07/09/2026
Eine in weiten Teilen rechtsextreme Partei bei einer Wahl in Deutschland bei über 40 Prozent? Das macht sprachlos. Es wird dazu wieder viele gute und schlechte Analysen geben. Uns geht es an dieser Stelle um etwas Anderes: Um Unterstützung, damit wir uns daran nicht gewöhnen müssen.
Die Zeit zum Zugucken ist spätestens jetzt vorbei, denn es steht zu viel auf dem Spiel: Eine vielfältige, solidarische und demokratische Gesellschaft, in der alle Menschen gleich an Würde und Rechten sind, in der wir uns in Respekt und ohne Hass und Hetze begegnen, in der es keine Menschen erster, zweiter oder dritter Klasse gibt und in der sozialer Ausgleich statt Ausgrenzung gesucht wird.
Die Demokratie braucht Menschen, die sie leben, verteidigen, die laut werden und mitgestalten. Gemeinsam können wir der beste Verfassungsschutz sein. Aber leise nebenbei geht das nicht mehr. Dazu müssen wir aktiver werden, in die Diskussion gehen, Haltung zeigen, Zukunftsvisionen entwickeln und vor allem Menschen überzeugen und dafür gewinnen, dass unser Weg nicht über Populismus, Spaltung oder rassistisch-nationalistische Ideologie führen kann.
Und dafür braucht es auch mehr Menschen, die sich in demokratischen Parteien engagieren. Parteien sind schon mal merkwürdige und komplexe Gebilde, über die man leicht schimpfen kann, die es in einer lebendigen Demokratie aber zur politischen Meinungs- und Willensbildung braucht. Hier entstehen Ideen, Konzepte und Programme, hier entstehen Talente und Persönlichkeiten, hier wird demokratisch um Zustimmung geworben, um in Räten und Parlamenten Mehrheiten zu finden und Zusammenhalt und Zukunft zu gestalten. Das fängt schon in den Kommunen an.
Liebe Leute, wenn es euch heute gruselt, dann seid nicht sprachlos, sondern macht daraus bitte Motivation und engagiert euch!
Das geht z. B. in der SPD, die seit über 160 Jahren für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie steht und kämpft – vielleicht ja bald gemeinsam mit dir?!
https://mitgliedwerden.spd.de/
Text von Mario Dahm aus Hennef.