Initiative für Bildungsgerechtigkeit

Initiative für Bildungsgerechtigkeit motivierte Kinder_inspirierte Zukunft*enfants motivés_avenir inspiré*bambini motivati_futuro ispirato

Ende Juni traf sich der Vorstand des Vereins für Bildungsgerechtigkeit im Bildungszentrum Matt in Schwarzenberg LU zu ei...
23/07/2025

Ende Juni traf sich der Vorstand des Vereins für Bildungsgerechtigkeit im Bildungszentrum Matt in Schwarzenberg LU zu einer Retraite.

Thema unserer Arbeit war unter anderem unser neues Projekt seit Ende 2024 ZASU (Zentrale Anlaufstelle für schulische Unterforderung).

Jeden Montagabend von 18 - 21 Uhr ist jemand aus der Arbeitsgruppe ZASU am Telefon (071 552 22 28). Wir bieten kurze Standortbestimmungen an, vermitteln Adressen für weitere Beratungen und Abklärungen und geben Tipps. Dieses kostenlose Beratungsangebot steht allen offen, die bei ihrem Kind eine schulische Unterforderung vermuten.

Ein weiteres Thema war unser laufendes Schulprojekt mit der Stiftschule Engelberg, bei dem Clemens Gehrig und Elisabeth Zollinger Weiterbildungen für das Schulleitungsteam und die Lehrpersonen geben. Zwei Termine Ende Juli und Anfang August dieses Jahres finden statt. Wir freuen uns sehr darauf, unser Wissen und unsere Erfahrungen auf diese Weise weitergeben zu können.

Wir bleiben dran, mit unserem Thema 'ausserordentlich hohes Denkvermögen und schulische Unterforderung' vermehrt an die Öffentlichkeit zu kommen. Es betrifft mehr Kinder, als allgemein angenommen wird. Der Austausch in der Retraite und die Planung der nächsten Monate hat uns neue Impulse und frischen Mut gegeben.
Wir danken allen Mitgliedern des Vereins für die Unterstützung.

Möchten auch Sie unsere Arbeit fördern, suchen eine Beratung oder eine Kooperation?
Über die Website des VfB können Sie mehr erfahren: www.bildungsgerechtigkeit.ch.

Foto: Von Links nach Rechts: Maximilian Brand, Brigitte Steiner, Annette Büttner, Jean-Jacques Bertschi, Elisabeth Zollinger, Clemens Gehrig, Christian Scheuermeyer

Denk-Bedürfnisse  Herausforderungen für kognitiv HochbegabteDie Erfahrung zeigt, dass die heute übliche Förderung von Sc...
17/03/2025

Denk-Bedürfnisse
Herausforderungen für kognitiv Hochbegabte

Die Erfahrung zeigt, dass die heute übliche Förderung von Schülerinnen und Schülern mit sehr hohem Denkvermögen meist nicht genügt. Aber wie sähe eine angemessene Förderung denn aus?

Dazu müssen wir zuerst die Bedürfnisse dieser Schülerinnen und Schüler hinsichtlich Lernen und Denken anschauen.
Judith Wynn Halsted, M.S., zum Beispiel, listet in ihrem Buch ‚Some of My Best Friends Are Books‘ (Great Potential Press, 2009), vier intellektuelle Bedürfnisse dieser Kinder und Jugendlichen auf:
1. Geschwindigkeit des Lernens (pace of learning)
2. Komplexität des Materials
3. Zusammensein mit gescheiten Lernern (bright learners)
4. Instruktion zu Denk-Fertigkeiten (thinking skills)

Nimmt die bisherige Art der Förderung darauf Rücksicht? Eher nicht, da diese Bedürfnisse in der Regel unbekannt sind. Vorherrschende Meinung: Diese Schülerinnen und Schüler verstehen die Dinge etwas schneller, sie wissen mehr, müssen manchmal ein bisschen warten, aber das ist nicht so schlimm.

Und so kommt es zu ungenügender oder gar keiner Unterstützung hochintelligenter Schülerinnen und Schüler, wie zum Beispiel
- Binnendifferenzierung. Sie berücksichtigt höchstens die Punkte 1 und 2 von Halsted.
Zudem findet sie meist eher unregelmässig und etwas zufällig statt: Zum Beispiel wenn das Kind mit den einfachen Aufgaben fertig ist. Auch die Punkte 1 und 2 werden so nur teilweise und hie und da erfüllt.

