17/08/2025
📝 Notwendige Erinnerungen
📍 Zur Entwicklung der extremen Rechten in Amberg seit den Neunzigerjahren
30 Jahre nach dem Mord an Klaus-Peter Beer
Am 07. September 1995 wurde Klaus-Peter Beer von den Neonazis Dieter Müller und Richard Lorenz in Amberg ermordet.
Der Grund: Seine Homosexualität passte nicht in das faschistische Weltbild seiner Mörder.
Sein Tod war kein Einzelfall, sondern Teil einer langen Reihe rechter, q***rfeindlicher und antisemitischer Gewalttaten.
Das Gedenken an Klaus-Peter Beer ist Mahnung und Auftrag zugleich: Erinnern heißt kämpfen – für Solidarität mit allen Betroffenen rechter Gewalt und gegen die Ideologien, die solche Taten möglich machen.
In Amberg wurde von verantwortlicher Seite immer wieder behauptet, es würde vor Ort keine extrem rechten Strukturen geben. ❌ Haltbar war diese These in den letzten 25 Jahren zu keinem Zeitpunkt.
Zwar waren die Strukturen und Aktivitäten phasenweise sehr unterschiedlich ausgeprägt, doch haben sich in Amberg immer die übergeordneten Entwicklungen der extremen Rechten widergespiegelt.
📅 Beginnend mit der neonazistischen Skinheadszene zu Beginn der Neunzigerjahre,
die hochgradig organisierten Strukturen von „Blood & Honour“ kurz vor der Jahrtausendwende,
die „Freien Kameradschaften“ und die NPD in den Nullerjahren,
dem „Freien Netz Süd“ in den Zehnerjahren und der „Identitären Bewegung“ sowie einer rechten Jugendsubkultur in jüngster Zeit
sollen einige der zentralen Entwicklungen im Vortrag beleuchtet werden.
🔍 Die Betrachtung im Zeitverlauf ermöglicht es, ideologische und organisatorische Kontinuitäten und Brüche sichtbar zu machen – dies schafft eine wichtige Grundlage für die Diskussion über antifaschistische Gegenstrategien.
👤 Referent: Jan Nowak
📆 02.09.2025 – 🕡 18:30 Uhr
🏛 Gewerkschaftshaus Nürnberg
📍 (Kornmarkt 5-7, 90402 Nürnberg, Helene-Grünberg-Zentrum im EG)