosen WLAN-Zugang (BayernWLAN) bereit. „Ich freue mich, dass Neutraubling hier der Vorreiter sein darf“, begrüßte Neutraublings Bürgermeister Harald Stadler die Weiterentwicklung und hofft, „dass die Bürgerinnen und Bürger das Busangebot noch besser annehmen.“
Die Haltestelle Haidauer Straße hat die Stadt erst kürzlich barrierefrei ausgebaut, der barrierefreie Ausbau der Haltestelle Friedhof beim neuen Hallenbad ist geplant. Insgesamt werden 28 Haltestellen mit insgesamt 76 Steigen (Hin- und Rückrichtung) moderner und fahrgastfreundlicher. Das Investitionsvolumen beträgt 35.000 Euro, die Förderung des Freistaats Bayern 19.500 Euro und damit der Eigenanteil der GFN 15.500 Euro. Im nächsten Schritt sind an den besonders stark frequentierten Haltestellen Pommernstraße und Rathaus moderne Anzeiger (TFT-Monitore) geplant, die von der Stadt Neutraubling finanziert werden.
Als nächstes Projekt folgt die Gemeinde Zeitlarn. Erste Abstimmungsgespräche zur Erneuerung der 19 Haltestellen mit insgesamt 32 Steigen haben stattgefunden. Auch für die Gemeinde Obertraubling sind die Gespräche gestartet. „Mein Dank gilt den Gemeinden, die sich hier künftig noch stärker einbringen als bisher“, unterstrich Landrätin Tanja Schweiger.
Auf dem Foto: Landrätin Tanja Schweiger (rechts) traf sich zum Vor-Ort-Termin mit Neutraublings Bürgermeister Harald Stadler (Mitte) und GFN-Geschäftsführer Josef Weigl in Neutraubling
Foto: Hans-Christian Wagner