- Begabungs- oder Begabtenförderung: Sehr oft sowohl zeitlich als auch von der denkerischen Herausforderung her eindeutig zu wenig.

Notwendig wäre eine regelmässige, zeitweise Gruppierung der Schülerinnen und Schüler mit sehr hohem Denkvermögen. Dies in Form einer Dispensation vom regulären Unterricht von ca. 2-4 halben Tagen pro Woche zum Besuch eines Spezialunterrichts. Dieser Unterricht müsste die oben genannten vier Aspekte berücksichtigen.
In der übrigen Zeit könnten diese Schülerinnen und Schüler an Aufgaben aus dem Spezialunterricht arbeiten, sobald sie mit den Aufgaben des regulären Unterrichts fertig wären.
All dies würde auch die Lehrpersonen entlasten.

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19/02/2025

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Tagung:
"Fehldiagnosen bei kognitiver Hochbegabung: Phänomen, Erkennung, Prävention"

16. April 2025
09.00 Uhr bis ca. 16.10 Uhr
Seminarhotel Lihn, Filzbach (GL)

Jahrzehnte der Erfahrung zeigen: Kinder und Jugendliche mit ausserordentlich hohem Denkvermögen erleben im schulischen Unterricht oft eine starke Unterforderung. Diese Unterforderung kann zu schwerwiegenden Symptomen führen.

Noch nicht allen Fachpersonen ist dies vertraut. Zudem ähneln die Symptome oft verschiedenen Störungsbildern (ADHS, Depression, Asperger-Spektrum, etc.). Nicht selten kommt es dadurch zu Verwechslungen und nicht passenden Massnahmen.
Die schulische Unterforderung betrifft mindestens 5 % aller Schülerinnen und Schüler. In der Schweiz sind das rund 50‘000 Kinder und Jugendliche.

Mit unserer Veranstaltung möchten wir, der Verein für Bildungsgerechtigkeit (www.bildungsgerechtigkeit.ch), einen Beitrag leisten zu einer Verbesserung dieser Situation. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden anhand von Theorie und Beispielen aus der Praxis Möglichkeiten des besseren Erkennens und Unterstützens dieser Kinder und Jugendlichen kennenlernen.

Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen und einen interessanten, konstruktiven Tag mit gutem kollegialem Austausch.

Mehr Informationen und Anmeldung unter www.bildungsgerechtigkeit.ch/tagung/

Vielleicht auch etwas für Sie?
04/02/2025

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Tagung:
"Fehldiagnosen bei kognitiver Hochbegabung: Phänomen, Erkennung, Prävention"

16. April 2025
09.00 Uhr bis ca. 16.10 Uhr
Seminarhotel Lihn, Filzbach (GL)

Jahrzehnte der Erfahrung zeigen: Kinder und Jugendliche mit ausserordentlich hohem Denkvermögen erleben im schulischen Unterricht oft eine starke Unterforderung. Diese Unterforderung kann zu schwerwiegenden Symptomen führen.

Noch nicht allen Fachpersonen ist dies vertraut. Zudem ähneln die Symptome oft verschiedenen Störungsbildern (ADHS, Depression, Asperger-Spektrum, etc.). Nicht selten kommt es dadurch zu Verwechslungen und nicht passenden Massnahmen.
Die schulische Unterforderung betrifft mindestens 5 % aller Schülerinnen und Schüler. In der Schweiz sind das rund 50‘000 Kinder und Jugendliche.

Mit unserer Veranstaltung möchten wir, der Verein für Bildungsgerechtigkeit (www.bildungsgerechtigkeit.ch), einen Beitrag leisten zu einer Verbesserung dieser Situation. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden anhand von Theorie und Beispielen aus der Praxis Möglichkeiten des besseren Erkennens und Unterstützens dieser Kinder und Jugendlichen kennenlernen.

Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen und einen interessanten, konstruktiven Tag mit gutem kollegialem Austausch.

