08/09/2025
Wirtschaft vor Gesundheit. Selbst bei den Kirchgemeinden immer mehr usus.
Kein Wunder wandern da viele aus der Kirchgemeinden ab.
Nicht so die geistliche Leitung, doch diese ist offenbar nicht Weisungsberechtigt.
So bleibt uns nur der irdische Widerstand.
Strahlung im Kirchturm – Zwischen Tradition und Technik
Immer mehr Schweizer Kirchtürme beherbergen Mobilfunkantennen – ein Anblick, der von aussen kaum auffällt, im Innern der Gemeinden aber für Unstimmigkeiten sorgt. Während manche Kirchgemeinden den besseren Empfang und zusätzliche Einnahmen begrüssen, wehren sich andere gegen den Eingriff ins kirchliche Umfeld. Kritiker erinnern daran, dass Kirchtürme Orte der Sammlung und Stille sind – und keine Träger von Dauerbestrahlung. Besonders das Bistum Basel mahnt zur Vorsicht: Wo erheblicher Widerstand entsteht, solle auf den Einbau verzichtet werden. Die Kirche, so heisst es, dürfe nicht zum verlängerten Arm der Telekommunikationsindustrie werden.
Hinter dem Konflikt steckt mehr als nur die Frage nach Finanzen oder Denkmalschutz: Antennen bedeuten eine ständige Strahlenquelle – auch für Menschen, die den Gottesdienst besuchen oder in der Nähe wohnen. Elektrosensible weisen seit Jahren auf gesundheitliche Risiken hin, deren Klärung weiterhin aussteht. Indem Kirchtürme zu Mobilfunkstandorten werden, geraten sie in Widerspruch zu ihrem eigentlichen Auftrag: den Menschen Schutz, Gemeinschaft und Würde zu bieten. Das Positionspapier des Bistums macht deutlich, dass hier nicht nur über Technik entschieden wird, sondern über das Menschenrecht auf Unversehrtheit – ein Punkt, der schwerer wiegt als jedes Argument für schnellen Empfang.
Quelle: kath.ch