07/04/2026
⏱️ Morgen um 18 Uhr in der Österreich-Bibliothek Belgrad
LESEABEND: Gerhard Blaboll
Das kuhäugige Kamel
Levantinische Geschichte(n)
ISBN 978-3-85409-911-6
Das kuhäugige Kamel – Ein faszinierender Blick auf den Nahen Osten und seine Geheimnisse
Nein, hier geht es nicht um biologische Mutationen von Wüstentieren! Vielmehr ist Das kuhäugige Kamel ein einzigartiges literarisches Werk, das den Leser tief in die verworrenen Verhältnisse des Nahen Ostens eintauchen lässt. Gerhard Blaboll, der „Wiener Stadtpoet“ (Zitat Bgm. Dr. Michael Häupl), hat in seiner Karriere als Wirtschaftsjurist und freiberuflicher Schriftsteller und Kabarettist viele Jahre in den Ländern zwischen Iran, Türkei, Sudan und Marokko verbracht. Diese Erfahrungen und die daraus entstandenen persönlichen Bindungen finden sich in diesem Buch wieder, das sich thematisch der kulturellen und historischen Vielschichtigkeit des Orients widmet.
Nach dem Erfolg von Montenegrinische Geschichten wendet sich Blaboll nun dem faszinierenden und oft missverstandenen Nahen Osten zu. Das Kamel, ein Symbol für die Verbindung vieler dieser Länder, bildet den roten Faden der Erzählungen. Doch warum kuhäugig?
In 24 kurzen, aber fesselnden Erzählungen, die den Bogen von der Steinzeit bis in die Gegenwart spannen, gelingt es Blaboll meisterhaft, sowohl historische als auch moderne Perspektiven zu vereinen. Der Autor nutzt den Erzählstil eines modernen arabischen Märchenerzählers, um die Lebenswirklichkeit im Nahen Osten so bildhaft und einfühlsam darzustellen, dass auch wir Mitteleuropäer das Gefühl haben, „wirklich“ verstanden zu haben. Dabei wird auch der Bezug zwischen dieser Region und Österreich immer wieder klar.
Die ersten Leser, darunter Vertreter des P.E.N.-Clubs und des Österreichischen Schriftstellerverbands, sind begeistert: „Ich habe das Buch in einem Zug von Anfang bis Ende gelesen!“ (Helmuth A. Niederle, Präsident des Österreichischen P.E.N.-Clubs). Besonders berührend ist die Reaktion derjenigen, die sich selbst mit der beschriebenen Region verbunden fühlen. In Deutschland aufgewachsene und nun in Amman lebende Jordanier waren erstaunt über die respektvolle und ausgewogene Darstellung ihres Landes. Auch österreichische Künstler mit syrisch-jordanischer-arabischer Abstammung, wie der Maler Krayem Awad und die Kabarettistin Nadja Maleh, konnten ihre Tränen nicht zurückhalten, als sie die präzise, aber ohne Sozialromantik geschilderten Szenen ihrer Heimat lasen.
Und was hat es nun mit dem „kuhäugigen Kamel“ auf sich? In Jordanien wird dieser Ausdruck liebevoll für eine besonders schöne Frau verwendet – eine kleine, aber feine romantische Note, die dem Buch seinen besonderen Charme verleiht. Doch mehr möchten wir nicht verraten.
Lassen Sie sich von dieser spannenden Lektüre fesseln und tauchen Sie ein in eine Welt voller Geschichte, Kultur und menschlicher Begegnungen!
Gerhard Blaboll, 1958 in Wien geboren, lebt heute in Wien und Markt St. Martin im Burgenland. Seine vielseitige Karriere begann er als Feinmechaniker und Postler, während er nebenbei Rechtswissenschaften, Betriebswirtschaftslehre, Geschichte und Internationales Recht studierte. Als Wirtschaftsjurist und Manager in internationalen Konzernen der Finanz- und IT-Branche führte ihn seine berufliche Laufbahn rund um den Globus.
Seit 2006 widmet sich Blaboll hauptberuflich der Schriftstellerei. In seiner Rolle als Texter hat er mit prominenten Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Schauspiel, Kabarett und Musik zusammengearbeitet. Dabei sind mehr als 400 Lieder in mehreren Sprachen entstanden, die auf über 20 CDs veröffentlicht wurden.
Blaboll ist auch als Autor von Romanen und historischen Erzählungen bekannt. Zu seinen Veröffentlichungen zählen u.a. "Wenn sich zwei streiten, freuen sich viele Dritte" (2024, Verlag Berger), "69 Stunden ins Paradies" (2023, edition lexliszt 12), "Das kuhäugige Kamel" (2018, Löcker Verlag), "Montenegrinische Geschichten" (2013, Verlag Berger), sowie "Einführung in die Demokratie – Introduction to Democray" (2025, Bildungsverlag Lemberger). Darüber hinaus moderierte er von 2007 bis 2024 die Radiosendung Mit Künstlern auf du und du auf Ö1 Campus, in der er in über 400 Sendungen intensive Dialoge mit Künstlern führte.
Im Jahr 2024 wurde ihm die Ehre zuteil, eine Gastprofessur an der European University in Belgrad zu übernehmen.