Mehr Informationen und Anmeldung unter www.bildungsgerechtigkeit.ch/tagung/

Tagung:"Fehldiagnosen bei kognitiver Hochbegabung: Phänomen, Erkennung, Prävention"16. April 202509.00 Uhr bis ca. 16.10...
16/01/2025

Tagung:
"Fehldiagnosen bei kognitiver Hochbegabung: Phänomen, Erkennung, Prävention"

16. April 2025
09.00 Uhr bis ca. 16.10 Uhr
Seminarhotel Lihn, Filzbach (GL)

Jahrzehnte der Erfahrung zeigen: Kinder und Jugendliche mit ausserordentlich hohem Denkvermögen erleben im schulischen Unterricht oft eine starke Unterforderung. Diese Unterforderung kann zu schwerwiegenden Symptomen führen.

Noch nicht allen Fachpersonen ist dies vertraut. Zudem ähneln die Symptome oft verschiedenen Störungsbildern (ADHS, Depression, Asperger-Spektrum, etc.). Nicht selten kommt es dadurch zu Verwechslungen und nicht passenden Massnahmen.
Die schulische Unterforderung betrifft mindestens 5 % aller Schülerinnen und Schüler. In der Schweiz sind das rund 50‘000 Kinder und Jugendliche.

Mit unserer Veranstaltung möchten wir, der Verein für Bildungsgerechtigkeit (www.bildungsgerechtigkeit.ch), einen Beitrag leisten zu einer Verbesserung dieser Situation. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden anhand von Theorie und Beispielen aus der Praxis Möglichkeiten des besseren Erkennens und Unterstützens dieser Kinder und Jugendlichen kennenlernen.

Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen und einen interessanten, konstruktiven Tag mit gutem kollegialem Austausch.

Mehr Informationen und Anmeldung unter www.bildungsgerechtigkeit.ch/tagung/

TRUE CRIME – was in der Schule wirklich passiert: Britt (12) hält einen brillanten Vortrag über die Carbon-14 Methode zu...
27/11/2024

TRUE CRIME – was in der Schule wirklich passiert:

Britt (12) hält einen brillanten Vortrag über die Carbon-14 Methode zur Altersbestimmung von Funden.

Die Lehrerin bestätigt: «Das war durchwegs sehr gut. Aber: Ich muss dir eine schlechte Note geben, weil dieses Thema nicht deinem Alter entspricht.»

Was für ein Frust! Sicher: Britt ist fordernd. Da sie fremdsprachig ist, hat sie überdies einige Mühe mit Lesen und Schreiben. Später stellt sich heraus, dass Britt einen IQ von 140 hat. Nach etwas Unterstützung erfolgt ein rasanter Leistungsanstieg.

Wie kann man sich das Verhalten der Lehrerin erklären?
Kommt ihnen die Szene bekannt vor?
Was können wir unternehmen?

Was sind Eliten? Im Sport ist es eindeutig: Das beste Fussballteam wird als Elite bezeichnet. Und in der Politik und Wir...
30/09/2024

Was sind Eliten?

Im Sport ist es eindeutig: Das beste Fussballteam wird als Elite bezeichnet.
Und in der Politik und Wirtschaft gehören die Reichsten und Mächtigsten zur Elite.

Der Begriff ‚Elite‘ wird meist mit dem Begriff ‚die Besten‘ gleichgesetzt.
Peer Teuwsen: Der Wunsch, die Matura zu haben, ist der Wunsch, zu den Besten zu gehören. (‚Das Ende der Elite‘, NZZ am Sonntag, 22.9.24)

Sind in einer Elite immer die Besten? Beispiel Reichtum: Ein Betrüger kann sehr reich sein. Aber möchten wir ihn als Teil einer Elite sehen?

Was das Denken betrifft: Sind Menschen mit Matura die besten Denker? Für eine Matura braucht es vor allem sehr viel Fleiss, Auswendiglernen und das Widergeben des auswendiggelernten Wissens.
Für Jugendliche mit ausserordentlich hohem Denkvermögen: Eine Qual.
Mit ihrem kreativen, schnellen und vernetzten Denken sowie der überdurchschnittlich hohen Fähigkeit im Probleme erkennen und Lösungsmöglichkeiten sehen, stehen sie an einem anderen Ort.

