23/04/2026
Besinnliches, Frechheiten, Derbheiten, Obszönitäten, geradeheraus oder hintenherum, zum Nachdenken, Schmunzeln oder herzhaften Lachen. Rezitiert und vorgetragen mit Erläuterungen und Vergleichen aus Vergangenheit und Gegenwart. Dabei wird man feststellen, dass es auch früher zum Teil schon äußerst deftig zuging. Das alles nicht nur für unempfindliche Ohren!
Ein Gegenstück zur Hochliteratur. Einkehr in die „aufwallende Zeit und Literatur aus dem ausklingenden neunzehnten Jahrhundert, hinein in die (Goldenen) Zwanziger- bis Fünfzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. Eine Zeit der größten Umbrüche und Widersprüche. Industrierevolution und Industriezivilisation; Armut, Übervölkerung, erster Weltkrieg, die goldenen Zwanziger oder deren verzweifelte Armut. Analogien zur Jetztzeit sind leicht erkennbar.
Fritz Grasshoff, vielleicht der letzte Vertreter einer drastisch-frechen frivolen, ordinären, obszönen, kratzigen, unbequemen, verächtlich-spöttischen, aufbegehrenden Literaturform. im Übergang unter anderem von Rilke (1873–1926), zu Ringelnatz (1883–1934), Gottfried Benn (1886–1956), Klabund (1890–1928), Bert Brecht (1898–1956) und schließlich Fritz Grasshoff (1913–1997).
Heino Pachschwöll, Physiker, Institutsleiter a.D. einer namhaften Forschungseinrichtung der Materiaforschung für Hochtechnologie u.a. in Luft- und Raumfahrt, hat sich neben seinem Beruf schon seit vielen Jahren intensiv mit alter und neuer Literatur beschäftigt. Er will kein Literaturwissenschaftler sein, sondern leidenschaftlicher Literaturliebhaber. Ihm fehlt der Trieb einiger Eiferer aus Kreisen der Literaturkritik. Der manchmal etwas lächelnde, milde Abstand erscheint ihm wichtiger.
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