22/05/2026
Liebe Alsdorferinnen und Alsdorfer, 👋
gestern, am 21. Mai, hat der Rat der Stadt unseren Haushalt für die Jahre 2026 und 2027 beschlossen. Ein wichtiges Thema dabei war die Anpassung der Grundsteuer B. Wir wissen, dass steigende Kosten für niemanden eine gute Nachricht sind. Deshalb ist es uns wichtig, Ihnen nach dem gestrigen Beschluss transparent und verständlich zu erklären, warum dieser Schritt notwendig war und wie sich die Zahlen genau zusammensetzen. 💡
Es handelt sich bei der aktuellen Anpassung nämlich nicht einfach um eine klassische Steuererhöhung der Stadt, sondern sie besteht aus zwei unterschiedlichen Teilen:
1️⃣ Der Ausgleich der Grundsteuerreform (Aufkommensneutralität) Sicher haben Sie von der bundesweiten Grundsteuerreform gehört, durch die alle Grundstücke neu bewertet wurden. Diese neuen gesetzlichen Rechenwege führen dazu, dass der Stadt Alsdorf bei gleichbleibendem Steuersatz wichtige Einnahmen wegbrechen würden. Um am Ende als Stadt exakt so viel Geld zur Verfügung zu haben wie vor der Reform, musste der Hebesatz um 102 Punkte auf 1.120 % angepasst werden. Das bringt der Stadt keinen einzigen Euro zusätzlich ein – es schließt lediglich das Minus, das durch die neuen Gesetze auf Bundesebene entstanden ist.
2️⃣ Investitionen in unsere Stadt Zusätzlich wurde eine tatsächliche Erhöhung um 120 Punkte (auf insgesamt 1.240 %) beschlossen. Warum? Weil wir unsere städtische Infrastruktur erhalten und ausbauen müssen.
Die Gelder fließen direkt in Alsdorf:
🌳 in den Straßenunterhalt, unsere Gewässer sowie die Pflege unserer Parks und Grünanlagen (Zuschuss an die Technischen Dienste).
🚀 in die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und Gewerbeflächen durch den interkommunalen „Future Mobility Park“.
📉 Warum man Hebesätze nicht einfach von Stadt zu Stadt vergleichen kann: Oft wird gefragt, warum unser Hebesatz im Vergleich zu anderen Kommunen so hoch wirkt. Die Erklärung liegt im Wert eines einzelnen Prozentpunktes. In Alsdorf bringt ein Punkt bei der Grundsteuer B aktuell rund 11.500 Euro ein. In anderen, wirtschafts- oder flächenstärkeren Städten bringt ein einziger Punkt oft ein Vielfaches an Geld in die Kasse. Wenn wir in Alsdorf also Geld für die Straßenpflege benötigen, müssen wir den Hebesatz um mehr Punkte anheben, als es eine andere Stadt für exakt denselben Euro-Betrag tun müsste. Wer nur die Prozentpunkte der Städte vergleicht, vergleicht sprichwörtlich Äpfel mit Birnen.
Aufgabe der Stadtverwaltung ist es jetzt, die Gelder verantwortungsvoll einzusetzen, um Alsdorf als lebenswerte Stadt weiterzuentwickeln. 🏛️
Ihre Stadtverwaltung Alsdorf