04/08/2021
+++ Wählerbündnis “Dörfliche Strukturen erhalten in der Gemeinde Algermissen“ tritt bei der Gemeinderatswahl an +++
Zur diesjährigen Gemeinderatswahl hat sich ein neues Wählerbündnis, bestehend aus den drei Personen Matthias Rack, Stephan Klawunn und Marcel Münster-Teltemann formiert.
Ziel des neuen Bündnisses ist die Entwicklung der Gemeinde so zu beeinflussen, dass die dörflichen Strukturen gewahrt und Erschließungen neuer Flächen hinterfragt werden.
Neubaugebiete sollen ausgesetzt oder nur noch in Verbindung mit einem Modell, welches die ortsansässigen Menschen bei der Vergabe der Bauplätze bevorzugt, genehmigt werden. Dabei gibt der Bedarf der eigenen Bevölkerung die Anzahl der Bauplätze vor. Der Bau von Mehrfamilienhäusern wird nur unterstützt, wenn damit bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. Ackerland soll so wenig wie möglich verloren gehen. Gerade zu Zeiten des Klimawandels und der Umstellung der Landwirtschaft haben Böden dieser Klasse eine besondere Bedeutung.
Wir sprechen uns gegen weitere hochpreisige, mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser aus. Denn gerade dadurch verliert eine dörfliche Ortschaft ihr Gesicht. Der Abriss und die Neubebauung von sogenannten Schandflecken innerhalb des Dorfkerns werden unterstützt, die Entnahme der letzten verbliebenen Grünflächen nicht. Aus unserer Sicht ist die Gemeinde am Zug der Bevölkerung wieder Grünflächen zur Verfügung zu stellen. Es geht hier um die Steigerung der Lebensqualität und nicht darum, wieviel Profit man aus einem Grundstück herausholen kann.
Die Lage der Gemeinde ist sicherlich attraktiv und der Wohnraum in Hannover und Hildesheim knapp und extrem teuer. Allerdings sollte das nicht dazu führen, dass Algermissen ein Pendler- und Trabantendorf wird, in dem man sich nicht mehr grüßt, geschweige denn überhaupt kennt. Um sich in das Dorfleben in unserer Gemeinde integrieren zu können, muss man den Neubürgern Zeit geben, hier anzukommen und sich in den Vereinen zu integrieren und so ein Teil dieser Gemeinde zu werden. Wir merken selbst, dass hier schon einiges in Bewegung ist, das braucht aber noch Zeit. Wir sehen einen weiteren Zuzug in dieser Hinsicht als nicht förderlich an.
Es ist schon richtig, dass durch den Zuzug von berufstätigen Menschen die Einnahmen der Gemeinde aus Steuern steigen. Jedoch muss durch den Zuzug weiterer Menschen auch die Infrastruktur (Kindergärten, KiTas, Grundschule, Straßen, Versorgungsnetz, etc.) erweitert werden, was wiederum sehr viel Geld kostet. Aus diesem Teufelskreis wollen wir ausbrechen. Sollte es dann zu einem Bevölkerungsrückgang kommen, müssten Teile der geschaffenen Strukturen nicht mehr betrieben werden, kosteten also kein Geld mehr.
Wir drei sind in den hiesigen Sportvereinen aktiv dabei und wissen um die Gemeinschaft.
Durch unsere Vernetzung in den Vereinen nehmen wir immer wieder Anregungen auf, welche wir gerne auch einbringen wollen.
Die Bewohner der kleineren Ortschaften in der Gemeinde können sicher sein, dass wir für ihre Anliegen ein offenes Ohr haben und wir uns bei unseren Zielen nicht nur auf den Kernort Algermissen beschränken werden.
Für folgende Themen setzen wir uns darüber hinaus noch ein:
- Förderung des Vereinsleben und der freiwilligen Feuerwehren
- Fahrradwegausbau - es sollten alle Ortschaften ohne größere Umwege miteinander verbunden sein.
- Ausstattung und Personal des Bauhofes auf aktuelle Umwelteinflüsse ausrichten
- Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs