28/10/2026
Ganz ehrlich: Das ist für uns ein sehr schlechter Move.
Die meisten Menschen haben vom neuen PNOG wahrscheinlich noch nie gehört. Dabei kann es für Pflegebedürftige finanziell richtig wehtun.
Ein Beispiel: Der Entlastungsbetrag kann heute auch über ambulante Pflegedienste genutzt werden. Genau das soll sich ändern. Nach den aktuellen Plänen soll er durch ein sogenanntes Sozialraumbudget ersetzt werden und Pflegedienste sowie Tagespflegen sollen davon ausgeschlossen werden.
Für unsere Klienten bedeutet das ganz konkret: Leistungen, die heute über diesen Betrag finanziert werden können, könnten sie bei ihrem gewohnten Pflegedienst nicht mehr darüber abrechnen.
Und gleichzeitig sollen Pflegeeinrichtungen auch noch bei der Refinanzierung steigender Personalkosten schlechter gestellt werden.
Das PNOG ist noch nicht beschlossen, sondern befindet sich im laufenden Gesetzgebungsverfahren.
Ich hoffe wirklich, dass hier noch nachgebessert wird. Denn am Ende dürfen nicht wieder diejenigen die Rechnung bezahlen, die Pflege benötigen.
Demos laufen und werden weiter geplant.
„Hier wird kein Problem gelöst und kein Geld eingespart. Hier wird lediglich ein bewährtes System zerstört, um die gleichen Leistungen neu wieder aufzubauen.“
So bringt -Präsident Bernd Meurer unsere Kritik am geplanten Sozialraumbudget im auf den Punkt.
Wir haben mehr als 2.000 Pflegedienste befragt. Nach unserer Hochrechnung könnten mehr als 50.000 Mitarbeitende ihre bisherigen Arbeitsplätze verlieren. Gleichzeitig müssten Millionen Pflegebedürftige ihre Unterstützung neu organisieren.
Dabei sind die Mitarbeitenden da. Die Strukturen sind da. Die Hilfe kommt bei den Menschen an.
Warum sollte man das auseinanderreißen?
Ambulante Pflegedienste müssen Zugang zum bekommen.