Unter anderem deshalb langweilen sich hochintelligente Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, manchmal bis zum Abbruch des Gymnasiums. Sie wählten das Gymnasium in der Hoffnung, endlich denkerische Herausforderungen zu erleben. Leider werden sie in der Regel enttäuscht. Dies, nachdem sie schon in ihrer ganzen Schulzeit stark unterfordert waren. Viele Jugendliche gelangen deshalb gar nicht bis zum Gymnasium: Die Symptome schulischer Unterforderung ähneln denen eines Burnout, mit den entsprechenden Folgen.

Peer Teuwsen schreibt zu Recht: „Die Förderung derer, die besser sind als der Durchschnitt, fristet immer noch ein Mauerblümchendasein. In sieben Kantonen dieses Landes gibt es laut dem aktuellen Bildungsbericht nicht einmal Regelungen zur Begabtenförderung.“

Der Begriff ‚die Besten’ ist aber missverständlich: Kinder und Jugendliche mit ausserordentlich hohem Denkvermögen sind punkto Noten nicht immer die Besten. Manchmal haben sie durchschnittliche oder - falls durch Unterforderung in Minderleistung gefallen - ungenügende Noten.

Und: Nicht alle hochintelligenten Jugendlichen wollen ins Gymnasium. Sie haben oft andere Interessen: Künstlerische Berufe, Berufe, in denen ihr grosses Organisationstalent und ihre Fähigkeit zum Überblick gefragt sind, Berufe im Bereich Medien, handwerkliche Berufe usw.
Die Gleichung hochbegabt = Universität oder ETH ist nicht sowieso richtig.

Vielleicht müssten wir den Begriff ‚Elite‘ überdenken. Im Hinblick darauf, was er eigentlich bedeutet. Und im Hinblick darauf, ob Eliten wichtig sind für unsere Gesellschaft.

Ich denke, wichtig ist vor allem: Jeder Mensch sollte, unabhängig von Intelligenz, Geld und Status, die Tätigkeit ausüben dürfen, die für ihn stimmt.
Es ist wohl naiv und illusorisch, dies zu wünschen.
Aber alle Verbesserungen haben jeweils so begonnen.

22/09/2024

Egal was für Probleme sich in der Schule Ihres Kindes abzeichnen, Unterforderung, gefühlte Überforderung, Sozialer Rückzug, plötzliches Abfallen der Schulnoten, … Wir nehmen uns Zeit für Sie.

Wir sind jeden Montag von 18.00 bis 21.00 Uhr telefonisch erreichbar.
Telefon 071 552 22 28

ZASU - Zentrale Anlaufstelle für schulische Unterforderung.
www.zasu.ch

ZASU ist ein Angebot des Verein für Bildungsgerechtigkeit.

Zentrale Anlaufstelle für schulische Unterforderung (ZASU)Kinder und Jugendliche mit hohem kognitivem Potenzial sind in ...
15/08/2024

Zentrale Anlaufstelle für schulische Unterforderung (ZASU)

Kinder und Jugendliche mit hohem kognitivem Potenzial sind in der Schule chronisch unterfordert. Der Verein für Bildungsgerechtigkeit hat in den letzten Monaten ein neues Projekt vorbereitet: Eine zentrale Anlaufstelle für schulische Unterforderung.

Das Team ZASU berät Eltern, macht Standortbestimmungen und vermittelt Adressen zu Abklärungsstellen, schulischen Unterstützungsmöglichkeiten, Begabungsförderungen, Privatschulen etc.
Die Mitglieder vom Team ZASU haben viel Erfahrung mit schulischer Unterforderung und deren Folgen. Sie werden zudem regelmässig durch die FG HKP (Fachgruppe ‚Hohes Kognitives Potenzial‘) des Vereins für Bildungsgerechtigkeit geschult und arbeiten ehrenamtlich.

Wir sind ab 19.8.2024 jeden Montag ab 18.00 Uhr während drei Stunden für telefonische Beratungen unter der Nummer 071 552 22 28 erreichbar.
Die Anrufe sind gratis.

Der Verein für Bildungsgerechtigkeit strebt in diesem Projekt eine Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, Gruppen und Institutionen an, die sich mit denselben Themen beschäftigen.

