Archäologie Stadt Zürich

Archäologie Stadt Zürich Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Archäologie Stadt Zürich, Regierungsinstitution, Seefeldstrasse 317, Zürich.

Die Untersuchungen der UWAD an einer Pfahlbaufundstelle nahe Meilen gehen weiter und es konnten wieder aussergewöhnliche...
11/06/2026

Die Untersuchungen der UWAD an einer Pfahlbaufundstelle nahe Meilen gehen weiter und es konnten wieder aussergewöhnliche Funde geborgen werden, die uns Aufschluss über das Leben in der Steinzeit geben. Auf den Bildern zu sehen sind ein Holm (Griff eines Steinbeils), Feuersteinwerkzeuge (eine Klinge und eine Pfeilspitze) und Keramik aus der so genannten Horgener-Kultur (ca. 5000 Jahre alt). Ein besonderes Highlight war ein hölzerner Netzschwimmer. Wie moderne Stellnetze wurden steinzeitliche Fischernetze vertikal ins Wasser «gehängt». Dazu befestigte man oben am Netz die hölzernen Netzschwimmer und unten sogenannte Setzsenker aus Stein.

Heute geben wir euch einen kleinen Einblick auf die archäologische Feldarbeit und stellen euch die üblichen Werkzeuge vo...
04/06/2026

Heute geben wir euch einen kleinen Einblick auf die archäologische Feldarbeit und stellen euch die üblichen Werkzeuge vor, die auf einer Ausgrabung zum Einsatz kommen. Mit diesen Werkzeugen wird der Grossteil der Arbeit auf einer Ausgrabung geleistet. Das Erdmaterial wird nach Möglichkeit mit einem Bagger entfernt.

Am 9. Juni ist es so weit: Mit der Führung «Zürich im Mittelalter: Zeitreise durch die Altstadt» werden die Gebietsführu...
28/05/2026

Am 9. Juni ist es so weit: Mit der Führung «Zürich im Mittelalter: Zeitreise durch die Altstadt» werden die Gebietsführungen 2026 eröffnet. Die Stadtarchäologie nimmt Sie mit auf eine Reise ins Mittelalter. Die Altstadt bewahrt zahlreiche architektonische Spuren aus vergangenen Jahrhunderten, die archäologisch erforscht werden. Auf einem Spaziergang durch die linksufrige Altstadt begeben Sie sich auf Spurensuche und lernen den baulichen Zustand der Stadt um das Jahr 1200 kennen.

Vom 9. Juni bis zum 18. November 2026 bieten Mitarbeitende des Amts für Städtebau und des Tiefbauamts insgesamt 14 abwechslungsreiche Gebietsführungen durch Zürcher Quartiere an. Dabei erhalten Sie spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen sowie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt. Die Rundgänge sind öffentlich, kostenlos und ohne Anmeldung zugänglich.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei einer unserer Führungen.

Mehr Informationen zu den Gebietsführungen: https://www.stadt-zuerich.ch/gebietsfuehrungen

Zum 15-jährigen Jubiläum des UNESCO-Welterbes «Pfahlbauten um die Alpen» präsentiert die Stadt Zürich die erneuerte Augm...
25/05/2026

Zum 15-jährigen Jubiläum des UNESCO-Welterbes «Pfahlbauten um die Alpen» präsentiert die Stadt Zürich die erneuerte Augmented Reality App «pastZurich». Betreten Sie die digitale Rekonstruktion des Pfahlbaudorfes auf dem Sechseläutenplatz in Echtgrösse und entdecken Sie die Geschichte der Pfahlbauer – interaktiv und informativ. Ein Avatar begleitet Sie auf der Reise in die früheste Vergangenheit der Stadt Zürich.
Mehrere der rekonstruierten Häuser sind den UNESCO-Fundstellen an den Zürcher Seen gewidmet.

