30/05/2026
Das Hochwasser 2013 zählt zu den verheerendsten Naturkatastrophen in Deutschland in diesem Jahrhundert. Für das Technische Hilfswerk war es der zweitgrößte Einsatz in der Geschichte. Mehr als 600 Ortsverbände waren von Baden-Württemberg und Bayern über Sachsen und Thüringen bis nach Sachsen-Anhalt und Brandenburg über mehrere Wochen im Einsatz, um den Kampf gegen das Wasser aufzunehmen. Zahlreiche Gebiete in Sachsen und Thüringen wurden – wie schon beim Hochwasser 2002 - erneut überflutet, einige noch schlimmer als elf Jahre zuvor.
Denn der Regen wollte einfach nicht enden. Traten in Bayern und Baden-Württemberg bereits Mitte Mai die Flüsse über die Ufer und hinterließen Chaos und Verwüstung, wurden die Pegelhöchststände in Thüringen und Sachsen erst Ende Mai bzw. Anfang Juni gemessen. Schnell wurde klar, dass es sich nicht um einen Einsatz von einigen Stunden oder wenigen Tagen handeln würde, sondern dass die Ehrenamtlichen mitunter sechs Wochen lang alles geben mussten, um dem Wasser Einhalt zu gebieten.
Im Verlauf des Junis stieg stetig die Zahl der Ehrenamtlichen, die Wasser pumpten, Schadenstellen beräumten, Einsatzorte beleuchteten, Deiche sicherten und verteidigten, Krisenstäbe berieten oder für den nötigen Strom sorgten. Zu Spitzenzeiten waren 845 Frauen und Männer an einem Tag aus dem THW in Sachsen und Thüringen im Einsatz. Da die Kapazitäten in den hiesigen Ortsverbänden erschöpft waren, wurde Verstärkung aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland angefordert.
2026 wird der THW-Landesverband Sachsen, Thüringen 30 Jahre alt. Wir möchten das Jubiläumsjahr nutzen, um auf die wichtigsten Einsätze der vergangenen Jahre zurückzublicken.