ZASU startet am 19. August 2024.
Mehr Informationen: www.zasu.ch

Ein weiteres Merkmal schulischer Unterforderung: RückzugKinder und Jugendliche, die in der Schule stark unterfordert sin...
17/06/2024

Ein weiteres Merkmal schulischer Unterforderung: Rückzug

Kinder und Jugendliche, die in der Schule stark unterfordert sind, sprechen nicht ohne Weiteres über ihre Probleme und Nöte. Manchmal ertragen sie es lange und verhalten sich unauffällig, bis es irgendwann nicht mehr geht.
Nicht nur störendes Verhalten im Unterricht kann ein Hinweis sein, sondern auch Rückzug.
Dies ist zwar auf den ersten Blick ein unauffälliges Verhalten. Es wird deshalb oft lange nicht als Hinweis auf ein Problem wahrgenommen.
Natürlich kann der Rückzug auch ganz andere Ursachen haben. Eine fachgerechte Abklärung kann da Klarheit bringen.

Folgende Fragen sollte man sich als Eltern und Lehrpersonen stellen – vor allem dann, wenn das Kind oder der Jugendliche selber nicht darüber sprechen möchte: Hat sich das Kind in der Schule von Anfang an eher zurückgezogen? Oder war es zu Beginn sehr interessiert, wollte viel lernen, viel mitmachen? Stellte es viele Fragen? Wann begann der Rückzug? Wie verhält das Kind sich in der Freizeit, hat es (noch) Interessen?

Oft muss die Frage auch lauten: Was machte das Kind, was machte der Jugendliche früher? Bevor seine Motivation durch die Unterforderung verloren ging.
Wenn wir nur das momentane Verhalten betrachten, kommen wir oft nicht weiter. Wir müssen dieses Verhalten vergleichen mit früher, zum Beispiel vor der Einschulung.

Und wenn man alleine nicht weiterkommt, ist es sicher sinnvoll, einen Experten oder eine Expertin für ausserordentlich hohes Denkvermögen beizuziehen.

Was hilft beim Erkennen schulischer Unterforderung?Es gibt viele unterschiedliche Merkmale schulischer Unterforderung. N...
25/05/2024

Was hilft beim Erkennen schulischer Unterforderung?

Es gibt viele unterschiedliche Merkmale schulischer Unterforderung. Nicht immer weisen sie tatsächlich auf Unterforderung hin. Sie können auch ganz andere Ursachen haben. Was das Ganze nicht einfacher macht.
Wir werden nun in lockerer Folge, aber regelmässig, mögliche Merkmale schulischer Unterforderung vorstellen.

Heute geht es um störendes Verhalten im Unterricht.
Schülerinnen und Schüler mit ausserordentlich hohem Denkvermögen beginnen manchmal den Unterricht zu stören. Meist tun sie dies nicht schon beim Schuleintritt, denn in der Regel freuen sie sich auf die Schule. Sie lernen sehr gerne und sind wissbegierig. Durch die Unterforderung erleben sie eine grosse Enttäuschung. Je nach Persönlichkeit, Temperament, Klassenzusammensetzung u.a. geschieht dies früher oder später. Es gibt Kinder, die nach drei Tagen Schule sagen, da möchten sie nicht mehr hingehen, sie würden nichts lernen. Manchmal passen sie sich lange an und beginnen erst nach ein, zwei Jahren, den Unterricht zu stören.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein zehnjähriger hochbegabter Junge erzählte in der Therapiestunde strahlend, an diesem Vormittag sei es endlich richtig spannend gewesen. Ich freute mich und fragte nach. Er: „Mein Kollege und ich haben gewettet, wer am Mittag mehr Striche eingesammelt hat!“
Dieser Junge war im regulären Unterricht stark unterfordert, hatte die Diagnose ADHS und war deshalb in Therapie. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine Fehldiagnose. Der Junge brauchte ein Ende der schulischen Unterforderung – und keine Psychotherapie. Ausser eine Zeitlang, zur Begleitung und Stärkung des Selbstvertrauens und des Wiederfindens der Motivation zum Lernen und Leisten.

Adresse

Glärnischstrasse 13
Wil
9500

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