Heute präsentieren wir die Fundstelle Wädenswil-Vorder Au am südlichen Zürichseeufer östlich der Halbinsel Au. Sie liegt auf einer Untiefe, auf der die Pfahlbauer über mehrere Jahrhunderte immer wieder siedelten, nämlich um 3000 v.Chr. (Horgenerkultur), um 2600 v.Chr. (Schnurkeramische Kultur) und um 1600 v.Chr. in der frühen Bronzezeit. Die reich verzierte Gefässkeramik der frühen Bronzezeit zeichnet die Fundstelle aus. Aussergewöhnlich ist der Fund von zwei Gefässresten aus der so genannten Glockenbecherkultur, da solche Funde üblicherweise in Gräbern und nur äusserst selten im Siedlungszusammenhang zu finden. Sie datieren ans Ende der Steinzeit, um 2400 v.Chr.
Ungewöhnlich ist auch der Fund eines Abfallhaufens, der aus mehr als 14'000 verbrannten Fragmenten von Tierknochen bestand. Er enthielt vor allem Reste von Hirschen, Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen. Da die Fundstelle durch natürliche Erosion, aber auch durch Schifffahrt und ankernde Boote gefährdet war, wurde sie bereits 1998 partiell mit einer Abdeckung aus Kies geschützt.

21/05/2026

Ein wichtiger Teil der Dokumentation einer Pfahlbaufundstelle sind Kernbohrungen. Ein Kernbohrer ist nichts anderes als ein Stahlrohr, welches zu ¼ offen ist. Es ist unten spitz zu laufend und hat am anderen Ende einen Griff. Die UWAD hat Kernbohrer in verschiedenen Längen zwischen 0.5 und 3 m, wobei am häufigsten der 2.5 m-Bohrer verwendet wird.
Das Ziel von Kernbohrungen ist es, bisher unentdeckte Kulturschichten zu finden und den Schichtaufbau (Stratigrafie) an den Pfahlbaufundstellen zu dokumentieren. Man kann sich die Schichten im Seegrund an einer Pfahlbaufundstelle wie eine Lasagne oder eine Schwarzwälder Torte vorstellen: dunkelbraune, organische Kulturschichten wechseln sich mit hellen, natürlichen Seesedimenten ab.
Jeder Bohrkern wird dokumentiert und die Kulturschichten für spätere C14-Datierungen beprobt, um das Alter der jeweiligen Schicht bestimmen zu können.
Für uns ist es wichtig zu wissen, wo es wie viele Kulturschichten gibt und wie gut sie durch darüberliegende Sedimentschichten geschützt sind, denn auf dieser Grundlage können Schutzmassnahmen an den Pfahlbaufundstellen geplant werden.

Auf der gesamten Länge der Talstrasse werden die Werkleitungen saniert und neue Fernwärmeleitungen eingebaut. Da sich di...
14/05/2026

Auf der gesamten Länge der Talstrasse werden die Werkleitungen saniert und neue Fernwärmeleitungen eingebaut. Da sich die Talstrasse im Bereich der barocken Stadtbefestigung aus dem 17. Jh. befindet, werden die Arbeiten von der Stadtarchäologie Zürich begleitet.
Bisher sind Mauern von drei Gebäuden aus dem 19. Jh. zum Vorschein gekommen. Sie lagen auf einer Länge von gut 80m offen. Zur fotografischen Dokumentation solcher grossflächigen Befunde, die in der Stadt Zürich selten sind, eignen sich Drohnenaufnahmen hervorragend. Das Ergebnis zusammen mit einigen Impressionen findet ihr unten.

Zum 15-jährigen Jubiläum des UNESCO-Welterbes «Pfahlbauten um die Alpen» präsentiert die Stadt Zürich die erneuerte Augm...
11/05/2026

Zum 15-jährigen Jubiläum des UNESCO-Welterbes «Pfahlbauten um die Alpen» präsentiert die Stadt Zürich die erneuerte Augmented Reality App «pastZurich». Betreten Sie die digitale Rekonstruktion des Pfahlbaudorfes auf dem Sechseläutenplatz in Echtgrösse und entdecken Sie die Geschichte der Pfahlbauer – interaktiv und informativ. Ein Avatar begleitet Sie auf der Reise in die früheste Vergangenheit der Stadt Zürich.
Mehrere der rekonstruierten Häuser sind den UNESCO-Fundstellen an den Zürcher Seen gewidmet.

Heute präsentieren wir die Fundstelle Wetzikon-Robenhausen am Pfäffikersee, welche in den 50er-Jahren des 19. Jahrhunderts eine zentrale Rolle in der noch jungen Pfahlbauforschung einnahm. 1858 stiess Jakob Messikommer (1828-1917) im Zusammenhang mit der Korrektion des Aabachs auf Pfähle. Das erste Bild zeigt den Landwirt, Forscher, Chronist, Dichter und Pfahlbauforscher inmitten der prähistorischen Fundstelle. Er finanzierte seine Ausgrabungen mit dem Verkauf von Fundstücken in die ganze Welt. Das zweite Bild zeigt kleine Röhrchen mit Pflanzenresten aus Robenhausen, so wie sie noch heute in Museen und Privatsammlungen aufbewahrt werden. Wie damals üblich wurden kaum Aufzeichnungen zu den Schichten und Hausresten angefertigt, so dass die Befunde heute grösstenteils unbekannt sind. Viele Funde sind ausserdem schon bald zerfallen, da geeignete Konservierungstechniken unbekannt waren.

Das aktuelle Projekt der UWAD in Meilen hat gerade erst begonnen, doch unsere  Taucher*innen konnten bereits einige span...
07/05/2026

Das aktuelle Projekt der UWAD in Meilen hat gerade erst begonnen, doch unsere Taucher*innen konnten bereits einige spanende Funde bergen. Zu den Highlights zählen ein Angelhaken aus der Bronzezeit, zahlreiche Keramikscherben, ein Feuersteinbohrer und diverse Pfeilspitzen, ebenfalls aus Feuerstein.
Zu den selteneren Funden gehören eine kleine Beilklinge aus Knochen und drei Beilgriffe (Holme) aus Holz. Dank den sauerstoffarmen Lagerungsbedingungen im Sediment unter Wasser konnten sich diese Holzobjekte über Jahrtausende hinweg erhalten.

Im Rahmen eines aktuellen Projekts der UWAD in Meilen, sind Funde aufgetaucht, die Fragen aufwerfen: Werkzeug und Produk...
04/05/2026

Im Rahmen eines aktuellen Projekts der UWAD in Meilen, sind Funde aufgetaucht, die Fragen aufwerfen: Werkzeug und Produktionsabfälle aus «normalem» Stein sind eher selten, da Werkzeug in der Regel aus Feuerstein hergestellt wurde. Warum stellten die Pfahlbauer einige Werkzeuge aus normalen Steinen her anstatt aus Feuerstein? Wir haben dazu eine Vermutung: Habt ihr auch eine Idee oder Theorie?

Im März übernahm die UWAD einen ausserkantonalen Auftrag am Hallwilersee, um den Kanton Aargau in der Dokumentation ihre...
30/04/2026

Im März übernahm die UWAD einen ausserkantonalen Auftrag am Hallwilersee, um den Kanton Aargau in der Dokumentation ihrer Pfahlbauten zu unterstützen. Um die Ausdehnung der Fundstellen anhand von Kulturschichten besser eingrenzen zu können, führten die Taucher*Innen 50 Kernbohrungen mit 2.5 bis 3 m langen Bohrern durch. Die Bohrkerne liefern einen Einblick in die Schichten und Stratigraphie im Seegrund. Das Hauptziel war es, Kulturschichten zu identifizieren und ihre Position zu dokumentieren. Um dies zu vereinfachen, wird derzeit ein R Script entwickelt, um die Bohrkerne zu visualisieren. Diese grafischen Darstellungen helfen uns den Verlauf von Kulturschichten nachvollziehen zu können. Auch ihre Position kann ein wichtiger Hinweis darauf sein, wo die Fundstelle geschützt werden muss (z. B. wenn eine Kulturschicht die nicht durch andere, darüberliegende Schichten vor Erosion geschützt wird).

Ein interessantes Phänomen, dass die Taucher*Innen beobachtet haben, war die massive Blüte von sogenannten «Burgunderblutalgen». Zu sehen sind sie in Form der roten, schleimigen Schlieren im Wasser.

Adresse

Seefeldstrasse 317
Zürich
8008

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